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Ein gewonnener Punkt für Gottéron

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In der letzten Saison hatte Gottéron fünf von sechs Spielen gegen Bern gewonnen–und dennoch sprach gestern Abend nur wenig für die Freiburger. Nicht nur, weil der SCB sein Team auf diese Saison hin prominent verstärkt hat, sondern in erster Linie deshalb, weil Gottéron im Spiel zuvor in Davos insbesondere defensiv einen desolaten Auftritt geboten hatte. Kam hinzu, dass gestern mit Jérémie Kamerzin und Sebastian Schilt auch noch zwei Stammverteidiger ausfielen. Kamerzin, der das Spiel wie Greg Mauldin, Andrei Bykow und Jeff Tambellini von den Presseplätzen aus verfolgte, wegen Nackenschmerzen, Schilt, weil er mit seiner hochschwangeren Frau im Spital war.

Intensive, schnelle Partie

Es war deshalb keine Überraschung, dass es für Gottéron gestern in Bern nicht zum Sieg reichte. Ein Punkt ist nach dem Spiel in Davos und aufgrund der zahlreichen Verletzten sicher eine korrekte Ausbeute für ein Auswärtsspiel beim SCB. Es zeichnete sich früh ab, dass Trainer Hans Kossmann nicht zu viel versprochen hatte, als er am Samstag in Davos sagte, dass sich so eine schlechte Leistung seiner Mannschaft nicht wiederholen werde. Die Freiburger spielten bissig, leidenschaftlich und diszipliniert. Und weil die Berner nach der peinlichen Playout-Teilnahme der letzten Saison ohnehin in jedem Spiel auf Wiedergutmachung aus sind, entwickelte sich eine für diesen frühen Zeitpunkt der Saison ausserordentlich intensive, schnelle Partie.

Der erste grosse Aufreger ereignete sich in der 5. Minute: Der Berner Stürmer Christoph Bertschy brachte den rückwärts laufenden Gottéron-Verteidiger Timo Helbling zu Fall. Eine Situation, in der sich Bertschy nicht über eine Zweiminutenstrafe wegen Beinstellen hätte beschweren dürfen. Doch die Schiedsrichter liessen die Partie weiterlaufen, Tristan Scherwey übernahm die Scheibe, passte quer zum frei stehenden Martin Plüss, der Bern früh in Führung brachte. Die Aktion brachte Hans Kossmann derart in Rage, dass er sich zunächst weigerte, fünf Spieler auf das Eis zu schicken. Erst nachdem die Schiedsrichter an der Freiburger Bande waren und Kossmann ihnen gehörig seine Meinung gegeigt hatte, ging die Partie weiter.

Die Freiburger Spieler liessen sich vom Gegentreffer jedoch weniger aus der Ruhe bringen als ihr Chef. Nur drei Minuten später setzte Christian Dubé im gegnerischen Slot gut nach und glich das Spiel aus.

Gottéron zeigt Charakter

Nach der turbulenten Startphase besannen sich die Freiburger fürs Erste noch mehr auf ihre defensive Taktik und überliessen dem Heimteam das Spiel. Dass dies dem SCB, der auch unter Guy Boucher sein abwartendes 1-3-1-System zu spielen versucht, nicht unbedingt behagt, zeigten sie vor allem im Mitteldrittel mit zahlreichen Fehlpässen und unsauberen Puckannahmen. Obwohl sich das Geschehen in den ersten beiden Dritteln über weite Strecken vor dem Freiburger Tor abspielte, hatten die Berner nicht allzu viele Grosschancen. Weil die Freiburger ihre bei Kontern oder in Überzahl durchaus ebenfalls vorhandenen Chancen jedoch ebenso wenig nutzten wie die Berner, ging es mit einem 1:1 in das letzte Drittel. Dort schienen zehn Sekunden, in denen die Freiburger den Überblick verloren, auszureichen, um das Spiel in der 44. Minute zugunsten der Berner zu entscheiden. Zunächst konnte Conz, der ansonsten eine starke Partie bot, den Puck nicht blockieren und Pascal Berger so lange ungestört gegen seinen Schoner schlagen, bis die Scheibe über die Linie kullerte. Helbling räumte seinen Gegner in dieser Situation einen Tick zu spät weg. Als zehn Sekunden später Byron Ritchie völlig frei stehend auf 3:1 erhöhte, wurde manchen der mitgereisten Gottéron-Fans wohl bereits wieder angst und bange um ihr Team.

Doch die Freiburger zeigten Charakter. Diesmal blieb das Aufbäumen nicht aus. Julien Sprunger mit einer schönen Einzelleistung (47.) und Anthony Huguenin mit einem Slapshot in Überzahl (50.) glichen die Partie tatsächlich noch einmal aus.

Sprunger die tragische Figur

In der turbulenten Schlussphase hätten die Freiburger das Spiel durchaus zu ihren Gunsten entscheiden können. Die beste Chance vergab Julien Sprunger vier Minuten vor Schluss im Powerplay, als er aus guter Position über das halb leere Tor schoss. Für den Topskorer der Freiburger wurde es noch bitterer: In der Verlängerung lenkte er nach nur 49 Sekunden den Puck ins eigene Gehäuse und schenkte mit diesem Eigentor den Bernern den Zusatzpunkt.

Telegramm

Bern – Gottéron 4:3 n. V. (1:1, 0:0, 2:2)

15549 Zuschauer.–SR Mollard/Stricker, Ambrosetti/Rohrer.Tore:5. Martin Plüss (Scherwey, Bertschy) 1:0. 8. Dubé (Benjamin Plüss) 1:1. 44. (43:02) Pascal Berger 2:1. 44. (43:12) Ritchie (Kobasew) 3:1. 47. Sprunger (Wirtanen) 3:2. 50. Huguenin (Helbling, Sprunger/Ausschluss Blum) 3:3. 61. (60:49) Holloway 4:3.Strafen:6-mal 2 Minuten gegen Bern, 5-mal 2 plus 10 Minuten (Vauclair) gegen Gottéron.

Bern:Bührer; Jobin, Gragnani; Gerber, Blum; Krueger, Furrer; Randegger, Kreis; Holloway, Ritchie, Rüfenacht; Bertschy, Martin Plüss, Scherwey; Kobasew, Gardner, Pascal Berger; Loichat, Reichert, Alain Berger.

Freiburg-Gottéron:Conz; Ngoy, Kwiatkowski; Helbling, Abplanalp; Montandon, Huguenin; Wildhaber; Mottet, Dubé, Benjamin Plüss; Fritsche, Pouliot, Monnet; Sprunger, Wirtanen, Hasani; Brügger, Ness, Vauclair.

Bemerkungen:Bern ohne Moser (verletzt) und Kinrade (überzählig), Gottéron ohne Tambellini, Mauldin, Kamerzin, Jeannin, Bykow (alle verletzt) und Schilt (abwesend/private Gründe). Lattenschuss Wirtanen (57.). Timeout Gottéron (57.).

Die FN-Besten:Kobasew und Pouliot.

 

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