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Ein Garten für Bibliothek und Ludothek

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Besucherinnen und Besucher der Murtner Stadtbibliothek und der Ludothek werden zukünftig den angrenzenden Garten nutzen können. Der Generalrat sprach sich am Mittwochabend mit 40 Stimmen klar für den Kauf der Gartenparzelle aus. Der Kaufpreis beträgt 75 000 Franken, was einem Quadratmeterpreis von rund 144 Franken entspricht. Sechs Generalräte stimmten gegen das Geschäft, es gab eine Enthaltung.

«Eine alte Verbindung des Gartens zur Liegenschaft ist in der Ringmauer erkennbar.»

Andreas Aebersold

Gemeinderat

 

Laut Gemeinderat Andreas Aebersold (FDP) können die Bibliothek und die Ludothek dank dem Garten ihr Angebot ausbauen. Zudem stehe der Garten für kulturelle Veranstaltungen der Bibliothek zur Verfügung. Bisher haben die Bibliothek und die Ludothek keinen Aussenraum.

Mit dem Kauf und dem ­geplanten Durchbruch durch die Ringmauer werde der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt, sagte Aebersold: «Eine alte, bestehende Ver­bindung des Gartens zur Liegenschaft der Stadtbibliothek ist im Mauerwerk der Ringmauer gut erkennbar.» Für den Durchbruch und anstehende Sicherungsmassnahmen seien 10 000 Franken vorgesehen.

Generalrat Samuel Raemy (SP) begrüsste, dass die Attraktivität der Bibliothek verbessert werde. Die Erweiterung sei sehr wertvoll für die jüngeren Besucher der Ludothek. Doch ein Abbau oder eine Öffnung der Murtner Ringmauer müsse immer gut begründet sein. Etel Keller befürwortete im Namen der CVP-EVP-GLP-Fraktion das Geschäft. Die Zusammenlegung von Ludothek und Bibliothek sei ein Erfolg gewesen. «Ein Lesegarten ist ein weiterer wichtiger Schritt.»

Warnung vor Folgekosten

Die Generalräte Christine Jakob (FDP) und Adrian Rau (SVP) kritisierten den aus ihrer Sicht zu hohen Kaufpreis für die Gartenparzelle. Jakob – die betonte, nicht im Namen ihrer Fraktion zu sprechen – bezweifelte, dass 10 000 Franken genügen, um die Mauer, die in einem sehr schlechten Zustand sei, zu stabilisieren. Der Durchstich würde andere Hausbesitzer auf den Geschmack bringen, ebenfalls die Ringmauer zu durchbrechen. Zudem warnte sie vor Folgekosten: «Die wahrscheinlich anstehenden Ausgaben für Möbel, ein Sonnendeck und die Gartengestaltung fehlen in der Botschaft.»

Laut Rau sind die Meinungen in der Fraktion der SVP und der Unabhängigen unterschiedlich, doch die Mehrheit spreche sich für den Kauf der Parzelle aus. Denn es handle sich um eine Aufwertung des Gebäudes der Bibliothek und Ludothek.

Im Anschluss an die Diskussion sagte Gemeinderat Andreas Aebersold, dass der Durchstich der Ringmauer bereits mit dem kantonalen Amt für Kulturgüter abgesprochen sei. «Das Amt hat einen Vorbescheid abgegeben, gemäss dem das möglich ist.»

Die Stadtbibliothek Murten und die Ludothek sind seit 2016 gemeinsam in den Räumlichkeiten des ehemaligen Schlachthauses an der Schaalgasse  6 untergebracht.

Technikunternehmen

Phonak kauft für 1,5 Millionen Franken eine Gemeindeparzelle

Das Technikunternehmen Phonak Communications  AG kann seinen Sitz mit den 132 Mitarbeitern von Gurwolf nach Murten verlegen. Die Generalräte sprachen sich einstimmig für den Verkauf einer 7330 Quadratmeter grossen Parzelle am Herrenschwandweg aus. Der Preis ­beträgt rund 1,5  Millionen Franken beziehungsweise 200 Franken pro Quadratmeter. Davon sind 90 Franken pro Quadratmeter für die Erschliessungskosten für den neuen Kreisel bestimmt. Phonak möchte mit seinem Neubau in Murten rund 20  Millionen Franken investieren (die FN berichteten).

