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Ein bezaubernder Festivalabschluss

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Frederic Auderset

Mit einem bezaubernden Konzert ist am Samstagabend das diesjährige Bollwerk Belluard International würdig zu Ende gegangen. Der Beatboxer, Rapper und Soulbarde in Personalunion Reggie Watts begeisterte das zahlreiche Publikum mit seiner virtuosen Gesangskunst, in dem er einzig mit seiner Stimme Rhythmen erzeugte, am Rhodes-Piano die Harmonien einspielte und beide Elemente mittels Loop-Maschine aufeinanderschichtete. Messerscharfe Raps beherrschte der Stimmakrobat ebenso wie den kopfstimmenlastigen Soul-Gesang und machte überdies deutlich, dass sein Talent nicht nur auf Konzertbühnen zur Geltung kommt, sondern auch auf die Kabarettbühne passen würde. Witzige Bemerkungen zwischen den Liedern, spastische Tanzeinlagen sowie Lieder wie jenes über Schweizer Klischees – wegen der Neutralität bezeichnete er die Schweizer als «Buddhisten Europas» – sorgten für herzhafte Lacher im Publikum, das an diesem Abend wesentlich jugendlicher und durchmischter war als an anderen BBI-Anlässen. Die Zuschauer bedankten sich mit kräftigem Applaus, Pfiffen und Juchzern für die Darbietung, und Reggie Watts betrat sehr zu ihrem Gefallen noch zwei Mal die Bühne für Zugaben.

Ungewöhnliches Theater

Am Vorabend kam man im Bollwerk in den Genuss, eine äusserst innovative Theatergruppe zu erleben. Seit 25 Jahren bespielen Forced Entertainment aus Sheffield die experimentellen Theaterbühnen dieser Welt.

Mit der in Freiburg aufgeführten Produktion «Void Story» betraten sie künstlerisches Neuland und vereinten verschiedene Ausdrucksformen aus Film, Hörspiel und Comic zu einem packenden Theatererlebnis. Obwohl die Handlung mit zunehmender Dauer etwas in den Leerlauf geriet, überzeugte die Aufführung durch ihre überraschende Bühnengestaltung, die gepflegte britische Sprache sowie rhythmische Präzision. Aus unwirklichen Fotocollagen zusammengesetzt, spielte sich auf einer Leinwand ein rasanter Comic-Strip ab, in dem ein junges Paar, das aus seiner Wohnung flüchten muss, durch eine wie im Computerspiel levelartig angelegte Abfolge von skurrilen Szenen gejagt wird. Die zumeist ruhigen, dem wilden Geschehen seltsam enthobenen Dialoge wurden von vier an Schreibtischen sitzenden Schauspielern gelesen, was im Kontrast mit der schnellen Bildfolge auf der Leinwand eine beklemmende Spannung erzeugte.

Festivaldirektorin Sally de Kunst zeigt sich vollauf glücklich mit der diesjährigen Ausgabe des BBI: «Es könnte nicht besser sein!» Nebst den ermutigenden Zuschauerzahlen erfreute sie besonders die herzliche Atmosphäre während des ganzen Festivals im und ums Bollwerk.

Die Festivalküche «Kitchain» mit zugehöriger Bar war wie im letzten Jahr sehr gut besucht und wurde nicht nur von den Veranstaltungsbesuchern hoch geschätzt. Es sei mit Projekten wie dem Film «Enjoy Poverty» von Renzo Martens oder der Tanzperformance «Trip» von White Horse auch gelungen, ein breites Publikum anzusprechen und interessante Diskussionen anzuregen. Grossen Erfolg hatte auch die Human Library; oftmals waren alle dieser lebenden «Bücher» ausgeliehen und kamen kaum zu einer Pause.

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