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Ein Bündner ist der beste Sensler Schütze

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: IMelda Ruffieux

«Ich habe einen Nervenberuhigungstee getrunken und bin früh schlafen gegangen», verrät der Sensler Schützenkönig 2011, Stephan Hänggi, sein Erfolgsrezept. Der 31-Jährige, der sich selbst als «angefressenen Schützen» bezeichnet, hat es in Plasselb als einziger geschafft, 72 Punkte zu erzielen. Zwar schiesst er seit etwa drei Jahren bei den Taferser Schützen, doch ist der Bündner erst vor zwei Monaten in den Bezirkshauptort gezogen.

An den letzten zwei Feldschiessen hatte er 68 bzw. 70 Punkte erzielt. «So zum Spass habe ich schon gesagt, dass jetzt eigentlich 72 Punkte drin liegen müssten.» Getroffen hat er mit einem vor drei Jahren von einem Bündner Jäger geliehenen Gewehr. «Das bekommt er nie mehr zurück», sagt er mit einem Lachen. Dass es ausgerechnet ein «Fremder» den Einheimischen gezeigt hat, provozierte natürlich ein paar Sprüche, die er aber gerne über sich hat gehen lassen. «Wiederholen!», lautet denn auch sein Ziel fürs nächste Jahr.

71 Punkte erreichten Mario Baeriswyl, Alterswil, und Josef Bucheli, Düdingen. Sieben Schützen erreichten 70 Punkte. Bei den Pistolenschützen haben Pascal Aeby und Peter Buntschu, beide Giffers, mit 179 Punkten das beste Resultat erreicht.

Dank an die Helfer

In den Ansprachen am Sonntag drückten alle Redner ihre Bewunderung aus, dass es dem kleinen Oberland-Dorf gelungen sei, so viele freiwillige Helfer zu motivieren. «Schützenpäpù» Otto Binz, wie sich der Präsident des Schiesssportverbandes Sense selbst bezeichnete, sprach OK und Helfern ein herzliches «Vergelts Gott» aus. «Dieses solidarische Zusammenstehen prägt den Geist des Feldschiessens. Wenn wir dies beibehalten, können wir getrost in die Zukunft blicken.» Plasselb sei stolz, dass der von Traditionsbewusstsein, Stolz und Liebe zur Heimat geprägte Anlass in dieser kleinen Gemeinde stattfinde, sagte Ammann Hervé Brügger. Wie schon Tafelmajor Felix Bürdel benutzte er die Gelegenheit, die Besucher auf die Vorzüge von Plasselb aufmerksam zu machen. «Wir sind zwar keine Industriegemeinde, haben aber das Glück, nach Feierabend die schöne Landschaft geniessen und sich wie in den Ferien fühlen zu dürfen.» Lobende Worte über das «wärchige Plassäuber Vouch» kamen von Ruedi Vonlanthen, Präsident des Kantonalen Schützenverbandes.

«Die Helfer brachten den Grossanlass zum Blühen.» Applaus erntete er für seinen Appell an «die hohen Herren in Freiburg», die Plasselber nicht mit der Schliessung der Alpwege zu bestrafen. Zum Schluss rief er die Schützen auf, an Wahlen und Abstimmungen vermehrt Einfluss zu nehmen. «Es geht uns gut. Und es ist gut, das einmal laut zu sagen», betonte Staatsratspräsident Erwin Jutzet in seiner Ansprache. «Traditionen wie das Schützenfest sind wichtig für uns. Sie machen uns aus.» Neben der Offenheit sei auch das Vertrauen wichtig. «Das Vertrauen in die politischen Werke und darauf, dass alle das Beste für unseren Staat wollen.» Das Schlusswort hatte Ständerat Urs Schwaller, der über Sicherheit sprach. «Es ist nicht selbstverständlich, dass wir in einem sicheren Land sind.» Für die Sicherheit eines Landes spreche auch, dass der Staat den Soldaten vertrauen könne. «Wie am Feldschiessen, wo wir den Schützen und ihrem Verantwortungsbewusstsein vertrauen können.» Es gehe deshalb darum, Sorge zu tragen, dass diese Tradition erhalten bleibe.

Die glorreichen Schützen (v.l., unterste Reihe): Ehrendame, Stephan Hänggi (300 m Elite), Hubert Raemy (300 m Veteranen), Joel Peter (50/25m Junioren), Anja Zurkinden (50/25 m Jugendliche), Bernhard Aeby (50/25 m Veteranen), Samira Baeriswyl (300 m Juniorin), Martin Gross (300 m Junioren); (v.l., zweite Reihe): Armin Ayer (Kombisieger 300/25/50 m), Pascal Aeby (50/25 m Elite), Susanne Hostettler (50/25 m Damen), Matthias Blanchard (300 m Jugendliche), Yanic Vonlanthen (300 m Junioren); (v.l., dritte Reihe): Hans Lauper (300 m Veteranen), Patrick Wider (Präsident Düdinger Pistolenklub), Gabriel Mauron (Sportschützen Giffers-Tentlingen), Peter Buntschu (50/25 m Veteranen), Alfons Auderset (50/25 m Seniorveteran), Sandra Monney-Baeriswyl (300 m Elite Damen), Jean-Claude Jenny (FSG Tafers, Wettkampfkategoriesieger), Yvo Riedo (SG St. Ursen, Bezirkswanderfahne) und Ehrendame.Bild Charles Ellena

Bilanz: «Beste Werbung für Plasselb»

Gutes Wetter, gute Infrastruktur, genügend Helfer: Das Feldschiessen 2011 in Plasselb wird als Erfolg in die Geschichte eingehen. Die Ziele des OK konnten umgesetzt werden. «Wir haben gut gearbeitet», sagt OK-Präsident René Bapst. Er schätzt, dass mehr als 6000 Besucher ans Feldschiessen kamen. Allein am Konzertabend am Vorschiessen waren etwa 1000 Personen anwesend. Er habe von Besuchern und Kantonalvorstand nur positive Reaktionen erhalten. «Es ist beste Werbung für das Dorf», betont der ehemalige Ammann. Gerade der eindrückliche Feldgottesdienst in der Grotte sei sehr gut angekommen. «Wir können hoffen, dass einige der Besucher noch einmal zurückkommen.»

Auch von den Schützen habe er nur zufriedene Reaktionen gehört. «Die Tatsache, dass so viele hohe Resultate erzielt wurden, ist ein Beweis, dass die Einrichtungen top waren.» Das OK hofft nun, dass sich der grosse Aufwand auch finanziell auszahlt, sobald der Kassensturz gemacht ist.im

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