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Ein erstes Ausrufezeichen der Bulls

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Mit einem Sieg in die Saison zu starten ist immer gut für die Moral – erst recht, wenn er unter solchen Bedingungen zustande kommt wie am Samstag bei den Düdingen Bulls: So gelang ihnen das 3:1 gegen niemand Geringeren als den letztjährigen Vizemeister Huttwil. Der Erfolg kam trotz verletzungsbedingter Absenz von fünf wichtigen Teamstützen zustande und war nie ernsthaft gefährdet. Zudem unterstützten stolze 428 Zuschauer trotz sommerlicher Temperaturen ihr Team bei seinem ersten Heimauftritt. All dies lässt für den weiteren Saisonverlauf in der Swiss Regio League einiges erhoffen. «Es war ein guter Start, auf dem sich aufbauen lässt», freute sich Thomas Zwahlen nach dem Spiel. Ein «Aber» schickte der Trainer dennoch gleich hinterher. «Da sind aber durchaus einige Punkte, die wir verbessern müssen. Das Powerplay war schlicht eine Katastrophe.»

Haarsträubende Fehlzuspiele

Weshalb Zwahlen keine Freude am Überzahlspiel seiner Mannschaft haben konnte, wurde bereits in der 4. Spielminute ein erstes Mal ersichtlich. Nach einem Crosscheck von Janik Lanz konnte Düdingen mit einem Mann mehr agieren, doch anstatt etwas aus dieser Situation herauszuholen, kassierten die Sensler nach 39  Sekunden einen Gegentreffer. Am Ursprung des Shorthanders lag ein katastrophaler Pass in der Offensivzone, den Huttwils Sandro Hain abfing. Er lancierte über rechts Yannick Lerch, der an der blauen Linie im Fallen den Puck aufs Tor schlenzte und zwischen den Beinen eines Düdinger Verteidigers hindurch David Fragnoli zum 0:1 bezwang.

Für den Goalie, der erst am Freitag mittels einer B-Lizenz vom HC Uni Neuenburg zu den Bulls gestossen war und bis auf weiteres den verletzten Fabian Zaugg ersetzen wird, ein klassischer Fehlstart, auch wenn er beim abgelenkten Schuss nicht viel ausrichten konnte. Von dem Rückschlag liess sich der 25-Jährige aber nicht aus der Ruhe bringen. Er war während der ganzen Begegnung ein starker und sicherer Rückhalt, der kaum Abpraller zuliess und einige Male grandios rettete.

Starker Fragnoli

Rettungsaktionen musste Fragnoli im ersten Drittel, in dem beide Teams noch ihre spielerische Linie suchten, einige zeigen. Düdingen brachte insgesamt zwar die zusammenhängenderen Aktionen aufs Eis, doch es leistete sich im eigenen Drittel immer wieder haarsträubende Puck­ver­lus­te und offerierte Huttwil so gute Torchancen. «Keine Ahnung, was zuweilen in die Jungs gefahren ist», ärgerte sich Thomas Zwahlen sichtlich. «Die Spieler müssten nur das umsetzen, was wir im Training üben, anstatt irgendetwas ausprobieren zu wollen. Dann würden diese Fehler nicht passieren. Das müssen wir sofort abstellen.»

Trotz den gelegentlichen Aussetzern reichte es den Bulls am Ende doch zum Sieg. Dies auch deshalb, weil sie auf den frühen 0:1-Rückstand schnell reagieren konnten. Philipp Fontana luchste in der 9. Spielminute an der eigenen blauen Linie seinem Gegenspieler den Puck ab, zog auf der linken Seite davon und passte in die Mitte vors Tor, wo der mitgelaufene Mathieu Dousse den mustergültigen Konter präzise vollendete. Kurz darauf mussten die Einheimischen während mehr als einer Minute in doppelter Unterzahl agieren. Doch ihr Boxplay funktionierte nicht nur in dieser Phase bestens.

