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Ein feierlicher Tag für die Restposten

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ein Radio aus Kriegszeiten, eine edle Kristallkaraffe und ein Rüschenunterhemd mit Leopardenmuster: Selten ergibt sich für einen Kassenzettel die Möglichkeit, so vielfältig-kurios auszufallen wie beim Einkauf in einer Brockenstube. Am 26. September wird das Erlebnis des Einkaufs von Ware aus zweiter Hand intensiviert. Der erste nationale Secondhand Day wirbt mit kreativen Verkaufsaktionen. Es gibt Prosecco beim Stöbern zwischen Vintagemöbeln oder eine Anleitung, wie man aus alten Seilen eine Fussmatte herstellt. «Rütteln wir gemeinsam an den Grundfesten des linearen Konsums», steht auf der Website des Anlasses. Ziel des Secondhand Days ist es, die Bevölkerung zu einem bewussteren Konsum zu animieren und für das Thema Kreislaufwirtschaft zu sensibilisieren.

Dass es um unsere Umwelt nicht besonders gut steht, ist nichts Neues. Der Mensch konsumiert und wirft weg – so funktioniert die lineare Wirtschaft. Jeder Schweizer und jede Schweizerin produziert jährlich im Schnitt 14 Tonnen CO2. Dabei verfolgt die Schweiz laut dem Bundesamt für Umwelt seit den 1980er-Jahren Ansätze hin zur Kreislaufwirtschaft. Zwar ist es ihr gelungen, gewisse Kreisläufe teilweise zu schliessen. Ein Bereich, der immer noch grosses Potenzial zum Einsparen birgt, ist der Konsum. Als «Circular Heroes» konnten sich nun seit August Secondhand Shops, Tauschbörsen und auch Privatpersonen beim Secondhand Day anmelden.

Einen Baum, bitte

Initiiert hat das Projekt unter anderem die Stiftung Myclimate. Letztere wird die Einsparungen des Secondhand Day hinterher berechnen, um den Beitrag zum Klimaschutz sichtbar zu machen. Ein weiterer Initiant, der Online-Marktplatz Ricardo, pflanzt an diesem Tag als Aktion pro getätigten Verkauf einen Baum an. «Langfristig hoffen wir, den aktuellen Secondhand-Anteil von nur zwei Prozent am gesamten Detailhandelsvolumen auf fünf Prozent zu erhöhen», sagt Mojca Fuks, PR-Managerin von Ricardo.

Im Kauf von Secondhandprodukten sieht Jerry Krattiger, Direktor der Wirtschaftsförderung des Kantons Freiburg, einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft vonseiten des Käufers. «Es handelt sich hier um eine Verhaltensfrage des Konsumenten. Mit kleinen Schritten erzielt man eine grosse Wirkung.» Den Trend zur Nachhaltigkeit bestätigt er: «Die Wirtschaft stellt momentan eine neue Strategie auf die Beine.» Die Kreislaufwirtschaft sei ein zentraler Punkt für die Wirtschaftsförderung. So ist zurzeit die kantonale Nachhaltigkeitsstrategie für die Jahre 2021 bis 2026 in Bearbeitung.

Nicht kurzfristig denken

Im Übergang von einer linearen zur Kreislaufwirtschaft steht der Mensch als Nutzenmaximierer vor einem Scheideweg: Um Nachhaltigkeit zu garantieren, dürfen Unternehmen nicht nur wirtschaftlich und kurzfristig denken, sagt Jerry Krattiger. «Manchmal ist eben die kurzfristig teurere Variante die langfristig bessere.» Bereits im Jahr 2014 hat das Amt in seiner Zeitschrift zum ersten Mal Unternehmen zu nachhaltigem Handeln motiviert.

Der Kanton Freiburg sei gut positioniert im Bereich der Automatisierung und der Robotisierung, sagt Krattiger. Eine solche Produktion sei schonend, was Ressourcen betreffe – und somit auch nachhaltig.

Mehr Informationen zum Secondhand-Tag unter www.secondhandday.ch

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