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Ein Buch ist Hubers nächstes Ziel

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Ab nächster Woche wird Peter Huber einen neuen wichtigen Begleiter haben: den Luzerner Kirchenkritiker Hans Küng. Über Küng, der sich weltweit einen Namen als unbequemer Querdenker gemacht hat, will Huber ein Buch schreiben. Und darum wird der 72-jährige Huber nach neun Jahren Ende Juni aus dem Murtner Gemeinderat zurücktreten.

In einem Buch Küngs, das Huber vor zwei Jahren «eher zufällig bestellt und gelesen» hat, sei er auf Themen gestossen, die ihn sein ganzes Leben beschäftigt hätten, erzählt Huber. Die Lehre über die Erbsünde, die von Generation zu Generation weitergegebene Ursünde Adams und Evas, habe er schon als Kind nicht begriffen. Auch beschäftigen ihn die Diskussionen um das Zölibat, die Frauenordination, die Sexualmoral und – selbst geschieden – die Zulassung geschiedener Katholiken zu den Sakramenten.

«Zu wenig Zeit»

Bis anhin konnte Huber das Projekt nicht angehen: Als Gemeinderat sei er gedanklich immer mit dem einen oder anderen Dossier befasst gewesen. «So hatte ich zu wenig Zeit für das Buchprojekt.» Die Gemeindepolitik sei ihm aber nicht etwa verleidet, betont Huber. Als Kultur- und Sportbeauftragter hat ihn ein Dossier seine ganze Amtszeit begleitet: die Stadtbibliothek und die Ludothek. Die Räume in der Deutschen Kirchgasse platzen aus allen Nähten. Huber kam mit seinem Sanierungsprojekt vor dem Generalrat aber nicht durch: Im Dezember 2010 lehnte das Murtner Parlament ein Kreditbegehren über 1,6 Millionen Franken für die Renovation ab. Zwar ist Huber noch heute der Meinung, «dass die Renovation eine gute Sache wäre». Nun sei man aber dran, ein anderes Projekt zu prüfen. «Das braucht Zeit.» Abschliessen kann Huber das Dossier also nicht; er wird es seiner Nachfolgerin oder seinem Nachfolger übergeben müssen.

 Bei einem anderen umstrittenen Dossier hatte Huber mehr Erfolg: beim Museum Murten. Die Entwicklung des Ortsmuseums war von intensiven Diskussionen mit dem Stiftungsrat geprägt und gipfelte 2010 mit der Freistellung der Direktorin. Die personellen Wogen sind nun geglättet; gerade diesen Februar hat der Generalrat für die Zukunft einen wichtigen Entscheid getroffen: Die Unterstützung der Stadt wird für die nächsten drei Jahre von 155 000 auf 190 000 Franken erhöht. «Ich hätte den Beitrag zwar lieber auf fünf statt auf drei Jahre festgesetzt», sagt Huber, «aber ich bin zufrieden.» Das Museum sei auf gutem Weg.

Dem Ressort treu geblieben

Dem Ressort Kultur und Sport blieb Huber während seiner neunjährigen Amtszeit treu. «Es ist zwar nicht ganz einfach, in diesem Ressort innovativ zu sein.» Mit den Murten Classics, dem Kulturzentrum KiB und dem Hotel Murten sei das kulturelle Angebot bereits heute gross. «Und in Murten sind auch die Sportvereine sehr aktiv.»

 Für Huber war auch die Integration der Ausländer ein wichtiges Anliegen. So zählen etwa der Einbezug von Ausländergruppen in die Nacht der Genüsse, bei der Migranten ihre Heimat und deren Spezialitäten vorstellen, und der kürzliche Integrationsanlass «Weltumspannendes Murten» zu seinen Verdiensten.

 In die Lokalpolitik Murtens ist Peter Huber erst nach seiner Pensionierung eingestiegen. Als Chef der Bundespolizei und späterer Bundesamtsdirektor sei er in Bundesbern ausführendes Organ gewesen, «ständig am Puls der Politiker und in Gesetzesrevisionen eingebunden». In Murten dann musste er seine Geschäfte immer selbst ausarbeiten und vor dem Generalrat vertreten. Das habe er immer gerne gemacht: «Ich habe die deutsche Sprache sehr gerne. Anträge für den Gemeinderat und den Generalrat zu schreiben, machte mir immer Spass.»

Huber war der Älteste

Übrigens: Nach Hubers Rücktritt wird der älteste Gemeinderat des Seebezirks nicht mehr in der Exekutive von Murten sitzen. Bei den Wahlen im Februar 2011 war es nämlich Peter Huber mit Jahrgang 1941, der als Amtsältester wiedergewählt wurde. Sein Alter kümmerte ihn jedoch nie. Hauptsache, er sei noch heute begeisterungsfähig und «voll auf Draht», sagt Huber und lacht. «Und niemand gab mir je zu spüren, dass ich einer der alten Garde war.»

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