Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Ein Familienaufbruch zu neuen Ufern

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Eigentlich würden sich Werner, Aneta und Amanda im Moment auf den Weltmeeren tummeln, wäre nicht ein süsser und sehr willkommener Grund dazwischen gekommen: Leo Mao heisst er, ist gerade mal 12 Wochen alt und hat schon einige See- und Flugmeilen auf dem Konto. «Die lange Reise hat er problemlos verdaut», freut sich seine Mutter Aneta Dukova. Sie sitzt im Garten ihres Elternhauses in Gurmels. Hier hat sich die junge Familie für die nächsten Wochen einquartiert. «Wir haben uns spontan entschieden, die Babypause nicht wie vorgesehen auf Gran Canaria, sondern in der Schweiz zu machen», erklärt Dukova. Eine Möglichkeit, um Eltern, Verwandte und Freunde zu besuchen–und um sich auf die nächste Etappe vorzubereiten: die für November geplante Atlantiküberquerung.

Vom Fernweh zum Aufbruch

«Vor drei Jahren, während eines Urlaubs in Griechenland, nahm der Wunsch nach Aufbruch seinen konkreten Anfang», erzählt Werner Sulzer. Ihn, der in Twann aufgewachsen ist, zog es schon lange in die Ferne, genauer aufs Wasser. «Aber zuerst musste ich Aneta von meinem Traum überzeugen», verrät er mit einem Schmunzeln. Aus anfänglicher Skepsis wurde eine klare Vision – und die Gurmelserin stieg ein. Ende April 2011 meldeten sie sich beim Steueramt ihres damaligen Wohnortes Ipsach ab und nahmen das Abenteuer in Angriff.

«Inzwischen haben wir etwas Grundlegendes gelernt: Wir planen nur noch mittelfristig», blickt Werner Sulzer auf das Probejahr zurück. Gar nicht so einfach für an Agenden gewöhnte Menschen. Aber hilfreich, sonst scheitere man bereits an der ersten Überraschung, sagt der 33-Jährige. Und die liess auch bei ihnen nicht lange auf sich warten: Als sie im Mai 2011 im italienischen Arenzano an Bord ihrer Segeljacht «Marlin» gingen, mussten sie ihr neues Zuhause erst mal auf Vordermann bringen. Im Juni nahmen sie Kurs auf die Balearen, kamen aber nicht weit: «Nach etwa 80 Seemeilen begann der Motor zu rauchen», erzählt der Skipper. Die «Marlin» musste einen Hafen ansteuern und die aufwendige Suche nach einem Ersatzmotor begann. «Auf einer österreichischen Website wurden wir schliesslich fündig.» Doch bis das neue Teil geliefert und eingebaut war, verstrich wertvolle Zeit. Und das Ziel, den grossen Teich noch 2011 zu überqueren, kam ins Wanken. Dies sei der absolute Tiefpunkt gewesen, sagt Sulzer heute.

Delfine als Begleiter

Aber bald kamen auch die schönen und unvergesslichen Momente: Bereits auf den Balearen lockten herrliche Buchten, stahlblaues Wasser und lange Sandstrände, die zum Schlafen unter freiem Sternenhimmel einluden. «Und wir sichteten immer wieder Delfine, manchmal begleiteten sie unser Schiff», erzählt die fünfjährige Amanda mit leuchtenden Augen. Sie sei wie die ganze Familie fasziniert von diesen Tieren, verrät ihr Vater.

Nachdem er und seine Frau wussten, dass mit Leo Mao ein zweites Kind unterwegs war, beschlossen sie, die Atlantiküberquerung um ein Jahr zu verschieben. Weil Aneta Dukova während der Schwangerschaft oft an Übelkeit litt, zog sie sich mit Amanda aufs Festland zurück. In Gran Canaria warteten die beiden auf ihren Kapitän. Während dieser Zeit besuchte Amanda einen dreisprachigen Kindergarten (Deutsch, Englisch, Spanisch) und schloss viele Freundschaften. «Dank unserer Reise lernt sie andere Kulturen und Menschen kennen», betont Werner Sulzer. Die obligatorische Schule könne sie entweder in einer Privatschule oder per Fernunterricht absolvieren, blickt er in die Zukunft.

Sicherheit hat Priorität

Nun hat die Familie Zeit, in Gurmels die Eindrücke des ersten Jahres zu verarbeiten. «Vom kitschig schönen Sonnenuntergang über Respekt einflössende Containerschiffe bis zum gebrochenen Ruder habe ich einiges gesehen und erlebt», sagt der Segler. Dabei sei ihm bewusst geworden, «wie sicher und zuverlässig unsere Stahljacht ist». Aneta Dukova sieht es ähnlich. Sie hat einen Erste-Hilfe-Kurs für Kleinkinder absolviert, damit sie gewappnet ist, wenn die Familie im September komplett an Bord geht. Bis dahin scheint es Werner Sulzer ohne Wasser nicht auszuhalten: Er jobbt als Bademeister in einem bernischen Freibad. «Eine Gelegenheit, um in einen anderen Beruf reinzuschnuppern», sagt der diplomierte Finanzberater.

Weltumsegler: Online mit der Familie mitreisen

W er mehr über die vielfältigen Segelabenteuer von Aneta Dukova und Werner Sulzer erfahren will, kann dies auf ihrer regelmässig aktualisierten Website tun. Im September geht es wieder aufs Schiff. Dann wartet die Überquerung des Atlantiks.

Auf ihrer Homepage finden sich Bilder und Informationen zur bisherigen Reise, zu Mitseglern und Hintergründe zur neunjährigen Segeljacht. Die Familie liefert auch Angaben zu Segeltörns. Wer nämlich selber Lust hat, ein Abenteuer auf See zu erleben, kann gemeinsam mit der Seglerfamilie auf der «Marlin» in See stechen. luk

www.symarlin.ch

Mehr zum Thema