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Ein Beruf zwischen Disziplin und Freiheit

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Als Kind versuchte sich René Oberson zuerst im Fussball, aber er spielte nie in einem Verein. Dann begann er sich Richtung Musik zu bewegen. Schon früh lernte er Klavierspielen und war begeistert von der Musik. Ihm war von Anfang an klar, dass er seine Passion, die Musik, zum Beruf machen möchte. Dies war damals nicht so einfach, da ein Studium nicht für jeden zugänglich war. Also besuchte Oberson das Lehrerseminar und arbeitete anschliessend ein Jahr lang als Primarschullehrer. Dann bekam er trotzdem die Gelegenheit, das Konservatorium zu besuchen und begann dort seine Ausbildung.

Ein schöner Beruf

Neben einigen Aufträgen als Organist unterrichtete er später auch selbst Instrumentalisten und Komponisten. Doch seine wahre Berufung sieht er in der Komposition. Er komponierte Stücke für grosse Orchester und kleine Instrumentalgruppen, ausserdem schrieb er viel für die Orgel. Seine Stücke sind sehr facettenreich und geprägt von vielen verschiedenen Klangfarben. Seine Musik sei von vielen Dingen beeinflusst, sagt er. Er versuche aber nie, andere Komponisten zu imitieren.

«Beim Schreiben übersetze ich mein Inneres in die Sprache der Musik», so Oberson. Diese Sprache ist für ihn wie ein Schlüssel zu anderen Welten. Dies sei auch der Grund, warum er rate, die Musik als Beruf auszuüben, betont er. Zwar verlange dieses Metier viel Disziplin und sei anstrengend, aber es erlaube auch viel Freiheit und das Ausleben der eigenen Kreativität. Doch Oberson gibt zu bedenken, dass es heute viel schwieriger sei, die Musik zum Beruf zu machen. Denn gleichzeitig an der Universität und am Konservatorium zu studieren, sei fast nicht machbar.

Tiere und die Natur

Ein weiteres Problem ist für ihn das geringe Interesse der Jugendlichen an der klassischen Musik. Die Jugend orientiere sich eher an Pop- und Rockmusik. Über diese Musikstile äussert er sich zwar nicht negativ, jedoch gibt er zu, sich nie mit dieser Art von Musik beschäftigt zu haben. Ebenfalls spricht er einen weiteren kritischen Punkt der Musikbranche an, das Geld: «Kreativität und Innovation leiden sehr unter dem Druck, ein Produkt herzustellen, das sich verkaufen lässt.»

Das gleiche bemängelt er im heutigen Sport. Oberson ist begeistert von Fussball, doch auch hier spiele das Geld eine zu wichtige Rolle. Doch nicht nur Sport bedeutet ihm viel. Er erzählte uns auch von seinen anderen Leidenschaften. Um den Kopf freizukriegen, unternimmt der 69-Jährige gerne lange Spaziergänge in der Natur mit seinem Hund. Er liebt Hunde, ist generell sehr tierlieb, und das Thema Tierquälerei nimmt er ernst.

Neue Sicht auf die Musik

Allgemein machte René Oberson einen sympathischen Eindruck und war uns gegenüber sehr offen. Während unseres Gesprächs zeigte er uns eine neue Sichtweise auf die Musik und auf viele andere Dinge. Er ist nicht nur begeisterter Künstler, sondern auch ein liberaler und aufgeklärter Mensch. Wir bedanken uns herzlich bei René Oberson und wünschen ihm weiterhin viel Glück auf seinem Weg.

Dieser Beitrag entstand im Rahmen eines Schulprojekts am Kollegium Heilig Kreuz: Eine zweite Klasse erarbeitete im Musikunterricht unter der Leitung von Gisela Murmann Porträts über zeitgenössische Freiburger Komponisten. Die FN veröffentlichen die Texte in loser Folge.

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