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«Ein enormer Schritt vorwärts»

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Ein Durchbruch: An einer Sitzung am Montag hat Syndique Roxanne Meyer-Keller den Vertretern der drei Sommerfestivals frohe Kunde überbracht. Der Gemeinderat von Avenches schlägt dem Gemeindeparlament vor, 200 000 Franken pro Jahr in die Infrastruktur zu investieren. «Wir sind bereit, die Kosten für den Aufbau und die Demontage der Sitze zu übernehmen», konkretisiert Meyer auf Anfrage.

Damit reagiert die Gemeinde auf den Hilferuf der Avenches Opéra (die FN berichteten), so Meyer weiter. «Diese Lösung erlaubt es uns, eine substanzielle Unterstützung zu gewähren und dabei alle gleich zu behandeln.» Die Gemeinde fordert die Organisatoren im Gegenzug zur intensiveren Zusammenarbeit auf. «Es gibt in verschiedenen Bereichen Synergien, zum Beispiel im Marketing, die sie ausnützen könnten.» Die Veranstalter blieben dabei unabhängig. Ausserdem plant die Gemeinde im April einen runden Tisch aller Beteiligten aus Kultur, Gewerbe und Tourismus. Dieser soll Wege finden, wie die Festivals in Zukunft stärker eingebunden werden könnten.

Der Vorschlag des Gemeinderates reiht sich ein in eine Serie von Massnahmen zugunsten der Sommerfestivals. Konkret hatte die Gemeinde 2015 der Opéra für eine halbe Million Franken die Sitze abgekauft, die in der Arena installiert werden, und in eine Infrastrukturgesellschaft ausgelagert. Diese vermietete die Plätze dann an die Organisatoren zurück. Die Veranstalter bezahlten jedes Jahr anteilig die Montagekosten für die Sitze von 200 000 Franken. «Deshalb ist es für alle sicher eine Erleichterung», so Meyer.

«Der Vorschlag ist gut»

Diese Einschätzung bestätigt Leo Obertüfer, Präsident des Stiftungsrats der Oper. «Der Vorschlag ist gut, sehr gut.» Richtig freuen könne er sich zwar erst, wenn auch das Gemeindeparlament Ja zum Vorschlag sagt, aber: «Es würde uns entgegenkommen.» Allerdings werde die Oper weiterhin nach zusätzlichen Geldquellen Ausschau halten müssen, um das Überleben des Anlasses langfristig sichern zu können. Zur Erinnerung: Das letztjährige Defizit der Oper betrug rund 465 000 Franken.

«Es ist ein enormer Schritt vorwärts», freut sich Michel Doleires. Er, der das Avenches Tattoo verantwortet und davor während zwei Jahrzehnten Tourismusdirektor war, sagt: «Die Gemeinde würde damit eine wesentliche Unterstützung für den Festivalstandort Avenches leisten.» Seine Organisation würde pro Jahr rund 60 000 Franken an Kosten einsparen. Diese Aussicht habe auch einen praktischen Nutzen. Stehe er doch in Verhandlungen mit einer 75-köpfigen Gruppe aus den USA, die er sich dann eher leisten könnte. «So könnten wir das Risiko besser kalkulieren und absichern. Deshalb ist das für uns eine grandiose Nachricht.»

Auch Charlotte Carrell vom Rock Oz’Arènes ist zufrieden. «Es war uns ein Anliegen, dass alle drei gleichermassen profitieren und niemand zu kurz kommt», sagt sie, und genau das sei mit dem Vorschlag des Gemeinderates gewährleistet.

«Die Gemeinde würde damit eine wesentliche Unterstützung für den Festivalstandort Avenches leisten.»

Michel Doleires

Direktor Avenches Tattoo

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