Gemeinderat Andreas Aebersold (FDP) stellte das Geschäft erfreut vor. Generalrätin Christine Jakob (FDP) sprach von «einem grossen Glück» für Murten. Ralph Wieland (CVP) und Fritz Scherz (SVP) richteten sich in ihren Wortmeldungen an die Gemeinde Gurwolf. «Wir danken ihr, dass sie Phonak ziehen lässt», so Wieland. Scherz sagte: «Es ist uns bewusst, dass Courgevaux einen guten Steuerzahler verliert. Bei einer eventuellen Gemeindefusion würde sich dieses Problem erübrigen.»

jmw

 

ARA-Statuten

Die Erhöhung der Schuldengrenze ist bewilligt

Am Mittwochabend hat mit Murten die grösste Gemeinde des Seebezirks der Statutenänderung des Gemeindeverbands ARA Seeland Süd einstimmig zugestimmt. Der Verband möchte seine Verschuldungsgrenze auf 90  Millionen Franken anheben, um so die Darlehen für die neue und modernisierte Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Muntelier selbst aufzunehmen. Die Zinsen und Abzahlungen sollen über die Betriebsrechnung des Verbands laufen und auf diesem Weg den Gemeinden belastet werden.

«Was passiert, wenn eine Verbandsgemeinde in Zahlungsschwierigkeiten gerät?», fragte Fritz Wüthrich (SVP). Laut Ursula Schneider Schüttel, Vize-Stadtpräsidentin und Präsidentin von ARA Seeland Süd, müsste der Verband das Geld vorschiessen.

jmw

 

Präsidiumswahlen

Die GLP stellt die neue Präsidentin des Generalrats

Carola Hofstetter Schütz (GLP) heisst die Präsidentin des Generalrats für das Geschäftsjahr 2018. Geboren wurde sie 1967 in Oberwangen  BE. Seit 1991 lebt die Mutter einer Tochter mit ihrem Mann in Murten. Sie arbeitet Teilzeit als Buchhalterin in der Stadt Bern. Hofstetter engagiert sich für die Interessen von Kindern und Jugendlichen und initiierte die erste Pedibus-Linie in Murten. Bisher hatte Silvia Lauper (FDP) das Amt inne.

Stefan Hurni (FDP) wurde zum Vizepräsidenten gewählt. Die Vizepräsidentin Etel Keller (CVP) verzichtete auf eine Kandidatur, da sie Murten aus beruflichen Gründen im August verlassen wird.

jmw

 

Finanzen

Murten hat mehr Steuern eingenommen als budgetiert

Die Gemeinde Murten schliesst die Laufende Rechnung des Jahres 2017 positiv ab. Der Ertragsüberschuss beläuft sich auf rund 4,73  Millionen Franken. Damit ist er leicht höher als 2016. Für das Plus seien vor allem Steuererträge, Gebühren und Abgaben verantwortlich, erklärte Gemeinderat Andreas Aebersold (FDP). Murten sei bei den Steuereinnahmen «weiterhin sehr positiv unterwegs». Die Gemeinde hat rund 2,5  Millionen Franken mehr Steuern eingenommen als budgetiert. Im Vergleich zum Jahr 2016 belaufen sich die Mehreinnahmen auf 1,5  Millionen Franken.

Die Nettoverschuldung beträgt 9,1  Millionen Franken. Ein Jahr zuvor waren es noch 10,9  Millionen Franken. Damit ist die Verschuldung pro Kopf von rund 1350 Franken auf rund 1100 Franken zurückgegangen.

Die Rechnung des Hallen-, Schwimm- und Strandbads der Region Murten schliesst das Jahr 2017 mit roten Zahlen ab. Der Verlust beläuft sich auf rund 785 000 Franken und ist damit leicht höher als ein Jahr zuvor. 182 500 Eintritte wurden 2017 gezählt. In der ersten Jahreshälfte habe der Umsatz das beste Resultat der letzten fünf Jahre erreicht; in der zweiten Jahreshälfte sei das zweittiefste Ergebnis erzielt worden.

Die Jahresrechnung der Industriellen Betriebe Murten weist ein positives Ergebnis von fast 12  Millionen Franken aus. Im Vorjahr waren es rund 614 000 Franken. Die Neubewertung des Anlagevermögens sei für diesen Unterschied verantwortlich, so Gemeinderat Andreas Aebersold. Die Generalräte zeigten sich erfreut über die gute Finanzlage von Murten und genehmigten die Rechnungen einstimmig.

jmw

 

 

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