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Ein fast protestantischer Kirchenchor

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Geduld. Das hat die Pfarrei St. Johann in der Freiburger Unterstadt benötigt. Zwanzig Jahr haben die Renovationsarbeiten in ihrer Kirche gedauert. «Wir hatten nicht genug Geld, um schneller vorwärtszumachen, und haben Jahr für Jahr neue Aufgaben an die Hand genommen», sagte Pfarreipräsidentin Béatrice Cudry gestern vor den Medien. Die Geduld wird nun belohnt – mit einer Kirche, die rundum renoviert ist, und mit der 116-Seiten dicken Broschüre «Die Johanniterkomturei in Freiburg». Darin zeigen vorwiegend französische Texte und zahlreiche Bilder die Entwicklung und den Reichtum der Kirche auf. Die Broschüre gibt es in einer Doppelausgabe: Jener der Pfarrei sowie jener des kantonalen Kulturgüteramts, die zur Reihe «Freiburger Kulturgüter» gehört. Die beiden Ausgaben unterscheiden sich nur durch ihr Titelblatt.

Nach der Renovation sieht der Chor nun wieder aus wie Anfang des 18. Jahrhunderts. Der junge Komtur und spätere Bischof Claude-Antoine Duding (1681–1745) veränderte damals den mittelalterlichen Charakter des Chores stark. «Der Chor ist eher einfach gehalten, wie in einer protestantischen Kirche, wenn auch mit sehr katholischen Elementen», sagt Ivan Andrey vom Kulturgüteramt. Die Wandverzierung – eine Girlande mit Früchten – finde sich sonst in keiner anderen katholischen Kirche der Region, jedoch in neuenburgischen und Waadtländer reformierten Kirchen. «Duding wollte der Kirche damit einen modernen Anstrich geben.» Normalerweise erhält ein neuer Chor neue Statuen. Doch Duding behielt die Statuen und Büsten aus dem 15. Jahrhundert, aus der Zeit von Komtur Pierre d’Englisberg. «Duding wollte damit zeigen, dass seine Familie eine würdige Erbin der Englisbergs ist.»

Die Broschüre «Die Johanniterkomturei in Freiburg» ist für 25 Franken erhältlich bei der Pfarrei St. Johann, beim kantonalen Kulturgüteramt (www.fr.ch/sbc oder sbc@fr.ch

Chronologie

Mauern aus dem Mittelalter

Die Kirche St. Johann in der Freiburger Unterstadt wurde im Jahr 1264 geweiht, als Kapelle des Johanniter- oder Malteserordens. Der Orden hatte seine Komturei gleich neben der Kirche. Vor sieben Jahren erkannte das Kulturgüteramt, dass die Mauern der Kapelle fast vollständig erhalten sind. Sie ist damit eine der wenigen Kapellen dieses Ordens aus dem Mittelalter, die in der Schweiz noch erhalten sind. Im Jahr 1511 wurde die Kapelle zur Pfarreikirche. Im 16. Jahrhundert brachte Komtur Pierre d’Englisberg 17 gothische Skulpturen in die Kirche, die noch heute den Altar schmücken. Anfang des 18. Jahrhunderts veränderte der junge Komtur und spätere Bischof Claude-Antoine Duding (1681–1745) den mittelalterlichen Charakter der Kirche entscheidend.

njb

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