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Ein Geschenk für das Jahr 3000

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Die Archäologen des Jahres 3000 werden zufrieden sein, wenn sie das sehen», sagte Thomas Doering, Projektleiter Entwicklungsmanagement der Generaldirektion des Freiburger Spitals (HFR). Die Rede war von der Zeitkapsel, die der HFR-Generaldirektor Marc Devaud zusammen mit dem Verwaltungsratspräsidenten Philippe Menoud, der Uni-Rektorin ­Astrid Epiney und der Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre (SP) gestern in der Baustelle für das neue Medizin-Master-Gebäude auf dem Areal des Kantonsspitals im Boden eingemauert haben. Menoud und Devaud erhielten zu diesem Zweck zwei Schaufeln, Demierre und Epiney zwei Maurerkellen.

Die Kapsel – ein langes schwarzes Rohr – enthielt wichtige Zeitzeugen des 21.  Jahrhunderts: je ein Exemplar der «Freiburger Nachrichten», der «Liberté» und der «Gruyère», dazu die Botschaft und das Dekret des Staatsrats zu diesem Bau, die Konstruktionspläne, ein T-Shirt und eine Baseballmütze mit dem Uni-Emblem, ein USB-Stick, ein Erste-Hilfe-Kit, ein Büsche­li­birnen-Schnaps sowie ein Golfball des involvierten Architektenbüros «360 Grad» aus Freiburg.

Kostenpunkt: 8,3 Millionen

«Dies ist ein historischer Tag», sagte Philippe Menoud im Gespräch. «Es ist von höchster Wichtigkeit, dass das HFR und die Universität dieses Gebäude gemeinsam für die Zukunft bauen.» Das neue Masterstudium biete nicht nur neue Studienplätze, sondern helfe letztlich auch, dem Mangel an Hausärzten im Kanton entgegenzuwirken. Dem HFR werde das neue Angebot erleichtern, Kaderärzte zu rekrutieren. «Es ist also eine klassische Win-win-Situation», so Menoud.

Auch Anne-Claude Demierre sprach von einem «geschichtsträchtigen Moment», der sowohl dem Spital als auch der Universität sowie dem ganzen Kanton zugutekomme. ­Astrid Epiney nannte das Gebäude einen «wichtigen Schritt in die Zukunft» und ein «schönes, innovatives Projekt». Sie sei «froh, dass der Bau planmässig vorwärtsgetrieben wird», wie sie sagte. Einen Zusammenhang zwischen dem neuen Masterstudium und der Erhöhung der Studiengebühren an der Universität sahen übrigens weder Epiney noch Demierre.

«Im Frühling wird das Gebäude fertig sein», sagte Marc Devaud. Der Spitalbetrieb werde durch die Baustelle übrigens nicht in Mitleidenschaft gezogen, zumal es grundsätzlich viel einfacher sei, einen Neubau auf grüner Wiese zu realisieren als ein bestehendes Gebäude umzubauen. Höchstens einige Parkplätze seien wegen der Bauarbeiten manchmal besetzt, ansonsten ergebe sich keinerlei Störung des Betriebs. «Und auch budgetmässig sind wir auf Kurs», so Devaud. Das Gebäude kostet gemäss dem HFR-Projektleiter Dominique Dinh rund 8,3 Millionen Franken.

Platz für 80 Studierende

Im Rahmen der gestrigen Feier bestand für die Medien auch die Gelegenheit, einen virtuellen 3-D-Rundgang durch das künftige Gebäude zu unternehmen. Das vierstöckige Haus wird eine Gesamtfläche von 1585 Quadratmeter und ein Volumen von 5230 Kubikmeter aufweisen. Laut Dinh sind rund 15 Personen auf der Baustelle tätig, wobei nur am Tag gearbeitet werde. Bis zum Wintereinbruch soll der Rohbau beendet sein. Das laut Christophe Hayoz, Geschäftsführer von «360 Grad» in moderner, funktionaler Bauweise konzipierte Gebäude soll Platz für 80 Studierende und rund 25  Uni-Mitarbeiter bieten.

Medizin-Masterstudium

Ein Numerus clausus mit 40 Studienplätzen

Im September 2016 hat der Freiburger Grosse Rat einstimmig einen Kredit in der Höhe von 33 Millionen Franken genehmigt, damit die Universität Freiburg zusammen mit dem Freiburger Spital ein Masterprogramm in Humanmedizin aufbauen kann. Mit diesem Schritt soll an der Uni ein Institut für Hausarztmedizin entstehen, an dem jährlich 40 Studierende ihren dreijährigen Lehrgang beginnen können – dieses interdisziplinäre Programm mit dem Schwerpunkt Hausarztmedizin ist schweizweit einzigartig. Bisher konnte man in Freiburg Medizin nur bis zum Bachelor studieren. Der Staatsrat legt nun die Verordnung vor, welche die Zulassungsbeschränkungen für den Master of Medicine regelt. Vorrang für die 40 Studienplätze haben Bewerber, die an der Uni Freiburg studiert haben. Zuerst werden jene berücksichtigt, die den Bachelor in Humanmedizin abgeschlossen haben und entweder nahtlos weitermachen oder nach dem Bachelor ein Jahr Pause einlegen und dann den Master in Angriff nehmen wollen. Weiter werden die Studienplätze an Studierende mit abgeschlossenem Bachelor vergeben, welche die Uni Freiburg für ein Semester verlassen haben und nun wieder einsteigen wollen.

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