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Ein Einblick in die Spätantike

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Erstmals wurde die komplette lateinische Bibel des Kirchenvaters Hieronymus, die sogenannte «Vulgata», auf Deutsch übersetzt. Kürzlich wurde das 5000-seitige Werk an der Theologischen Hochschule Chur der Öffentlichkeit vorgestellt, teilte der Vulgata-Verein mit.

Von Hieronymus erstellt

Die «Vulgata» bedeutet lateinisch «die Volkstümliche». Sie ist die seit der Spätantike am weitesten verbreitete lateinische Übersetzung der Bibel, heisst es auf der Website der Hochschule. Sie sei um 380 bis 400 nach Christus zum grössten Teil von Hieronymus erstellt und revidiert worden.

Die Vulgata weiche in entscheidenden Teilen von den Originalbibeltexten ab. Aus diesem Grund biete sie einen wichtigen Einblick in die christliche Theologie der Spätantike und des Mittelalters. Zu dieser Zeit sei die Vulgata – vor der Neuübersetzung durch den Reformator Martin Luther – als eine Hauptquelle benutzt worden.

Sieben Jahre, 40 Übersetzer

Nun liegt laut den Initianten erstmals eine zweisprachige Ausgabe der kompletten Vulgata mit deutscher Übersetzung vor. 40 Übersetzerinnen und Übersetzer haben während sieben Jahren daran mitgearbeitet. Entstanden ist laut Mitteilung ein fünfbändiges Werk von über 5000 Seiten.

Mit der Neu-Übersetzung soll eine Lücke in Forschung und Exegese geschlossen und der Zugang zu den antiken Texten des Hieronymus erleichtert werden, hiess es in einer Mitteilung des Vereins. Das Projekt sei keiner theologischen Richtung verpflichtet, sondern wolle die historische Vulgata einem grösseren Publikum zugänglich machen. Die Übersetzung soll ein Standardwerk für klassische Philologen wie für Theologen darstellen. Angesprochen werden sollen ausserdem Bibliotheken und theologische Institutionen sowie Einzelkäufer mit theologischem, altphilologischem oder kulturgeschichtlichem Interesse.

Mit der Übersetzung der lateinischen Vulgata sei nun aus­ser­dem ein Zugang zum Studium der Bibeltexte in allen drei antiken Sprachen – Lateinisch, Altgriechisch, Althebräisch – geschaffen worden. Das gebe auch Einblick in die Übersetzertätigkeit von Hieronymus.

Die Übersetzung erscheint im De-Gruyter-Verlag Berlin und wird von Michael Fieger, Andreas Beriger und Widu-Wolfgang Ehlers herausgegeben.

kath.ch

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