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«Ein gewisses Mass an Jagd ist absolut notwendig»

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Die Jagd polarisiert. Das zeigt sich auch in zwei Anfragen von Freiburger Grossräten an den Staatsrat. Rudolf Vonlanthen (FDP, Giffers) will vom Staatsrat wissen, wie es um die jagdbare Wildpopulation steht, insbesondere die Gämsen. Er fragt unter anderem, warum nicht mehr jeder Jäger mindestens eine Gämse schiessen darf. Nicolas Pasquier (Grüne/Bulle) und Nicolas Repond (SP/Bulle) hingegen sorgen sich in ihrer Anfrage um den Verlust der Biodiversität in den Voralpen wegen zu starker Bejagung.

In den Antworten auf beide Anfragen stellt der Staatsrat klar, dass «ein gewisses Mass an Jagd absolut notwendig ist», wenn es etwa darum gehe, Tierbestände zu regulieren. Bestimmte Arten wie das Wildschwein, das Reh oder der Hirsch verursachten sonst grosse Schäden in der Landwirtschaft und in Schutzwäldern.

Gamsjagd beschränkt

Die Grossräte wollten vom Staatsrat Auskunft über verschiedene Tierarten. Gegenüber Rudolf Vonlanthen erwähnt der Staatsrat in seiner Antwort, dass die Situation der Wildpopulation allgemein nicht besorgniserregend sei, sondern stabil. Eine Ausnahme seien die Gämsen: Weil ihre Zahl zurückging, sei die Jagd auf diese Tiere 2017 beschränkt worden. Darum könne auch nicht mehr jeder Jäger eine Gämse schiessen. Die Massnahme zeige jedoch Wirkung, die Bestände erholten sich. So seien die Zahlen von knapp 1900 Exemplaren im Jahr 2016 auf fast 2400 Tiere im aktuellen Jahr gestiegen.

«Es ist durchaus natürlich, dass einzelne Tiere krank werden oder abstürzen, was zur natürlichen Regulierung des Bestands beiträgt.»

Antwort des Staatsrats auf eine schriftliche Anfrage aus dem Grossen Rat

Vonlanthen fragte auch, warum Steinböcke nicht gejagt werden dürften, obwohl viele von ihnen krank seien. Diese Tiere seien bundesweit geschützt und nur unter ganz bestimmten Bedingungen jagdbar, entgegnet der Staatsrat. Diese Bedingungen seien in Freiburg nicht erfüllt. «Es ist durchaus natürlich, dass einzelne Tiere krank werden oder abstürzen, was zur natürlichen Regulierung des Bestands beiträgt», schreibt der Staatsrat.

Warum die Waldschnepfe?

Nicolas Pasquier und Nicolas Repond ihrerseits sorgen sich um die Waldschnepfe und wollten vom Staatsrat wissen, weshalb die bedrohte Vogelart in Freiburg im Herbst gejagt werden darf. Der Staatsrat schreibt, dass die Waldschnepfe tatsächlich eine verletzliche Art sei. Er schreibt aber auch, die Jagd auf die Waldschnepfe habe in Freiburg Tradition. Sie sei jedoch nur von Mitte Oktober bis Mitte Dezember gestattet. Weil die in Freiburg brütenden Waldschnepfen Anfang November schon in den Süden zögen, seien die meisten geschossenen Waldschnepfen sehr wahrscheinlich Zugvögel aus anderen Ländern, in denen die Populationen auf keine Weise bedroht seien. Um einen besseren Schutz der einheimischen Vögel zu gewährleisten, schlägt der Staatsrat vor, die Jagd erst ab Anfang November zu erlauben.

Kompromiss finden

Die beiden Grossräte wollten auch wissen, ob der Kanton den Jägern nicht zu sehr entgegenkomme. Rudolf Vonlan­then wiederum beschäftigt, dass den Jägern nicht genug Vertrauen geschenkt wird. Der Staatsrat stellt klar, dass seine Entscheide immer ein Kompromiss zwischen den Interessen von Jägern und dem Naturschutz seien.

Schliesslich wollten Nicolas Pasquier und Nicolas Repond vom Staatsrat auch wissen, warum im Naturschutzgebiet Vallon de Bounavaux im Greyerzbezirk die Jäger die Wege verlassen dürften. Wanderer und Spaziergänger müssten nämlich auf den Wegen bleiben, zum Schutz von Flora und Fauna. Der Staatsrat begründet dies damit, dass ansonsten eine effiziente und tiergerechte Jagd nicht möglich sei. Denn diese umfasse auch das Aufspüren von Tieren. Die Jagd im Naturschutzgebiet sei folglich während der Jagdzeiten erlaubt.

nas

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