Düdingen gewinnt Überhand

Je länger die Partie dauerte, desto mehr bekamen die Düdinger das Geschehen in den Griff – wenn sie sich nicht gerade eines ihrer krassen Fehlzuspiele leisteten. Zuweilen mangelte es zwar noch an der Präzision, das 2:1 durch Marco Baeriswyl, der einen Schuss von Michel Zwahlen vor dem Tor ablenkte, war dennoch verdient (35.). Und wenig später hätte Neuzugang Antoine Maillard die Führung gar ausbauen können, sein Schuss landete jedoch nur am Pfosten (37.). So ging es mit einer (zu) knappen Führung in die zweite Pause.

Im letzten Drittel suchte Düdingen von Anfang an die Entscheidung. Huttwils Goalie Lukas Gasser musste bereits wenige Sekunden nach Wiederbeginn einen Abschluss von Remo Schlapbach in extremis entschärfen. Kurz darauf fiel das 3:1 doch – es war ein Gemeinschaftswerk der drei Neuverpflichtungen Pascal Kohler, Schlapbach und Maillard (41.). Letzterer bewies dabei mit einem sehenswerten Schlenzer aus spitzem Winkel unter die Latte seine Treffsicherheit.

«Seht her!»

Ein Aufbäumen von Huttwil war nur kurz erkennbar. Die Berner spielten zu wenig zwingend, ja fast schon harmlos, um die Partie noch drehen zu können. Und weil auch Düdingen im Powerplay weiterhin wenig überzeugte und in sieben Überzahlsituationen keinen Treffer zustande brachte, bleib es beim 3:1. Mit ihrem Erfolg gegen den letztjährigen Vizemeister schickten die Bulls ein deutliches Warnzeichen an die Konkurrenz aus: «Seht her, wir sind nicht so schwach, wie ihr uns alle eingeschätzt habt!»

Bevor es die Düdinger am nächsten Samstag in der Meisterschaft mit dem letztjährigen Angstgegner Thun zu tun bekommen, wartet auf sie morgen Dienstag der erste Höhepunkt der Saison: der Sechzehntelfinal des Schweizer Cups gegen La Chaux-de-Fonds (19.30  Uhr, Eishalle SenseSee). Auch wenn die Bulls nach ihrem samstäglichen Sieg gegen Huttwil mit viel Selbstvertrauen zum Cup-Duell antreten, so gelten sie gegen das Spitzenteam aus der Swiss League als klarer Aussenseiter. «Wir werden aber alles geben, um unsere Haut so teuer wie möglich zu verkaufen», verspricht Trainer Zwahlen.

Telegramm

Düdingen – Huttwil 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)

Eishalle SenseSee. – 428 Zuschauer. – SR: Truffer (Jean-Mairet/Stalder). Tore: 4. Lerch (Hain; 4 gegen 5!) 0:1. 9. Dousse (Fontana, Stettler) 1:1. 35. Baeriswyl (Zwahlen, Stettler) 2:1. 42. Maillard (Schlapbach, Kohler) 3:1. Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Düdingen, 7-mal 2 Minuten gegen Huttwil.

HC Düdingen Bulls: Fragnoli; Zwahlen, Hayoz; Bulliard, Blanchard; Thom, Tschanz; Dousse, Fontana, Braichet; Spicher, Baeriswyl, Perdrizat; Schmid, Schlapbach, Maillard; Stettler, Hasler, Chassot; Bussard, Kohler.

Hockey Huttwil: Gasser; Minder, Oberli; Mosimann, Felder; M. Schütz, Matter; Seematter, Wüthrich; Nägeli, Hain, Lerch; Gurtner, Lanz, Kovac; Steiner, R. Schütz, M. Meyer; Born, Blaser, P. Meyer.

Bemerkungen: Düdingen ohne Zaugg, Roggo, Nussbaumer, Knutti und Kessler (alle verletzt).

Swiss Regio League. 1. Runde. Resultate: Seewen – Star Forward 5:6. Dübendorf – Chur 4:1. Basel – Wiki-Münsingen 4:0. Wallis Chablais – Sierre 4:6. Thun – Bülach 2:4.

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