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«Ein deutliches Signal an den Staatsrat»

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Beim Gegenentwurf zur Velo-Initiative, der gestern vors Volk kam, stimmte der Kanton Freiburg gleich wie der Rest der Schweiz. Auch hier resultierte ein deutliches Ja: 76,3 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger stimmten der Vorlage zu. Damit war die Zustimmung sogar noch höher als im eidgenössischen Durchschnitt.

Ein Unterschied zwischen den beiden Sprachregionen des Kantons zeigte sich wie bei den beiden Agrar-Initiativen (siehe Artikel oben) auch bei dieser Vorlage – wenn auch in abgeschwächter Form. Zwar stimmten nämlich sämtliche Bezirke dem Gegenentwurf zu. Die Zustimmung war aber in keinem anderen Bezirk so niedrig wie im Sense- (69,1 Prozent) und im Seebezirk (72,2 Prozent). Und auch in Jaun war die Zustimmung die niedrigste im ganzen Greyerzbezirk: 50,6 Prozent.

Wie viel wird sich verändern?

«Dieses Resultat ist ein deutliches Signal an den Staatsrat», sagte der kantonale Präsident der Grünen, Grossrat Bruno Marmier (Villars-sur-Glâne), im Gespräch. Jetzt gelte es, daran zu arbeiten, dass dieses Ergebnis nicht toter Verfassungsbuchstabe bleibe, sondern dass Freiburg auch wirklich mehr Velowege bekomme. Damit rennt Marmier bei Staatsrat Jean-François Steiert offene Türen ein. «Der Staatsrat sollte bis Ende Jahr über den Sachplan Velo befinden, der die Prioritäten beim Ausbau der Veloinfrastruktur in den nächsten Jahren definiert», sagte Steiert auf Anfrage der FN. Für den Co-Interimspräsidenten der kantonalen CVP, Grossrat Eric Collomb (Lully), zeigt das Ergebnis der Abstimmung klar, dass «die Mehrheit der Schweizer die bestehende Infrastruktur für Velofahrer als ungenügend empfindet». Den Unterschied zwischen den Sprachregionen konnte sich Collomb auch nicht wirklich erklären; allenfalls im Falle von Jaun könnte es so sein, dass hier das Bedürfnis nach neuen Velowegen vielleicht geringer sei als anderswo. Für den Präsidenten der kantonalen Mitte links – CSP, Philippe Wandeler, war indes klar, dass die Vorlage problemlos durchkommen werde, «zumal die Massnahmen dieses Gegenentwurfs relativ sanft sind», wie er sagte. SVP-Vizepräsident Christophe Blaumann bleibt derweil skeptisch. «Ich vermute, dass sich nach diesem Sonntag nicht viel verändern wird.»

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