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Ein Damm wird das Wasser stoppen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Pascale Hofmeier

Das Täli im Brugeraholz wird künftig durch einen 36 Meter langen und 5,5 Meter hohen Erdwall gesperrt. Der Damm auf der Höhe der Sportanlage Leimacker ist nach dem Damm bei der Migros im Dorf die zweite von fünf geplanten Hochwasserschutz-Massnahmen (vgl. Kasten). «Sofern die Katastrophe der Katastrophen eintritt, sind wir dann geschützt», sagt Ammann Kuno Philipona. «Ein Damm ist besser als eine Beton-Mauer. Er wird sich besser in das Gelände einfügen.» Das Bauwerk im Brugeraholz wird am Fusse maximal 35 Meter und auf der Krone etwa sechs Meter breit sein.

Die Rutsche wird versetzt

Bevor der Damm, der vor Jahrhundert-Hochwassern schützen soll, aufgeschüttet werden kann, wird ab Juli die bestehende Kanalisation des Heitiwil-Baches und des Abwasserkanals verschoben. Vergrössert wird die Abflusskapazität aber nicht. «Sonst könnte es weiter unten im Dorf zu Überschwemmungen kommen», sagt Gemeindeingenieur Jean-Frédéric Python.

Während der Bauarbeiten muss ein Teil des Robinson-Spielplatzes verschoben werden. «Dort wird die Baupiste durchgehen. Nachher werden die Geräte wieder aufgestellt.» Einzig die Rutschbahn, die bis ins Täli hinunter führt, wird nicht mehr an ihren bisherigen Ort zurückkehren. «Wir werden sie auf dem Damm installieren», sagt Python.

Mit den eigentlichen Dammbauarbeiten soll im August nach den Bauferien begonnen werden. Aufgeschüttet werden Erde und Aushubmaterial der umliegenden Baustellen. Nötig sind etwa 2500 Kubikmeter Material. «Der Damm wird begehbar sein, und es ist möglich, ihn zu begrünen», sagt Jean-Frédéric Python. Verläuft alles nach Plan, sollten die Arbeiten spätestens Ende September beendet sein. Diese können nur bei trockener Witterung ausgeführt werden.

Die Täli-Sperre wird etwa 400000 Franken kosten. «Das ist die günstigste Variante.» Davon werden Bund und Kanton je etwa 35 Prozent übernehmen. Die Subventionen werden nur ausbezahlt, weil das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt. «Im Fall von Düdingen kämen die Schäden bei einer Überschwemmung teurer als der Dammbau.»

Bewilligung ein Jahr später

Wäre es nach den Wünschen der Gemeinde gegangen, würde der Damm bereits stehen. «Es gab Verzögerungen, weil wir im Wald bauen», sagt Ammann Kuno Philipona. Ursprünglich hätte die Schutzbaute auf Landwirtschaftsland erstellt werden sollen. Allerdings waren die Landbesitzer nicht einverstanden, weil ihre Ernteeinbusse durch den Verlust von Ackerland gross gewesen wäre. Darum boten sie der Gemeinde alternativ ein Waldstück an. Dies aber wollten die Direktion der Institutionen und das Land- und Forstwirtschaftsamt nicht bewilligen. Im letzten Herbst wurde dann das Baugesuch doch noch bewilligt. «Auf Intervention des Staatsrates», sagt Kuno Philipona.

Links der Rutschbahn wird der Damm aufgeschüttet. Der bisherige Weg wird an den Waldrand hinauf verlegt.Bild Charles Ellena

Hochwasser: Gemeinde muss handeln

Vom Heitiwil-Bach geht gemäss der Düdinger Gefahrenkarte eine erhebliche Gefährdung durch Hochwasser aus. «Erheblich» ist die höchste Gefahrenstufe, nach «gering» und «mittel». Darum ist die Gemeinde Düdingen verpflichtet, ein Konzept für den Hochwasserschutz umzusetzen. Dieses enthält fünf Etappen. Die erste Etappe war der Bau eines Rückhaltedamms bei der Migros. Die Quartierplanung Bachtelmatte und insbesondere der Migros-Neubau waren an diese Hochwasserschutz-Massnahme gekoppelt, weil das Gebiet in die Zone mit erheblicher Gefährdung fällt und dort eigentlich nicht gebaut werden darf.

Der Bau des Damms im Brugerawald ist die zweite Etappe. Ihr folgen soll die Umsetzung des Hochwasserkorridors am Velgaweg im Jahr 2012. Anschliessend wird das Bächli vom Damm bis hinunter zum Friedhof freigelegt. Als fünfte und letzte Etappe soll der Bach in der Bachtelmatte freigelegt werden. «Wir hoffen, dass es im Jahresrhythmus weitergeht», sagt Ammann Kuno Philipona. Insgesamt werden alle Hochwasserschutzmassnahmen rund zwei Millionen Franken kosten. Einen Teil davon werden Bund und Kanton übernehmen; die Rückhaltemauer bei der Migros wurde vom Grossverteiler finanziert.hpa

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