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Ein bewährtes Freizeit-Rezept: «Jubla Ratatouille Fryburg»

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Autor: Carolin Foehr

FreiburgIn der Freiburger Jubla-Schar «Ratatouille» ist der Name Programm. Nicht, dass hier nur gekocht würde. Aber die Jubla-Gruppe ist landesweit die einzige zweisprachige unter den sonst deutschschweizerischen Vereinigungen. Ratatouille, ein kultureller Mix eben, der ganz zu Freiburg passt. Leiter, Leiterinnen und Kinder sprechen meist beide Sprachen wild durcheinander. «Nach dem Sommerlager reden auch die, die zuvor kein Wort Deutsch oder Französisch konnten, von ‚Wanderschuhen, qui font mal‘, ‚on se voit vor dem Mat-Zelt‘ und ‚Le Lagerfeuer fait du Spass’», erzählt der jahrelange Jublaner und ehemalige Präses Gabriel Huber schmunzelnd.

Der Verband bietet Kindern und Jugendlichen von der zweiten Primar- bis zur Sekundarstufe Freizeitangebote: Basteln, Geländespiele, Disco, Kerzenziehen stehen einmal pro Monat auf dem Programm. Abschluss und Höhepunkt eines Jublajahres bildet das Sommerzeltlager. Im Jubiläumsjahr werden die Städter zwei Wochen im Luzerner Buttisholz verbringen.

«Der Bezug zur Natur ist uns wichtig», sagt OK-Mitglied Stefanie Stoll. «In der Stadt ist das anders als auf dem Land. Es gibt viele Kinder, die sonst kaum ins Grüne oder zum Zelten fahren.» Da sei schon die Kuhwiese neben dem Lagerplatz ein aufregendes Erlebnis.

Glauben erleben

Als christlicher Kinder- und Jugendverband mit katholischen Wurzeln steht die Schar im engen Kontakt zur Stadt-freiburger Pfarrei: Sommer- und Pfarreifeste, regelmässige Jugendforen sowie das Mitgestalten von Gottesdiensten gehören zum festen Programm. «Aber wir sind nicht dogmatisch», sagt der OS-Lehrer Huber. «Jeder kann bei uns mitmachen, unabhängig von seiner Konfession – keines der Angebote ist zwingend.» Über den Glauben werde nicht nur diskutiert, sondern dieser werde durch das Angebot vermittelt. «Kreativ tätig sein, gemeinsam diskutieren und entscheiden, Konflikte fair austragen und seine Freizeit als Leiter einer sinnvollen Sache widmen – das ist für mich gelebter Glaube», sagt Huber.

Nicht nur sprachlich geht «Ratatouille» in der Jublalandschaft eigene Wege. Als Stadtvereinigung muss sie ihr Angebot an andere Freizeitmöglichkeiten anpassen. Statt der sonst üblichen «Gruppenstunden», die nach Altersgruppen unabhängige Programme anbieten, finden in Freiburg Anlässe für alle Mitglieder statt.

Schweizweit zählt die Jubla rund 20 000 Mädchen und 15 000 Buben als Mitglieder. In den 1970er-Jahren aus dem Zusammenschluss von Blauring und Jungwacht entstanden, vereint sie heute über 550 Scharen. Im Kanton Freiburg sind es deren 14 mit 1000 Mitgliedern. 1989 ist die «Jubla Ratatouille» aus dem Zusammenschluss der Scharen St. Theres und St. Paul hervorgegangen. Seit 2002 ist sie die einzige Stadtfreiburger Schar.

«Jublaläums»-Programm: Sa, 22. Mai, ab 14 Uhr neben dem Neustadt-Schulhaus. 17 Uhr Fest-Gottesdienst, 19.30 Uhr Festrede Urs Schwaller; Darbietungen der Jublaner, danach Festbetrieb im Festzelt und Disco im Restaurant «Les Tanneurs».

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