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Ein fast normaler Start in die Berufslehre

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Die Corona-Krise hat vieles verkompliziert bei der Lehrstellensuche. Schnupperlehren waren während des Lockdowns nicht möglich, und auch die Anzahl der unterschriebenen Lehrverträge lag unter derjenigen des Vorjahrs.

«Mitte Juli lagen wir mit 2411 genehmigten Lehrverträgen nur um 6,4  Prozent zurück.»

Christophe Nydegger

Dienstchef Amt für Berufsbildung

Mittlerweile hat sich die Lage im Kanton Freiburg fast normalisiert. «Per Mitte Juli haben wir 2411 Lehrverträge genehmigt. Damit liegen wir im Vergleich zum Vorjahr bloss um 6,4 Prozent oder 150  Lehrstellen zurück», sagt Christophe Nydegger, Dienstchef des Amts für Berufsbildung, gegenüber den FN. «Vor einem Monat lagen wir noch um 15 Prozent zurück. Wir haben also zuletzt einen Sprung gemacht.»

Besser als in der Waadt

Noch rät Nydegger aber zur Vorsicht: Auch wenn ein Lehrjahr normalerweise am 1. August beginnt, werden in der Regel noch mindestens 1000 Lehrverträge im August oder später unterschrieben und genehmigt. Auch diese müssen noch abgeschlossen werden, damit die Bilanz im Corona-Jahr zufriedenstellend ist. Die Frist zur Genehmigung der Lehrverträge dauert bis zum 31. Oktober. Man habe auch in anderen Jahren noch späte Lehrbeginne akzeptiert, dies aber dieses Jahr aktiv kommuniziert. Sicher stellt sich die Lehrstellensituation im Kanton Freiburg weit besser dar als in anderen Westschweizer Kantonen. In der Waadt sind es bisher rund ein Viertel weniger Lehrverträge als letztes Jahr, in Genf gar 40 Prozent weniger. Deutschschweizer Lehrlinge und Betriebe waren hingegen weniger betroffen, weil dort üblicherweise die Verträge früher abgeschlossen werden, dieses Jahr war das noch vor der Corona-Krise.

Nydegger betont auch, dass momentan auf der Website Berufsberatung.ch noch 581  Lehrstellen im Kanton Freiburg offen seien. «Es hat also noch Plätze frei», sagte er. Es seien aber oft Lehrstellen in Berufen, die auch schon in den vergangenen Jahren bei Jugendlichen weniger gefragt waren: Metzger, Bäcker oder Coiffeur beispielsweise.

«Es hat dieses Jahr nicht mehr Jugendliche als sonst, die jetzt noch eine Lehrstelle suchen.»

Christophe Nydegger

Dienstchef Amt für Berufsbildung

Mehr Alternativen gewählt

«Es hat dieses Jahr nicht mehr Freiburger Jugendliche als sonst, die jetzt noch eine Lehrstelle suchen», sagt er. Auch das Programm «last minute», das wegen Corona verlängert worden sei, werde nicht mehr in Anspruch genommen als andere Jahre.

Nydegger weiss aber, dass dieses Jahr mehr Jugendliche eine Alternative gewählt haben. Die Fachmittelschule registriert mehr Anmeldungen. Zudem hätten sich rund 100  Jugendliche mehr als sonst entschieden, ein zwölftes Schuljahr zu absolvieren.

Für Nydegger bedeutet das, dass für das Lehrjahr 2021/22 mehr Schüler aus der OS auf den Lehrstellenmarkt drängen könnten. Dazu komme die Sorge, dass ab Herbst vermehrt Lehrbetriebe von Konkursen betroffen sein könnten.

Lernende in Ausbildung müssten gemäss Christophe Nydegger aber nicht übermässig Angst haben: «Für Lehrlinge finden sich fast immer neue Stellen. Die Ausbildungsbetriebe sind da sehr flexibel und solidarisch.» Auch die Lehrlingskommission biete Hand, um bei der Suche nach Ersatzlösungen zu helfen.

Gute Erfolgsquote 2020

Ebenfalls keine Sorgen müssten sich Lernende mit Abschluss 2020 machen. «Die Abschlüsse sind gleich viel wert wie jene früherer Jahrgänge. Vielleicht sogar noch mehr aufgrund der besonderen Erfahrung mit Corona», sagt Nydegger weiter.

Zwar habe es zum Lehrabschluss keine schriftlichen Prüfungen gebraucht, in rund 80 Prozent der Berufe hätten aber die normalen praktischen Prüfungen stattgefunden. Und wo dies etwa in Gesundheits- und Sozialberufen nicht möglich war, prüften die Lehrmeister direkt aufgrund eines schweizerischen Rasters. Im Kanton Freiburg sei die Erfolgsquote bei den Lehrabschlüssen 2020 gar etwas höher als sonst.

Berufsschule

Mit oder ohne Maske?

Der Unterricht an den Freiburger Berufsfachschulen startet am 31. August, eine Woche zuvor findet eine Auftaktveranstaltung statt. Noch ist nicht klar, unter welchen sanitarischen Vorschriften der Unterricht beginnen wird. Laut Amtschef Chris­tophe Nydegger gibt es ein Sicherheitskonzept, dass derzeit beim Kantonsarztamt zur Prüfung aufliegt. «Es macht für uns einen grossen Unterschied, ob 1,5 oder 2 Meter Abstand verlangt werden. Mit 2 Metern könnten wir nur halbe Klassen führen», so Nydegger. Es stelle sich aber auch die Frage, ob für den Unterricht ein Maskenobligatorium gelten wird. «Die Erziehungsdirektorenkonferenz berät diese Frage. Wir erwarten einen Entscheid bis Mitte August.» Nydegger bekennt, dass er tendenziell für ein Obligatorium sei. «Es würde das Ganze vereinfachen. So könnten wir ganze Klassen unterrichten. Bern und Waadt haben auf Sekundarstufe 2 die Masken bereits für obligatorisch erklärt. Gut wäre, wenn überall die gleichen Regeln gelten würden.»

uh

 

 

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