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Ein erster Schritt ist gemacht

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2900 Zuschauer wurden am Samstag in der ausverkauften Halle im St. Leonhard Zeugen einer echten Playoff-Partie. Die beiden Finalisten schenkten sich insbesondere in der ersten Halbzeit (34:32) nichts und lieferten sich einen intensiven Kampf. Entscheidend für den Freiburger Auftaktsieg waren die ersten Minuten des dritten Viertels, als den Gästen kaum Punkte zugestanden wurden und als wenig später die Dreier von Roberto Kovac und Derek Wright zum 52:38 folgten. Diese Hypothek war für die Neuenburger zu gross. Dank dem wichtigen Startsieg legte Olympic in der Best-of-7-Serie vor. Bereits heute Dienstag (19.30 Uhr) kommt es abermals im St. Leonhard zu Spiel zwei in diesem Final, der noch einiges an Dramatik und Spektakel bieten dürfte.

Unerwartete Reboundstatistik

«Ich bedauere unser Einstellungsdefizit nach der Pause sehr», haderte Neuenburg-Trainer Manu Schmitt nach der Niederlage seiner Equipe. Gemeint war damit die mangelnde Aggressivität seiner Spieler bei der Verteidigungsarbeit. «Wenn du etwa gegen einen Kovac mit den Händen unten verteidigst, dann lässt dieser sich eben nicht zweimal bitten.» Vier von fünf Dreierversuchen verwertete der Freiburger Scharfschütze und stand damit exemplarisch für sein Team, das aus der Distanz die starke Trefferquote von 48 Prozent verzeichnete. Zweiter Kritikpunkt des Union-Trainers waren die 15 Offensiv-Rebounds der Gastgeber: «18 Punkte konnte Olympic so im zweiten Anlauf erzielen. Das darf nicht sein.» Tatsächlich erstaunte, dass Freiburg die Reboundstatistik mit 42:34 für sich entscheiden konnte – ein Sektor, bei dem die Vorteile eigentlich den Neuenburgern zugeordnet werden. Am Samstag indes waren Olympics Andre Williamson und Slobodan Miljanic die besten Akteure in dieser Disziplin. Dass Neuenburgs stärkster Rebounder Babacar Touré aufgrund einer Knöchelverletzung handicapiert war, erklärt diesen Umstand alleine nicht. Wichtig war zudem, dass es Olympic nach der Pause gelang, den omnipräsenten James Mathis unter Kontrolle zu kriegen. Gelang dies Williamson zunächst nur halbwegs, steigerte er sich in der zweiten Halbzeit und erhielt dabei wertvolle Unterstützung von Westher Molteni. «Mit seiner Erfahrung und seinen Qualitäten hat er die Fähigkeiten dazu», hatte Olympic-Trainer Petar Aleksic für den eingewechselten Tessiner ein Sonderlob übrig, nachdem sie sich während dem Match auf der Bank nach taktischen Unstimmigkeiten noch ein heftiges Wortgefecht geliefert hatten.

Neuenburgs Ausfälle

Ein interessierter Beobachter auf der Tribüne war am Samstag auch Damien Leyrolles. Der Franzose, der von 2005 bis 2013 Trainer gewesen war und noch immer in der Region wohnhaft ist, ortete in der Freiburger Defensive die Differenz zwischen den beiden Teams. «Sobald Olympic hart und aggressiv verteidigt, bekommt Neuenburg Probleme.» So geschehen ab der 20. Minute. Damit gar nicht zurecht kamen speziell Brian Savoy und Florian Steinmann, die es zusammen auf nur fünf Zähler brachten. «Bei Neuenburg sah man nur die Ausländer. Das reicht gegen ein Freiburg nicht. Will Union siegen, braucht es bessere Leistungen von Savoy und Steinmann», analysierte Leyrolles deshalb. Dem mochte einer der beiden Angesprochenen, der gebürtige Freiburger und Ex-Olympic-Spieler Savoy, nicht widersprechen. «Ich und Steinmann waren heute einfach nur schlecht, was aber auch ein Verdienst von Freiburg war.»

Demoralisieren lässt sich Savoy von dieser Auftaktniederlage aber nicht. «Ich war von der Spielweise Olympics nicht überrascht. Es hat so gespielt wie die ganze Saison schon. Ich bin überzeugt, dass es eine lange Serie geben wird. Die Partie vom Dienstag wird noch ausgeglichener werden.» Auch sein Trainer Schmitt beunruhigte der 0:1-Rückstand in der Serie wenig. «Wir haben nicht schlecht gespielt, aber dennoch nicht gut genug, um in Freiburg siegen zu können. Am Dienstag haben wir unsere zweite Chance. Dann dürfen wir Olympic aber nicht mehr einfache Körbe zugestehen.»

Duell auf Augenhöhe

Im Lager der Freiburger weiss man derweil um die Qualitäten der Neuenburger und ist bereit für eine vehemente Reaktion. «Sie werden am Dienstag noch stärker zurückkommen. Neuenburg hat einen cleveren Coach, der die nötigen taktischen Anpassungen vornehmen wird», blickte der Amerikaner Williamson voraus. Ins gleiche Horn stiess Aleksic: «Mein Kollege Schmitt hat Charakter, wie seine Spieler auch. Wir müssen mit der genau gleichen Einstellung in den zweiten Match hineingehen.»

Ex-Trainer Leyrolles misst dem neuerlichen Heimvorteil der Freiburger eine grosse Bedeutung zu. «Ausserdem hat Olympic nun einen kleinen psychologischen Vorteil. Aber das Spiel hat gezeigt, dass es ein Duell auf Augenhöhe ist. Olympic muss aufpassen und darf sich kein Nachlassen erlauben.» Keine Frage, die Finalserie ist lanciert, und der Weg ist für die Freiburger noch lang, wollen sie den ersten Meistertitel seit 2008 an die Saane holen.

Telegramm

Olympic – Neuenburg 78:65 (34:32)

St. Leonhard.–2900 Zuschauer.–SR: Michaelides/Novakivic/Wirz.

Freiburg Olympic:Williamson (14 Punkte), Kazadi (1), Smiljanic (11), Wright Jr (19), Cotture (5), Molteni (8), Kovac (16), Fongué (3), Jurkovitz (1).

Union Neuenburg:Savoy (3), Mathis (21), Brown (17), Steinmann (2), Touré (13), Gaillard (2), Miavivululu (0), Schnittenhelm (7).

Bemerkungen:Teilresultate: 19:17, 15:15, 21:15, 23:18.

Stand Serie (best of 7):1:0.–Nächstes Spiel: heute 19.30 (St. Leonhard).

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