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Ein Energiebündel

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Kommt, noch ein bisschen, nicht aufhören! Es macht nichts, wenns brennt!» – Seit 50 Minuten schwitzen rund 20 Männer und Frauen im Boxclub im Düdinger Gewerbezentrum: Intervallboxen am Sack gespickt mit Liegestützen, Squats und Stabilisa­tions­übungen, zum Abschluss Bauch- und Rückenmuskeltraining auf der Bodenmatte. Während des intensiven, ein­stündigen Boxfit-Trainings schallen immer wieder die ­antreibenden Rufe der Leiterin Ursula Hayoz durch den Raum. Mit Wirkung: Den Sportlerinnen und Sportlern tropft der Schweiss vom ganzen Körper, das Stöhnen und die verzerrten Gesichter zeugen davon, dass alle an ihre Grenzen kommen.

Abwechslung zum Büro

«Es ist schön, wenn ich aus den Leuten das Letzte herauskitzeln kann», sagt Ursula ­Hayoz im Gespräch mit den FN. Es sei eine grosse Befriedigung, wenn sie nach dem Training höre, dass es den Teilnehmern Spass gemacht habe und sie ein gutes Körpergefühl hätten. Ihr selbst biete das Leiten des Boxfits eine willkommene Abwechslung zu ihrer Arbeit im Hintergrund in einem Treuhandbüro.

Die Trainings führt Hayoz mit Disziplin: Zu-spät-Kommen wird mit Liegestützen bestraft, Gerede duldet sie nicht. «Ich mag das einfach nicht, weil es schnell ablenkt.» Wegen ihrer Härte, der unermüdlichen Ausdauer und des stählernen Körpers hat Hayoz in der Garde­robe den Ruf einer «Maschine». Darauf angesprochen lacht die 41-Jährige. «So direkt sagt mir das natürlich niemand». Es stimme aber, dass sie mit sich selbst ebenso streng sei wie mit ihren Schützlingen. «Ich kann ohne Probleme an einem Sonntag alleine in den Boxclub kommen und mich während eineinhalb Stunden auskotzen.»

Vom Sprint zur Ausdauer

Ursula Hayoz ist im Weiler Jetschwil in Düdingen mit drei älteren Brüdern aufgewachsen. Als Kind und Jugendliche trieb sie Leichtathletik, ihre Lieblingsdisziplin war der Sprint. «Damals sagte mir der Ausdauersport gar nichts: ‹Ja nicht mehr als 100 Meter› war meine Devise.» Sie sei eine mittelmässige Leichtathletin gewesen, sagt sie. Die Trainings habe sie geliebt, an den Wettkämpfen sei sie aber immer viel zu nervös gewesen, um die Leistung abrufen zu können.

Nach der Leichtathletik fand sie zum Rennrad, auch dies eine unerwartete Entwicklung: «Als Kind habe ich immer Ausreden gesucht, um nicht mit dem Velo zur Schule fahren zu müssen.» Heute ist das Rennrad aber ihr wichtigstes Hobby: Bis zu 10 000 Kilometer legt sie von Frühling bis Herbst zurück, meist alleine und von ihrem jetzigen Wohnort Tafers aus.

Zum Boxfit fand sie über ihren Bruder Ivo. Gemeinsam besuchten sie Boxfit-Trainings in Bern, bis er dann 2005 den Boxclub Düdingen gründete. Die Trainings stiessen auf Interesse, und so begann auch Ursula Hayoz zu leiten. «Eines abends hiess es von Ivo einfach: ‹Jetzt mach mal›», sagt sie lachend. Seit 2010 teilen sie sich die Club- und Trainingsleitung auf. Hayoz sieht die Sportart als ideale Ergänzung zum Radfahren und zum sitzenden Büro­beruf. «Mir gefällt, dass ich beim Boxfit alles mit meinem Körpergewicht mache.»

Ferien ohne Training

Die Trainings sind rege besucht: Der Boxclub bietet an vier Tagen fünf Boxfit-Trainings an, hinzu kommen klassische Boxtrainings, ein Schülerboxen sowie Mannschaftstrainings. Für Ursula Hayoz ist der Aufwand zu bewältigen, weil sie 80 Prozent arbeitet und im Sommer das Pensum auf 70 Prozent reduzieren kann, um auch genügend Zeit fürs Radfahren zu haben. «Wir haben nie gedacht, dass der Boxclub ein solches Ausmass annimmt. Jetzt erlaubt mir dieser Nebenerwerb jedoch, mehr Zeit in den Sport zu investieren.»

Arbeit, Rennrad, Boxen: Bleibt da überhaupt noch Zeit für etwas anderes? «Meinen Lebenspartner sehe ich schon auch regelmässig», sagt Ursula Hayoz schmunzelnd. Auch habe sie gerne gesellige Abende mit Freunden und einem Glas Wein.

Und wird sie auch einmal müde? «Ich brauche wenig Schlaf», antworte sie. In den Ferien verzichte sie zudem ganz aufs Training. Aber im Alltag? «Nein, da lasse ich schon gerne Dampf ab.»

FN-Serie

Eine Stafette mit Porträts

In einer losen Serie stellen die «Freiburger Nachrichten» verschiedenste Menschen aus ihrem Einzugsgebiet vor.

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