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Ein Buch zum 1000-Jahr-Jubiläum

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

An Festanlässen fehlt es in diesem Jahr nicht in Mühleberg: Anlässlich des 1000-Jahr-Jubiläums hat die Gemeinde Grosses vor und lässt sich feiern. Der Startanlass ist auf Sonntag in Allenlüften angesetzt. Arthur Burkhalter stellt sein Buch «1000 Jahre Mühleberg 1016–2016» vor. Eine Fotoausstellung ergänzt den Anlass (siehe Kasten).

«Zu dem Auftrag kam ich wie die Jungfrau zum Kinde», erzählt Burkhalter. Nichts ahnend habe er im März 2014 am ersten Infoanlass zum Jubiläum teilgenommen. «Du wärst der richtige Mann, um eine Festschrift über Mühleberg zu verfassen», habe ihm der OK-Präsident des Festes, Walter Balmer, gesagt. Er habe sich überreden lassen. «Ich bin nicht Historiker», betont Burkhalter. «Ich wusste aber bereits viel über Mühleberg, einiges habe ich durch meine Grosseltern erfahren.» Diese hätten Jahrgang 1878 gehabt. Burkhalter selber ist 68 Jahre alt, gelernter Chemiker und mit kurzen Unterbrüchen zeit seines Lebens auf dem Boden der Gemeinde wohnhaft gewesen. Er hat somit selber ein grosses Stück Dorfgeschichte miterlebt.

 Doch die Zeitreise durch 1000 Jahre Geschichte Mühlebergs habe ihn auch an Orte geführt, von denen er zuvor nichts wusste: «Ein Schlüsselerlebnis war für mich die Lektüre über die römischen Funde von 1939 in Rüplisried, davon hatte ich noch nie etwas gehört.» Dabei sei er doch in Mühleberg zur Schule gegangen, wundert sich Burkhalter.

Der Wandel bei den Bauern

Bei seinen Recherchen während rund eineinhalb Jahren habe ihn auch der Wandel in der Landwirtschaft besonders fasziniert: «Um 1750 begann der Wandel vom reinen Getreideanbau zur Milchwirtschaft.» Brot und Fleisch seien damals die Grundnahrungsmittel gewesen, Gemüse habe es nur aus dem eigenen Garten gegeben. «Und die Bauern mussten den gnädigen Herren einen Zehntel ihres Getreides abliefern.» Die Vermögenssteuer anstelle des Zehnten sei erst 1850 eingeführt worden. «Mit der Entdeckung der Kleegraswirtschaft konnte das bisherige Brachland besser genutzt werden»–denn dadurch seien die Böden besser mit Stickstoff versorgt worden. «Als Folge davon hielten die Bauern mehr Kühe und die Milchwirtschaft begann zu florieren.» Innert kurzer Zeit hätten die Mühleberger eine Käserei nach der anderen aus dem Boden gestampft. «Bei Gesprächen merkte ich, dass auch viele Bauern vom Wandel von damals nichts wussten.»

 Mit dem Buch wolle er den Menschen die Geschichte Mühlebergs näherbringen. Doch nicht nur Vergangenes hat darin Platz gefunden: «In der Zeitreise habe ich bei den einzelnen Themen immer auch den aktuellen Stand in den Text integriert.» So lässt sich zum Beispiel lesen, wie viele Landwirtschaftsbetriebe es heute noch auf Mühleberger Boden gibt: 1929 waren es 173 Landwirte mit durchschnittlich 7,6 Hektaren Land, 2014 bewirtschafteten 62 Bauern Felder auf durchschnittlich 22,5 Hektaren.

 Auch der Gümmenenkrieg von 1331 bildet einen Teil der Zeitreise. «Während 200 Jahren ging die Herrschaft über Gümmenen zwischen den Freiburgern und Bernern hin und her», erzählt Burkhalter. 1331 stürmten die Berner das Städtchen Gümmenen und zerstörten die Burg des freiburgischen Schlossherrn. «Die Berner haben die Freiburger offenbar im Forst beim Wildern von Ochsen der Bernburger erwischt, der Waffengang war die Quittung dafür.» 1467 erfolgte der Friedensvertrag zwischen Bern und Freiburg.

 Woher Mühleberg seinen Namen hat, ist naheliegend: «Wir nehmen an, dass dieser mit der früheren hohen Dichte an Mühlen zusammenhängt.» Erstmals schriftlich erwähnt sei eine Mühle bereits im 13. Jahrhundert. «Später waren es fünf Mühlen. Heute existieren nur noch die Schnurrenmühle und die Flühlenmühle.» Das Mühlenrad als Gemeindewappen sei 1781 zum ersten Mal auf der Kirchenorgel zu sehen gewesen. «Die Kirche spielte damals eine wichtige Rolle», sagt Burkhalter. Alles sei über den Pfarrer gelaufen, «oft war er ja der Einzige, der schreiben konnte.» Nicht nur für die Schule, sondern auch für die Mobilmachung im Krieg sei der Pfarrer zuständig gewesen. In der reichhaltigen Zeitreise durch 1000 Jahre sind Zitate dazu und zu anderen Themen zu finden.

Das Buch ist via Gemeindeverwaltung erhältlich. Es kostet 30 Franken. 

Programm

Von Flossfahrten über Baustellen bis zu Festen

10. Januar, Allenlüften: Buchpräsentation, Fotoausstellung und Gottesdienst

23., 29. und 30. Januar, Allenlüften: Turnerabend22. bis 24. April, Allenlüften: Gewerbeausstellung

5. Mai, Mauss: Turnfahrt

28. Mai, Spengelried, Rüplisried, Flühlenmühle: Dorffest mit Film, Fotos und Geschichten, Verpflegung aus dem Holzofen

27. bis 29. Mai: Feldschiessen

25. Juni, Rosshäusern und Weiler: Dorffest, Baustellenareal BLS mit Juchlishaus AOC-Greyerzer Fondue

30. Juni, Allenlüften: Schulfest

29. bis 31. Juli, Allenlüften: Hauptfest mit Konzerten

1. August, Mauss: Mauss-Trail mit Bundesfeier

6. August, Mauss: Country

20. August, Gümmenen: Dorffest, Burg und Brückenbesichtigung, Muni am Spiess

3. September, Buttenried: Dorffest, Flossfahrt, Führung

17. September, Mühleberg: Chneblete

26. bis 30. September, Allenlüften: Zirkus Wunderplunder

15. Oktober, Mühleberg: Oktoberfest

26. bis 27. November, Allenlüften: Weihnachtsmärit

27. November,Mühleberg: Gottesdienst zum Abschluss des Jubeljahres.emu

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