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«Ein genial soziales, aber mathematisch kompliziertes Werk»

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Ein ehemaliger Direktor des Bundesamts für Sozialversicherungen und dazu noch ein Sensler – die Rentnervereinigung des Sensebezirks war sich sicher, mit Otto Piller einen Kenner der Materie eingeladen zu haben. Im Bildungszentrum Burgbühl kam es gestern nämlich zu einer Premiere: Im Rahmen der sogenannten «Burgbühltage» ging dort der erste solche Anlass über die Bühne. Über Themen, welche die Rentner beschäftigen, zu informieren und zu diskutieren – dies sei das Hauptziel dieser Veranstaltungen.

 So war es denn nicht verwunderlich, dass man den ersten Anlass der Altersvorsorge generell und im Speziellen der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) widmete. Referent Otto Piller, selbst Rentner, nahm vorweg, dass er bereits eine gewisse Distanz zu seiner damaligen Tätigkeit im Bereich der Sozialversicherungen habe. «Ich habe mich jedoch daran gemacht, meine Unterlagen wieder hervorzusuchen», meinte Piller und begann mit einem historischen Abriss über die AHV: «Fast alle in diesem Saal haben wohl die Einführung der AHV miterlebt», spielte Piller die Auszahlung der ersten AHV-Renten 1948 an. Er selbst sei gerade mal sechs Jahre alt gewesen, als er gesehen habe, wie sein Grossvater seine erste Rente von gerade mal 40 Franken ausbezahlt bekommen habe.

 Die Schweiz sei dabei vergleichsweise spät gewesen mit der Einführung einer Sozialversicherung, erzählte Piller. Vor allem liberale Wirtschaftsverbände und kirchliche Institutionen hätten die Vorlage damals bekämpft. Das lange Ringen habe sich jedoch schliesslich gelohnt, «denn die heutige AHV ist ein genial soziales, wenn auch mathematisch komplexes Werk», so Piller.

 Ein Werk, das in permanentem Wandel ist, so scheint es: «Bereits zehn Revisionen hat die AHV hinter sich», informierte Otto Piller die Besucherinnen und Besucher. An einer weiteren werde nun unter Bundesrat Berset gearbeitet. «Diese geht in die richtige Richtung», erläuterte Piller. Denn die heutigen Herausforderungen, wie die höhere Lebenserwartung und die Verschiebung des Verhältnisses zwischen Beitragszahlenden und -bezügern, erforderten Anpassungen am Sozialwerk.

Rentenkürzungen?

Dass deshalb aber ein Leistungsabbau und Rentenkürzungen nötig seien, verneint Piller. Durch eine gesunde Basisfinanzierung, eine Flexibilisierung des Rentenalters und weitere kleinere Anpassungen werde die AHV auch in Zukunft bestehen können. mas

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