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Ein Geheimrezept für den Erfolg?

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Häufig wird mir die Frage gestellt, wie es möglich ist, dass sich ein Verein mit ziemlich bescheidenem Budget jedes Jahr unter den Top sechs der Super League klassiert.

Die Rede ist natürlich vom «kleinen» FC Thun. Im Vergleich zum Nachbarn aus Bern zum Beispiel ist die Bezeichnung tatsächlich angebracht. Dreimal weniger Budget, dazu ein Stadion mit ebenfalls dreimal weniger Sitzplätzen, und trotzdem ist man sportlich absolut auf Augenhöhe! Obwohl ich denke–und Sie bestimmt auch–, dass man im Fussball den Erfolg nicht kaufen kann, gibt es Teams wie zum Beispiel Paris St-Germain und Manchester City, die es nur wegen teuren Spielerkäufen an die Spitze gebracht haben.

Der FC Thun kann und will aber nicht mit der grossen Kelle anrichten. Dies würde ohnehin nicht der Philosophie des Vereins entsprechen. Was ist also das Geheimrezept der Berner Oberländer?

Zuerst einmal ist es überlebenswichtig, immer wieder neue, junge und erfolgshungrige Spieler zu verpflichten, um sie dann später für gutes Geld zu transferieren–so wie beim Wechsel von Luca Zuffi zum FC Basel.

Um aber ein homogenes Kader zu haben und in der Super League zu bestehen, braucht es nebst den jungen Spielern auch gestandene Profis. Im Sport allgemein und im Fussball besonders müssen aber noch viele andere Faktoren zusammenpassen. Nicht beeinflussbare Aspekte wie Wettkampfglück oder die Schieds- und Linienrichter spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle.

Dies mussten wir zuletzt im Schweizercup-Halbfinale gegen den FCZ am eigenen Leib erfahren. In der regulären Spielzeit vergaben wir vier grosse Torchancen, was sich dann auch rächte. Im Elfmeterschiessen lenkte der Zürcher Torhüter meinen Schuss an den Pfosten, während die beiden Aluminiumtreffer des Gegners irgendwie den Weg in unser Tor fanden.

Uns blieb nur die Erkenntnis, dass wir vieles richtig gemacht und unser Bestes gegeben hatten, das Wettkampfglück aber nicht auf unserer Seite stand. Eine Einsicht, die uns schwer traf!

Damit nun eine solche Enttäuschung verarbeitet werden kann und das Team wieder auf die Erfolgsstrasse zurückfindet, braucht es Spielertypen, die bereit sind, weiterzukämpfen und wieder für den richtigen Spirit zu sorgen. Ganz im Sinne des Musikers Bob Dylan, der einst sang: «Es gibt keinen grösseren Erfolg, als zu scheitern.»

Gibt es nun «das» Geheimrezept für den Erfolg? Wohl kaum … Die Mixtur aller Faktoren macht’s aus! Mit dem Erreichen der Europa-League-Gruppenphase, des Schweizer Cupfinals und dem sechsten Tabellenplatz der Schweizer Super League können wir auf eine sehr gute Saison zurückblicken. Keine Selbstverständlichkeit für den «kleinen» FC Thun.

Christian Schneuwly ist Profifussballer beim Super-League-Verein FC Thun, mit dem er in der vergangenen Saison in der Europa League gespielt und im Final des Schweizer Cups gestanden hat. Der 26-jährige Mittelfeldspieler aus Wünnewil ist in einem FN-Kolumnistenkollektiv tätig, das in regelmässigem Rhythmus frei gewählte Themen bearbeitet.

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