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Ein Dienst an der universalen Kirche

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Jedes Jahr werden die Schweizer Katholiken am ersten Adventssonntag aufgerufen, «ihre» Universität Freiburg zu unterstützen. Der diesjährige «Hochschulsonntag» ist am 30. November. Einer der Hauptgründe für die Unterstützung ist die Theologische Fakultät. François-Xavier Amherdt, Priester und Professor für Pastoraltheologie, Religionspädagogik und Homiletik, spricht über die Bedeutung der Arbeit der Freiburger Fakultät für die Schweizer Katholiken.

 

 Sie sagen, dass Sie sich an der Schnittstelle von ethischem und spirituellem Streben sehen. Was meinen Sie damit?

Nach meinen seelsorgerischen Tätigkeiten sehe ich das akademische Amt als Ort, an dem meine Erfahrungen zusammenkommen, die ich während dreissig Jahren als Priester gemacht habe. Ich kann mein priesterliches Amt in einem akademischen und zweisprachigen Kontext, im Spannungsfeld von ethischem und spirituellem Streben ausüben. Mein Lehrstuhl ist an der Schnittstelle zwischen der Welt der wissenschaftlichen Forschung und Lehre und der pastoralen Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts.

 

 Was bedeutet das konkret?

Mein Unterricht richtet sich mehrheitlich an künftige Seelsorgende – Priester, Diakone, Laien und Ordensleute aus allen Ländern. Dies setzt voraus, dass ich selber weiterhin konkret in das kirchliche Leben eingebunden bin, damit ich die Studierenden möglichst gut auf die künftigen Herausforderungen vorbereiten kann. Ein Diözesanpriester ist sozusagen ein Allrounder. Die praktische Theologie befindet sich gewissermassen am Knotenpunkt der anderen theologischen Fächer, die da sind die Bibelexegese, die Kirchengeschichte, die Dogmatik und die Moraltheologie. Es geht darum, eine aussagekräftige wissenschaftliche Reflexion über das Handeln der Kirche heute zu formulieren.

In Ihrem Unterricht spielt der Dienst an der Kirche also eine wesentliche Rolle?

Mein deutschsprachiger Amtskollege Salvatore Loiero und ich versuchen, die Ressourcen unserer Lehrstühle in den Dienst der Schweizer Diözesen zu stellen, insbesondere mit unserem neuen Zentrum für vergleichende Pastoraltheologie. Interdisziplinäres Zusammenarbeiten fördern die Bekanntheit der Theologischen Fakultät und der Uni. Ein Beispiel dafür ist das «Freiburger Forum Weltkirche», das wir im Oktober mit dem Institut für das Studium der Religionen und den interreligiösen Dialog organisieren.

 

 Spricht man über Theologie, schliesst man automatisch auch die Ökumene ein …

Freiburgs Position im Zentrum der Schweiz und die Zweisprachigkeit der Uni erleichtern unsere intensiven Kooperationen im Bereich der Ökumene. Ich selber habe bis heute mit den Kollegen der reformierten Fakultät in Neuenburg und den katholischen Fakultäten von Chur, Luzern und Lugano zusammengearbeitet sowie in der Arbeitsgruppe der Pastoraltheologen mitgewirkt.

 

 Die katholische Perspektive beschränkt sich aber nicht auf Freiburg und auch nicht auf die Schweiz …

Unsere Theologische Fakultät erweist der universalen Kirche mit Studierenden aus 46 Ländern einen grossen Dienst. Sie ermöglicht es Studierenden aus Indien, China, Afrika, Brasilien oder den USA, einen Master- oder einen Doktortitel zu erlangen. Meine Doktoranden stammen aus rund zehn Ländern. Diese Vielfalt von Kontexten und Problematiken ist eine Bereicherung.

Zahlen und Fakten

Der «Hochschulsonntag» für die Uni Freiburg

Am «Hochschulsonntag» geht die Kollekte aller katholischer Pfarreien der Schweiz an die Universität Freiburg. Das Geld muss für die Bedürfnisse der Universität ausgegeben werden. Anfänglich machte die Kollekte einen Drittel der Einnahmen der Uni aus. Heute stellt die Kollekte zwar nur einen kleinen Teil des Budgets dar, bleibt aber eine wichtige Stütze bei der Realisation von Projekten einer Uni, die neben einer hochstehenden Lehre auch eine ethische Reflexion bieten will. Dieses Jahr wurden die Einnahmen der Kollekte 2013–insgesamt kamen 318000 Franken zusammen–wie folgt verwendet: 200000 Franken gingen an das Kompetenzzentrum für Ethik und das Institut für Ethik und Menschenrechte. 30000 Franken wurden verschiedenen Forschungsprojekten sowie dem «Forum der Religionen» zugesprochen. 20000 Franken wurden für wissenschaftliche Publikationen der ethischen Reflexion sämtlicher Fakultäten verwendet. 10000 Franken gingen an das Departement für Pastoraltheologie der Theologischen Fakultät. 18000 Franken wurden für Stipendien an Studierende aus Schwellenländern verwendet. 20000 Franken wurden für die spirituelle Betreuung der Studierenden verwendet, 15000 Franken für die Organisation der Kollekte. 5000 Franken schliesslich waren für den «Ethik-Preis» bestimmt.fca

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