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Ein geselliges und lockeres Volksfest

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Ein geselliges und lockeres Volksfest

Empfang von Bundespräsident Joseph Deiss am 29. Januar im Forum

Der neue Bundespräsident Joseph Deiss möchte seine Wahl mit dem Volk feiern, und zwar gesellig und locker. Ganz Freiburg sollte allerdings auch nicht erscheinen, denn die Halle im Forum Freiburg kann nur 2000 Personen aufnehmen.

Von ARTHUR ZURKINDEN

«Wir gehen ein gewisses Risiko ein», hielt Staatskanzler René Aebischer, der grosse Organisator und Koordinator der Empfangsfeierlichkeiten, am Mittwoch vor den Medien fest. Das Fest vom Donnerstag, 29. Januar, findet nämlich nicht im Freien (zu kalt) oder im grossen Ausstellungsraum im Erdgeschoss des Forums statt, sondern im ersten Stockwerk. Laut Kanzler eignet sich das Erdgeschoss mit den hohen Mauern nicht für einen solchen Anlass.

So könnte es sein, dass der Saal im ersten Stockwerk aus Sicherheitsgründen geschlossen werden muss, wenn mehr als 2000 Personen am Empfang dabei sein möchten. Sie werden aber nicht unverrichteter Dinge rechtsumkehrt machen müssen, sondern sollen im Erdgeschoss verpflegt werden.

Eine Steh-Party

Die Tür im Forum Freiburg wird sich um 17.30 Uhr öffnen. Der offizielle Teil wird von 18 bis 20 Uhr stattfinden. Spätestens um 21.30 Uhr muss aber der letzte Gast den Saal wieder verlassen haben, da dieser für einen Anlass am folgenden Tag hergerichtet werden muss.

Für Behinderte oder ältere Leute werden zwar einige Sitzgelegenheiten zur Verfügung stehen, ansonsten werden aber die Gäste und das Fussvolk stehen müssen. Ihre Gläser oder ihren Teller können sie allerdings auf den vielen im Saal verteilten Tischen abstellen. Cardinal-Bier, Wein, Wasser, einheimische Produkte mit u. a. einer «soupe au chalet» usw. können «gefasst» werden.

800 Einladungen

Das Volk wird zwar über die Medien zum Empfang eingeladen, der Staatsrat hat jedoch auch 800 persönliche Einladungen verschickt. So wird sich eine illustre Gesellschaft in Freiburg einfinden. Sicher dabei sein wird Bundesrat Samuel Schmid, der das Wort ergreifen wird. Laut Staatskanzler werden aber auch viele Bundesparlamentarier, Vertreter der kantonalen Regierungen, vor allem der Westschweiz und des Espace Mittelland usw. anwesend sein. Ob auch Ruth Metzler erscheinen wird, konnte er nicht sagen. «Offiziell weilt sie noch in den Ferien», meinte der Kanzler.

Das Wort ergreifen wird ebenfalls Staatsratspräsident Michel Pittet. Der Gefeierte selber wird gegen 19.30 Uhr das Rednerpult betreten. Da im 140 m langen Saal die hintersten Reihen Mühe bekunden werden, das Geschehen auf der Bühne mitzuverfolgen, werden die Reden und die Aufführungen auf Grossleinwände übertragen.
Nicht die «Landwehr», das offizielle Musikkorps des Staates und der Stadt Freiburg, wird den Bundespräsidenten empfangen, sondern die Musikgesellschaft «L’Avenir» von Courtepin/Bärfischen, wie dies der prominenteste Einwohner von Bärfischen auch gewünscht hat. «Die Landwehr eignet sich für solche Anlässe nicht», begründete Aebischer, weshalb auf ein Engagement des offiziellen Freiburger Musikkorps verzichtet wurde. Seiner Ansicht nach sind an diesem Abend eher Märsche denn ein Konzert gefragt.

Anwesend sein wird aber das Ehrenkontingent der Freiburger Grenadiere. Und es wird nicht auf seine Ehrensalve verzichten. Diese wird aber nicht im Saal selber, sondern im Erdgeschoss abgefeuert werden.
Weiter werden der Männerchor Bärfischen, die Abakustiker, die Ballettschule von Monique van der Roer, das Duo Schwenter, die Big Band des Konservatoriums Freiburg sowie die «Groupe des Dames Bourgeoises de Fribourg» auftreten. «Es werden jeweils nur kurze Auftritte sein», ergänzte der Kanzler. Als Tafelmajor wird der zweisprachige Grossrat Nicolas Betticher amten.

Keine «Berliner Mauer»

Der Saal im ersten Stockwerk wird unterteilt sein. Mit einer offiziellen Einladung werden sich die Gäste direkt in den vorderen Teil des Saals begeben können. «Es ist keine Berliner Mauer, welche den Saal trennt», betonte der Kanzler, «sondern eine kleine Hecke.» Die Abteilungen sind denn auch «durchlässig». Das Volk wird sich also auch unter die prominenten Gäste mischen können.

Die Parkplätze beim Forum Freiburg können von den Automobilisten gratis benützt werden. Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (tpf) werden vor und nach der Veranstaltung zusätzliche Fahrten organisieren. Gratis werden ebenfalls die Getränke und die Imbisse sein, die serviert werden.
Angesichts der Prominenz, die sich im Forum Freiburg versammeln wird, werden auch entsprechende Sicherheitsmassnahmen getroffen. Die Kantonspolizei wird dabei unterstützt von der Bundespolizei.
Genügend für alle

Das Ganze wird den Staat auch einiges kosten. Beim Empfang von Joseph Deiss als neuen Bundesrat im März 1999 wurden 140 000 Franken ausgegeben. Damals wurden aber auch Extrazüge organisiert. Diesmal wird der Gefeierte mit der «normalen» Dienstkarosse des Bundesrates in Freiburg eintreffen. Der Staatskanzler rechnet deshalb mit einem Budget von rund 100 000 Franken. Und diesmal sollten Essen und Trinken nicht ausgehen, ehe die Party zu Ende ist. Am ersten Deiss-Empfang im Jahre 1999 wollten 5000 Leute teilnehmen, erwartet wurde nur knapp die Hälfte. Deshalb blieben einige hungrige Mäuler zurück. az

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