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Ein Festival «wie eine grosse Liebe»

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Ein Festival «wie eine grosse Liebe»

Autor: Nicole Anliker

Bereits am Eingang zum Festivalgelände wird klar, dass es hier an diesem Samstag rocken wird: Zur Vorbeugung von möglichen Hörschäden und Heiserkeit werden Gehörschutzstöpsel und Rachenbonbons mit Preiselbeer-Geschmack verteilt.

Es ist ein lauer Frühsommerabend, Zigaretten- und Biergeruch vermischen sich mit dem Duft von Imbissständen und frisch geschnittenem Gras. Viele, bunt gekleidete Besucher geniessen den frühen Abend in der letzten Sonne mit musikalischer Live-Untermalung. Dass die meisten Besucher bereits zwei Tage Kilbi in den Knochen haben, merkt man ihnen kaum an. Der dritte und letzte Akt des Bad-Bonn-Frühsommernachttraums 2011 kann beginnen.

Klein, einfach, gemütlich

Je später es wird, desto mehr Menschen strömen auf das Areal und peilen die Zeltbühne an. «Man kennt hier alle, es kommen alle Jahre dieselben Leute», meint eine langjährige Kilbi-Besucherin, trinkt ihren Recyclingbecher mit der Aufschrift «Where the hell is Bad Bonn?» aus und mischt sich unter das johlende Konzertpublikum. «Die Bad Bonn Kilbi ist wie eine grosse Liebe: Ich warte immer ein ganzes Jahr auf sie, und wenn sie kommt, ist es doppelt schön», sagt ein eingefleischter Kilbi-Fan, der bereits zum elften Mal hier ist. Es sei auch immer eine Rückkehr in die Jugend: «Früher bin ich mit dem Fahrrad an die Kilbi gekommen, heute komme ich mit dem Auto.»

Die familiäre Atmosphäre ist auch im Zeltlager deutlich spürbar. Mitten im Grünen, rund zwei Gehminuten vom Kilbi-Gelände, stehen gut 120 Zelte. Es wird gegrillt, gekocht und gemeinsam der letzte Kilbi-Abend eingeläutet. «Hier ist einfach alles so gemütlich und klein, du kannst dein Portemonnaie verlieren und du findest es wieder», freut sich ein junger Mann.

Falafel als Kilbi-Menü

Eindeutiger kulinarischer Sieger und damit Bad-Bonn-Kilbi-Menü 2011 ist die traditionelle arabische Falafel, hergestellt vom Syrer Imad und seinem vierköpfigen Team. Es sei die Kombination, die den Erfolg der Falafel ausmache, erklärt ein junger Mann aus dem Falafel-Team. «Sie schmeckt gut, ist ausgewogen und ist praktisch zum Essen – sie isst sich wie ein Sandwich.» Die zwanzig Meter lange Schlange vor dem Imbissstand gibt ihm recht, nirgends ist der Andrang so gross wie hier. Lohnt es sich, so lange anzustehen? «Ganz klar. Man muss hier einfach eine dieser berühmten Falafel essen, die sind so gut», rühmt eine wartende Falafel-Liebhaberin.

Eine Horizonterweiterung

Dass sich das Publikum der Kilbi von dem anderer Festivals unterscheidet, liegt auf der Hand. «Es ist ein Festival für Erwachsene», erklärt ein Mann. «Vor allem Musikliebhaber sind hier, und das sind meistens ältere Leute.» Grund dafür ist die unkonventionelle Programmierung: Hier wird Musik gespielt, die sonst niemand spielt. «So etwas findest du sonst nirgends mehr. In ganz Europa gibt es kaum mehr vergleichbare Festivals. Hier kann man jedes Mal neue Musik entdecken.»

Darum zieht es wohl auch Besucher von allerorts zum Festival auf dem Land. «Dieser Ort ist einfach unglaublich, schau dir diese Landschaft an, es ist einfach wunderschön», schwärmt ein amerikanischer Austauschstudent mit heiserer Stimme, blickt in den Sternenhimmel, lächelt und läuft zum nächsten Konzert. Seine Stimme zeigt: Er hatte wohl die Rachenbonbons am Eingang der Kilbi übersehen.

Die familiäre Atmosphäre begeistert Musikliebhaber mit Kennerblick und neugierige Kilbi-Anfänger gleichermassen.Bilder Charles Ellena

Aus der Kategorie spezielle Outfits: Vorsicht, Kamera.

Musik und Bier sind gleichermassen wichtig.

Bilanz: Eine Kilbi ohne Zwischenfälle

Die 21. Bad Bonn Kilbi verlief aus Sicht der Veranstalter ruhig. Alle drei Abende waren bereits vor Festival-Beginn ausverkauft. Insgesamt strömten 6000 Besucherinnen und Besucher nach Düdingen. Zum ersten Mal spielten die Bands in diesem Jahr auf drei Bühnen. Dies sei beim Publikum gut angekommen, sagte Veranstalter Daniel Fontana am Sonntag auf Anfrage: «Wir haben nur gute Rückmeldungen erhalten.» Für die Zukunft sei man «fast verpflichtet», mit den drei Bühnen weiterzufahren. «Wir können nur schwer wieder zurück», sagte Fontana. Aber der Ausbau des Geländes habe die 220 freiwilligen Helferinnen und Helfer stark gefordert.

Grosse Erwartungen

In Daniel Fontanas persönlicher Bilanz war der Abend mit der grössten Band, der Donnerstagabend, nicht der stimmungsvollste. «Sobald man eine so grosse Band wie die Queens of the Stone Age hat, ist das Publikum nur noch auf den Headliner fokussiert.» Die Frage, ob es denn im nächsten Jahr trotzdem wieder einen grossen Namen im Lineup geben werde, beantwortete er denn auch mit einem «Vielleicht».hpa

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