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Ein Generationenwerk ist abgeschlossen

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Schon auf den ersten Blick ist die Veränderung zu erkennen, welche die Pfarrkirche Tafers in den letzten Monaten erfahren hat. Staub und Schmutz sind aus dem ältesten Gotteshaus des Sensebezirks verschwunden, ebenso die Risse in den Wänden und der Schmutzschleier auf den Deckengemälden. Auch weitere Verbesserungen bemerkt der Gottesdienstbesucher sofort: Ein Grossteil der Sitzbänke wurde verbreitert und das Gotteshaus ist nun mit einer neuen Heizung ausgestattet. Damit Staub und Schmutz nicht wieder an Wänden und Bildern haften bleibt, wird die Warmluft wieder abgeführt.

Auf der Empore wurde mehr Platz geschaffen, zudem ist sie nun übersichtlicher gestaltet. Eine neue Höranlage verbessert die Situation für die Hörbehinderten, es gibt eine Projektionswand mit Beamer, und auch das Lichtkonzept ist neu. Zum Abschluss ist auch die Orgel gestimmt worden.

Knapp ein halbes Jahr war die Kirche für die Restauration geschlossen. Seit Weihnachten ist sie wieder offen; feierlich der Seelsorge übergeben wird sie am Ostersonntag.

Spannende Entdeckung

Pfarreipräsident Peter Ledergerber ist zufrieden mit dem Verlauf der Bauarbeiten. Das Einhalten des sehr engen Terminplanes sei das Verdienst des Architekten Jacques Folly. Alles lief nach Plan–und doch gab es die eine oder andere Überraschung, wie etwa beim Altarbild «Anbetung der Hirten» aus dem Jahr 1789 von Gottfried Locher.

Der Restaurator stellte nämlich fest, dass sein Vorgänger bei der letzten Restaurierung des Bildes dieses teilweise übermalte. «Er hat die Maria viel strenger und ernster dargestellt, als sie im Original war.» Die Fachleute nehmen an, dass der damalige Restaurator den Zeitgeist wiedergegeben hat: Es war damals offenbar verpönt, die Figuren allzu lieblich darzustellen. Der Unterschied kam zu Tage, weil das Gemälde von Tafers eine Kopie eines Bildes ist, das in verkleinerter Form im Kloster Magere Au existiert. Dort sieht Maria viel lieblicher aus. «Wir haben uns jedoch entschieden, die Bilder nur zu reinigen, Risse zu flicken und zu retuschieren», sagt Peter Ledergerber. Zu gross sei das Risiko gewesen, dass das Bild durch weitere Eingriffe zerstört würde. «Das geschah auch aus Respekt gegenüber den Menschen, die bei der letzten Restauration so entschieden haben.» Ein weiterer Entscheid betraf das Anbringen eines Schutzlacks auf Deckengemälde gegen künftige Verschmutzungen. «Wir haben uns dagegen entschieden, obwohl das Risiko besteht, dass sie mit der Zeit wieder verschmutzen.» Würden die Deckengemälde aber mit einem Lack überzogen, könnten sie nicht mehr restauriert werden.

Kostenrahmen eingehalten

Mit dem Ostergottesdienst schliesst der Pfarreirat das Kapitel Kircherenovation vorerst ab. 2006 wurde das Äussere des Gotteshauses für 550 000 Franken renoviert, 2008 erfolgten Umgebungsarbeiten und im Anschluss darauf begann die Planung für die Innenrenovation. Letztere ist mit 2,2 Millionen Franken budgetiert. Die Schlussabrechnung steht noch aus. Davon abhängig ist die Höhe der Subvention des Kulturgüteramts.

Der Pfarreipräsident ist jedoch zuversichtlich, dass der Kostenrahmen eingehalten werden kann. «Es ist ein Generationenwerk, das nun abgeschlossen wird», sagt er. Er freut sich auch über die Spenden, welche die Pfarrei entgegennehmen durfte. Die rund 100 000 Franken erlauben zusätzliche Ausgaben, beispielsweise für neue Bänke im Kirchenchor. «Wir sehen dies als Zeichen, dass die Leute grosses Interesse an ihrer Kirche haben», sagt Peter Ledergerber. Das habe er auch bei den 13 Skulpturen gesehen, die restauriert wurden. «Pfarreimitglieder haben im Sinne einer Patenschaft die Arbeiten mit Spenden finanziert.» Ein Teil der Kostbarkeiten kommt inskünftig in der Kirche besser zur Geltung: Skulpturen und Reliquien sind abwechslungsweise in den beiden Vitrinen ausgestellt. Ausserdem erscheint der Kunstführer «Die Pfarrkirche St. Martin in Tafers und ihre Kapellen» (siehe Kasten).

Festgottesdienst:Ostersonntag, 20. April, um 9.30 Uhr mit Weihbischof Alain de Raemy.

Publikation

Schätze der Pfarrkirche Tafers

Die Pfarrkirche Tafers ist die älteste im Sensebezirk. Zum Abschluss der Renovationsarbeiten gibt die Pfarrei einen Kunstführer heraus, den sie bei der Gesellschaft für Schweizer Kunstgeschichte in Auftrag gegeben hat. Der Freiburger Kunsthistoriker François Guex beschreibt in den Texten im Detail die Entstehung der Pfarrei, die Pfarrkirche St.Martin, aber auch die Jakobskapelle und die Beinhaus-Kapelle St.Michael. Der 50-seitige Führer erscheint in einer Auflage von 3000 Exemplaren. Das Büchlein wird für 15 Franken verkauft, so dass ein Teil der Kosten gedeckt werden kann. Für den Pfarreirat ist die Broschüre ein perfekter Abschluss der Kirchenrenovation.im

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