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Ein eigenes Modell der Personalführung

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Berlin, München, Bern und Brünisried. Gemeinsamkeiten teilen die ersten drei Städte viele – das Dorf aus dem Sense-Oberland fällt jedoch aus dem Raster. Ausser in der Rangliste des deutschen Magazins Focus-Business: Dort belegt das Unternehmen Fasel IT Services GmbH aus Brünisried den 49. Rang der besten 1000 mittelständischen Arbeitgeber aus der Schweiz, Österreich und Deutschland. Das Softwareunternehmen Liip mit Sitz in Freiburg ist auf dem fünften Platz (siehe Kasten).

Im Jahr 1994 startete Urban Fasel mit einem Einzelunternehmen, 1998 stellte er den ersten IT-Spezialisten ein. Heute, 20 Jahre später, arbeiten 20 Personen für das Unternehmen.

Schlichter Führungsstil

In Zusammenarbeit mit der Arbeitgeberbewertungsplattform «Kununu» ermittelte das Magazin Focus-Business die besten mittelständischen Unternehmen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland in puncto Arbeitsbedingungen. Freiwillig und anonym kann jeder Angestellte online eine Bewertung über seinen Arbeitgeber abgeben – so auch diejenigen des Brünisrieder Unternehmens. Doch was macht die Personalführung von Fasel so besonders? «Ich führe eigentlich nicht», sagt der Geschäftsführer. Vielmehr setze er auf Kommunikation, Wertschätzung und Mitbestimmung. Er habe hoch qualifizierte Spezialisten in seinem Team, die autonom ihre Arbeit machen. Zudem sei für ihn die Kontrolle über sein Personal schwierig, da alle Angestellten vor Ort bei verschiedenen Kunden arbeiten. «Die Auftraggeber melden sich für ein IT-Projekt bei mir. Zusammen mit dem Kunden erarbeiten unsere Spezialisten und Projektleiter eine Lösung und realisieren sie vor Ort.» Angst vor einem Kontrollverlust habe er dabei nicht. «Meine Angestellten wollen, dass der Kunde zufrieden ist, und liefern gute Arbeit ab.»

Sein Personal schätze die immer wieder neuen Herausforderungen, die flexible Einteilung der Arbeitszeiten und die autonome Tätigkeit. Zusätzlich biete er überdurchschnittliche Sozialleistungen an und ein fortschrittliches Lohnmodell. Allerdings hat die Medaille auch eine Kehrseite: Weil seine Angestellten bei den Kunden arbeiten, komme es gelegentlich zu Abwanderungen. «Sie arbeiten beispielsweise bei einem Grossunternehmen, das ihnen eine Vollzeitstelle anbietet. Sie nehmen diese wohl an, weil sie sich dort sicherer fühlen. Dieses Risiko muss ich eingehen.»

Persönliche Gespräche

Ein richtiges Büroteam bildet das IT-Unternehmen nicht. Sie haben die Freiheit, zu Hause oder auch unterwegs zu arbeiten. Damit die Angestellten dennoch bei Bedarf einen offiziellen Arbeitsort nutzen können, bietet ihnen Fasel in Bern zusätzlich Räume in einer Bürogemeinschaft an – sogenannte Coworking-Spaces. Er selbst sei dort selten anzutreffen. Er sei viel unterwegs und treffe sich mit Kunden, um neue Aufträge zu besprechen und Projekte zu lancieren. «Nur für die Teambesprechungen bin ich vor Ort.» Der Unternehmer setzt mehr auf Einzelgespräche – regelmässig trifft er sich einzeln mit den Angestellten, um sich mit ihnen auszutauschen.

Damit der Teamgeist aber nicht auf der Strecke bleibt, organisiert er mehrmals pro Jahr diverse Teamevents, wie beispielsweise einen Besuch beim Davis Cup oder ein Motivationsfrühstück.

Auf Weiterbildung setzen

Ungefähr zwei Prozent des Umsatzes investiert Urban Fasel in die Aus- und Weiterbildung seiner Fachspezialisten. Neben den Kursen, welche die Angestellten einzeln besuchen, findet alle zwei Jahre eine firmeninterne Weiterbildung statt. Während drei bis vier Tagen reist Fasel mit seinem Personal in ein Hotel. Zusammen absolvieren sie dort eine Weiterbildung, die sie mit einem Zertifikat abschliessen. «Die Themen der Kurse sind unterschiedlich. Es ist aber wichtig, dass es meine Mitarbeiter weiterbringt.»

Er erhofft sich durch die Auszeichnung von Focus-Business einfacher neue Fachkräfte akquirieren zu können. Da sein Standort Brünisried sei, könne dies schon Fragen bei Stellensuchenden aufwerfen. «Sollten sie aber das Logo sehen, dass ich als Top-Arbeitgeber Mittelstand 2018 ausgezeichnet wurde, denken sie sich vielleicht eher, dass der Arbeitgeber ihren Anforderungen entspricht.»

Top 5

Ist der Mitarbeiter König, ist der Kunde zufrieden

Das IT-Unternehmen Liip mit Sitz in Freiburg besetzt laut dem Magazin Focus-Business Rang fünf der 1000 besten Arbeitgeber der mittelständischen Unternehmen. Dies zeige Liip, dass es auf dem richtigen Weg sei, die Anliegen der Mitarbeitenden an erste Stelle zu setzen, sagt Gerhard Andrey auf Anfrage. Nach klassischem Verständnis komme das Profitorientierte zuerst und danach die Mitarbeitenden, so der Partner und Mitgründer von Liip. «Ökonomisch bewährt sich diese Umkehr der Prioritäten. Wenn die Angestellten sich wohlfühlen, liefern sie automatisch gute Arbeit ab, und der Kunde ist zufrieden. Gesunde Finanzen sind die Konsequenz daraus.» Da die Bewertung der Unternehmen über ein Onlineportal gelaufen sei, habe es das Ergebnis ein wenig verzerrt. «Es sind viele IT-Betriebe in den ersten 50 Rängen.» Trotzdem sei das Zertifikat bedeutsam: In der IT-Branche herrsche zurzeit ein grosser Kampf um die besten Talente. Die Auszeichnung unterstütze Liip im Prozess, hoch qualifizierte Spezialisten zu gewinnen.

jp

«Mein Personal führe ich eigentlich nicht. Meine Angestellten sind hoch qualifiziert und autonom in ihrer Arbeit.»

Urban Fasel

Geschäftsführer Fasel IT Services

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