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Ein Blick hinter die Zisch-Kulissen

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Für einmal erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 27/37 der Orientierungsschule Tafers ihren Unterricht ausserhalb des Klassenzimmers: Sie haben zusammen mit ihren Lehrerinnen Martina Karlen und Kitty Raetzo den Bauernhof von Peter Zurbuchen in Ober Maggenberg besucht. Diesen Besuch haben sie im Rahmen von «Zeitung in der Orientierungsschule», kurz Zisch, unternommen. Die Jugendlichen hatten die Gelegenheit, als Nachwuchsreporterinnen und -reporter Informationen zu sammeln, damit sie im Anschluss einen Zisch-Artikel über den Bauernbetrieb und die Viehzucht schreiben können. Die FN haben den Anlass dazu genutzt, der Klasse bei ihrer Recherche gespannt über die Schulter zu blicken.

Der Alterswiler Landwirt und Viehzüchter Peter Zurbuchen ist in der Region bekannt für seinen Swiss-Fleckvieh-Zuchtmuni Hannibal. Er hat mit ihm im Januar überraschend den ersten Preis an der traditionellen Januarschau in Plaffeien gewonnen (die FN berichteten).

Recherche auf dem Hof

Die Jugendlichen stellten dem Landwirt zuerst Fragen, bei denen es vor allem um die Viehzucht ging. Gefragt wurde zum Beispiel, was einen guten Zuchtmuni ausmacht und wie schwer ein solches Tier überhaupt werden kann. Die Grösse des zweieinhalbjährigen Hannibal, der noch nicht ganz ausgewachsen ist, war für die sechs jungen Männer und zwei jungen Frauen der Klasse 27/37 denn auch beeindruckend. Nicht umsonst trägt der Stier den Namen des Bösewichts und Psychopathen Dr. Hannibal Lecter aus dem Film «Das Schweigen der Lämmer», von dem Zurbuchen seit vielen Jahren ein sehr grosser Fan ist.

Damit bei der Recherche nichts vergessen ging, machten sich die Schülerinnen und Schüler Notizen und erstellten zusätzlich eine Tonaufnahme ihrer Recherche. Eine Schülerin war währenddessen mit dem Fotografieren beschäftigt.

Ein unberechenbares Tier

«Einem Muni ist nicht zu trauen», erklärte der Landwirt und Viehzüchter vor der Klasse. «Er kann immer angreifen, egal, wie viel Vertrauen man in ihn legt.» Vorsichtsmassnahmen seien darum immer wichtig. Wenn Zurbuchen beispielsweise über die Wiese geht, auf der gerade der Muni grast, läuft er immer dem Zaun entlang, um eine direkte Konfrontation mit dem tonnenschweren Tier zu vermeiden. «Wenn mir der Muni zu nahe kommt, sei dies, wenn er zu anhänglich oder aber zu gefährlich wird, dann muss ich zwangsläufig gehen», erklärte Zurbuchen, der sehr viel Erfahrung mit dem Halten von Stieren hat. Mit einem solch gefährlichen Tier sei nur eine neutrale Beziehung überhaupt sinnvoll.

Der Nasenring des Munis biete eine zusätzliche Sicherheit für den Halter des Stiers, so Zurbuchen. Der Ring wird dem Tier im Alter von etwa eineinhalb Jahren unter Narkose durch den Tierarzt eingesetzt und bleibt bis zum Tod des Munis dort.

Vor dem Besuch der Klasse hatte Zurbuchen bezüglich Sicherheit einige Vorsichtsmassnahmen getroffen: Er hatte dem Muni ein Beruhigungsmittel verabreicht und ihn im Stall fixiert. Als die Jugendlichen kurz nach dem Mittag auf dem Hof eintrafen, war der Stier darum noch ein bisschen schläfrig, blickte aber neugierig auf die anwesende Klasse, die zur Sicherheit auf Abstand blieb.

«Eins und eins ergibt bei der Viehzucht nicht immer zwei», sagte Zurbuchen den Jugendlichen. Das Endresultat einer Zucht sei im Vorfeld nie genau bekannt. Ebenso wenig, wie die besten Kühe und Stiere zusammen nicht zwangsläufig die besten Kälber ergeben würden, erklärte Zurbuchen.

Er sei beispielsweise etwas überrascht gewesen, als er im Januar mit Hannibal den ersten Preis mit nach Hause nehmen durfte. «Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich mit diesem Muni einen Preis gewinnen würde.» Er habe das Gefühl gehabt, in der Vergangenheit schon bessere, schönere Tiere präsentiert zu haben, die nicht ausgezeichnet wurden, sagte Zurbuchen weiter. Umso mehr habe er sich über die Auszeichnung von Hannibal gefreut, die ihm Ruhm und Ehre unter den Viehzüchtern gebracht habe, wie er mit einem Schmunzeln anfügt.

Ausschlaggebend für die Auszeichnung war übrigens das Fundament von Hannibal, also die starken Beine und soliden Knie des Riesen.

Niedliche Hofbewohner

Im Anschluss an den Besuch beim schläfrigen Muni durfte die Klasse auch noch die Kälber des Hofs besuchen. Gespannt beobachteten die acht Jugendlichen die niedlichen Tiere in ihrem Gehege. Einige mutige Schülerinnen und Schüler liessen sich von den neugierigen Tieren auch noch die Hände ablecken, während sich die anderen davor ekelten.

Dann war es auch schon wieder Zeit zum Aufbrechen. Die Klasse machte sich zusammen mit ihren beiden Lehrerinnen auf den Weg zurück nach Tafers.

*Naomie Finesse Sieping Nguefack hat einen Schnuppertag bei den FN absolviert und die Reporterin begleitet.

Zahlen und Fakten

FN und die Schule

Mit dem Medienprojekt Zisch werden 644 Jugendliche aus sieben der acht Deutschfreiburger OS-Zentren im Herbst 2020 zu Reporterinnen und Reportern. Sie machen Recherchen vor Ort, treffen Experten und schreiben schliesslich ihre eigenen Artikel. Dabei behandeln die 34 verschiedenen Klassen die unterschiedlichsten Themen, so dass am Ende auf den Zisch-Sonderseiten eine bunte Artikelvielfalt entsteht. Ein ebenso wichtiger Bestandteil des Projekts sind die Leseförderung und das Üben des richtigen Umgangs mit dem Medium Tageszeitung. Durch den Einsatz der FN als Lehrmittel im Unterricht lernen die Schülerinnen und Schüler auf kreative Art und Weise das Medium Tageszeitung besser kennen.

vk

«Wenn mir der Muni zu nahe kommt, wenn er zu anhänglich oder aber zu gefährlich wird, dann muss ich gehen.»

Peter Zurbuchen

Landwirt und Viehzüchter

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