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Ein erstes Ausrufezeichen der Power Cats

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Die Statistik zeigte es gestern Abend eindrücklich: 19 Blockpunkte hatte Düdingen im Verlauf der Partie gemacht, auf der Seite von Neuen- burg standen nur deren vier. «19 Blockpunkte, das ist Weltklasse», freute sich Düdingens Trainer Dario Bettello nach dem Spiel. «Das war ausschlaggebend, dass wir am Ende gewonnen haben. Es war noch nicht alles super bei uns, aber das darf man zu diesem Zeitpunkt der Meisterschaft auch noch nicht erwarten. Wir hatten einige sehr gute Phasen. Und was mich besonders gefreut hat: Unsere jungen Schweizerinnen Samira Sulser und Sarina Brunner wussten ihre Einsatzzeit zu nutzen und lieferten starke Leistungen ab.»

Ambitioniertes Neuenburg

Dass die Power Cats ihren ersten Saisonsieg gegen Neuenburg UC feiern konnten, lässt für den weiteren Saisonverlauf einiges erhoffen. Denn NUC will im Jahr eins der Post-Volero-Ära vom Rückzug des Zürcher Serienmeisters profitieren und den Schweizer Meistertitel gewinnen. NUC hat Anfang Saison als einziges Team der Liga offen kommuniziert, dass es die Meisterkrone holen will. Mit den drei Amerikanerinnen Kyra Holt, Tia Scambray und Martenne Bettendorf hat sich Neuenburg gezielt verstärkt, zudem stehen sieben aktuelle oder ehemalige Schweizer Nationalspielerinnen im Kader. Und auch auf der Trainerposition gab es einen Wechsel: Neu wird das Team von Lauren Bertolacci gecoacht. Die Australierin hatte in den letzten Jahren als Trainerin der Männer-Mannschaft von Luzern für Aufsehen gesorgt, 2015 war sie mit den Innerschweizern in die NLA aufgestiegen.

Neben den vielen Zuzügen hatte Neuenburg im Sommer mit der amerikanischen Passeuse Morgan Bergen allerdings auch seine beste Spielerin verloren. Den Abgang kompensieren sollen Neuzuzug Sarah Trösch und die Freiburgerin Méline Pierret, die Bertolacci abwechselnd einsetzt. Nachdem zuletzt Pierret im Einsatz gestanden hatte, war gestern ihre Nationalteamkollegin Trösch an der Reihe. Das Duell gegen ihr Gegenüber Kristel Marbach verlor die Neuenburger Zuspielerin aber klar.

Stark im Block

Zu Beginn der Partie wirkten beide Teams nervös, und es dauerte bis zur Satzmitte, ehe richtige Ballwechsel zu sehen waren. Nach und nach gelang es Düdingen, auf 20:16 davonzuziehen. Dabei hinterliessen die Power Cats vor allem beim Block einen starken Eindruck. Immer wieder war es Kerley Becker – mit 32  Jahren die älteste Spielerin der Liga –, die sich dem gegnerischen Angriff in den Weg stellte. NUCs Trainerin Bertolacci reagierte, brachte mit Julie Lengweiler und Xenia Staffelbach zwei neue Kräfte und schaffte prompt den Ausgleich zum 22:22. Nachdem beide Teams einen Satzball nicht verwerten konnten, war es Brianna Bea­mish, die mit zwei starken Services den Power Cats den 28:26-Satzgewinn sicherte.

Überhaupt hinterliess die neuverpflichtete Kanadierin einen guten Eindruck. Am Sonntag beim Saisonauftakt in Aesch hatte Beamish noch keine grossen Stricke zerreissen können. Angesichts der Tatsache, dass sie erst fünf Tage vorher erstmals mit ihrem Team trainiert hatte, vermochte dies wenig zu überraschen. Auch gestern klappte die Abstimmung mit den Teamkolleginnen noch nicht immer, aber die 25-Jährige zeigte dennoch, dass die Fans in Zukunft noch einige Freude an ihr haben dürften. Nicht nur bei den beiden entscheidenden Services im ersten Satz brachte sie zum Ausdruck, dass sie eine gute Aufschlägerin ist. Im Angriff spielte sie variantenreich, wenn auch noch mit etwas fehlender Durchschlagskraft, und in der Annahme hatte Beamish einige gute Momente – allerdings auch andere.

Probleme in der Annahme

Damit war die Kanadierin gestern jedoch nicht alleine. Bei der Reception – letzte Saison ihre grosse Stärke – leisteten sich die Power Cats ungewohnt viele Schnitzer. Dass es im zweiten Satz dennoch zum 25:23-Erfolg reichte, war zu einem sehr grossen Teil das Verdienst von Danielle Harbin, die den Neuenburgerinnen ein ums andere Mal den Ball um die Ohren haute.

Wie in den beiden Durchgängen davor erarbeitete sich Düdingen auch im dritten Satz eine 20:16-Führung. Dabei konnten auch Sarina Brunner und Samira Sulser ihre ersten Punkte für ihr neues Team verbuchen. Doch diesmal brachten die Power Cats den Vorsprung nicht über die Distanz (25:27), obwohl ihnen NUC in der Money-Time mit zwei direkten Servicefehlern Punkte schenkte. So mussten die Power Cats den Umweg über den vierten Satz nehmen. «Anders als in den vorherigen Sätzen haben wir die wichtigen Punkte nicht gemacht», bedauerte Bettello nach dem Spiel. «Es waren kleine Dinge, die den Unterschied machten.»

Gute Reaktion

Im vierten Satz liess Düdingen aber nichts mehr anbrennen. Samira Sulser brachte die Power Cats mit einer schönen Serviceserie in Führung, und diese gaben sie danach nicht mehr her. Auch ohne die verletzt ausgeschiedene Becker hatten die Einheimischen den Gegner im Griff. Den Matchpunkt zum 25:13 machte Düdingen – wie könnte es anders sein – mit einem Block.

Telegramm

Düdingen – Neuenburg 3:1 (28:26, 25:23, 25:27, 25:13)

Sporthalle Leimacker. – 417 Zuschauer. – SR: Wolf/Sirucek.

TS Volley Düdingen: Beamish, Becker, Harbin, Granvorka, Deprati (Libera), Marbach, Moffett; Sulser, Brunner, Portmann, Kressler.

Neuenburg UC: Holt, Halter, Bettendorf, Scambray, Dalliard (Libera), Trösch, Girard; Lengweiler, Staffelbach, Suriano, Pierret,

Bemerkungen: Düdingen ohne Marx, Rottaris und Widmer (alle verletzt). – Wahl zu den besten Spielerinnen: Harbin und Bolt.

Rangliste: 1. Aesch-Pfeffingen 1/3 (3:0). 2. Neuenburg UC 2/3 (4:4). 3. Düdingen 2/3 (3:4). 4. Volley Lugano 1/2 (3:2). 5. Franches-Montagnes 1/1 (2:3). 6. Genf Volley 1/0 (1:3). – Noch ohne Spiel: Cheseaux und Kanti Schaffhausen.

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