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Ein Glas Wein und viele Emotionen

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«Prost – zum Wohl!»: An der Gemeindeversammlung Plaffeien vom Freitag gab es ein paar Ausnahmen. Sie fing nicht nur bereits um 19.30 Uhr an, schon zu Beginn stiessen einige Bürger mit Wein an: Auf das Ende der politischen Gemeinde Plaffeien, wie sie seit 1833 besteht. Überhaupt herrschte an diesem 25. November 2016 eine gute Stimmung im Saal des Hirschen. «Es ist ein historischer Moment», sagte Ammann Otto Lötscher zur Begrüssung den 84 Bürgerinnen und Bürgern, die gekommen waren, um der letzten Gemeindeversammlung vor der Fusion beizuwohnen. Die ordentlichen Traktanden gingen rasch über die Bühne (siehe Kasten).

Engagement gewürdigt

Eine Fusion bringt viele Wechsel», sagte Lötscher einleitend zum Traktandum, das am längsten dauerte und am emotionalsten verlief: die Verabschiedungen. Durch die Fusion hat Plaffeien im neuen Gemeinderat noch vier Vertreter. Zwölf Kandidaten waren zur Wahl angetreten. «Es braucht Mut, sich bei dieser Konstellation zur Verfügung zu stellen.» Er honorierte den Einsatz der abtretenden und nicht wiedergewählten Ratsmitglieder sowie von jenen, die im neuen Plaffeien wieder dabei sind.

Stefan Raemy war eindreiviertel Jahre im Gemeinderat, Alfons Neuhaus zwei Jahre und Andreas Stalder zweieinhalb Jahre. Während zehn Jahren hat sich Anne-Marie Vonlanthen, die «Powerfrau mit der sozialen Ader», wie der Syndic sie bezeichnete, für das Soziale und den Tourismus starkgemacht. Peter Geiser war während fast 16 Jahren für öffentliche Sicherheit zuständig und stellte auch an diesem Abend seinen Humor unter Beweis, mit dem er gemäss Otto Lötscher im Rat stets für Auflockerung gesorgt hatte.

Weiter im neuen Gemeinderat bleiben Bruno Zbinden (seit 2011), Alfons Piller (seit 2001), Daniel Bürdel (seit 2011) und Otto Lötscher, der seit 1982 Gemeinderat und seit 20 Jahren Ammann ist. Vize-Syndic Bürdel würdigte dessen Einsatz bei vielen Projekten, aber auch sein Engagement im Dorfleben, etwa als OK-Präsident bei Anlässen. «Du hast angepackt, wo Not am Mann war und auch dort, wo es heikel war.» Der Einsatz sei nicht hoch genug zu schätzen. Das Bestresultat bei der Wiederwahl sei eine Honorierung dieser Leistung.

Otto Lötscher selbst betonte, dass dies nur möglich sei, wenn man ein gutes Team im Rücken habe. «Wenn der Zusammenhalt im Dorf stimmt, dann kann man Grosses bewegen.» Er dankte für den starken Rückhalt aus der Bevölkerung.

Verabschiedet wurde auch Gérald Buchs, der an diesem Abend sein 102. und letztes Versammlungsprotokoll führte. Nach 38 Jahren als Gemeindeverwalter und -schreiber wird er diese Funktion nach der Fusion nicht mehr wahrnehmen. Da das Bauamt und die Gemeindekasse mit Kaderstellen aus Plaffeien besetzt werden, wurde die Führung der Verwaltung einer Kaderperson aus Oberschrot anvertraut, ein Zugeständnis an den Fusionspartner, wie der Syndic sagte. Gérald Buchs wird als Projektleiter Fusion in der neuen Gemeinde tätig sein. Mehr als 33 Jahre im Dienst der Gemeinde Plaffeien war Gemeindeweibel und -fähnrich Marius Marro. Wie alle Geehrten erhielt auch er ein Abschiedsgeschenk und viel Applaus.

Syndic soll bleiben

Joseph Brügger rief die vier Plaffeier Vertreter im Gemeinderat des neuen Plaffeien am Schluss der Versammlung dazu auf, zusammenzustehen. «Es ist traurig genug, dass Leute mit zehnmal mehr Stimmen nicht mehr gewählt wurden. Ich bitte Euch, nicht parteipolitische Kabinettstückchen zu betreiben, sondern dafür zu schauen, dass der Syndic der neuen Gemeinde weiterhin aus Plaffeien kommt. Nicht, weil wir Oberschrot dies nicht zutrauen, sondern weil wir einen guten haben. Das soll so bleiben.»

Geschäfte

Weitere Güterwege werden saniert

Die Plaffeier haben einem Kredit über 1,606 Millionen Franken zugestimmt. Damit soll das 2014 genehmigte Sanierungsprojekt für Güterwege und Hofzufahrten erweitert werden. Nach Abzug der Subventionen von Bund und Kanton sowie den Beiträgen von Privaten beträgt der Anteil für die Gemeinde 847 800 Franken. Ein Teil ist über zinslose Darlehen gedeckt, für den Rest nimmt die Gemeinde Kredite auf. Auch das neue, im Hinblick auf die Fusion überarbeitete Personalreglement wurde gutgeheissen.

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