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Ein Gottesdienst als Würdigung der Zweisprachigkeit des Bistums Freiburg

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An einem ganz normalen Dienstagvormittag stand das Düdinger Ortszentrum Kopf: In einer langen Prozession zogen weiss gekleidete Geistliche zur Pfarrkirche. 130 Priester, rund ein Dutzend Diakone und gegen 100 Laienseelsorger aus allen Ecken des Bistums Lausanne-Genf-Freiburg fanden sich in der Kirche St. Peter und Paul zur Chrisam-Messe ein. Erstmals hatten der Bischof und seine beiden Weihbischöfe für das jährliche Treffen die Seelsorgenden ihrer Diözese nach Deutschfreiburg gerufen. Sonst finden diese Messen in den grossen Kirchen der Kantonshauptorte statt.

Dankbar für die Einheit

«Es ist für uns als sprachliche Minderheit nicht immer einfach, die Einheit der Kirche zu verstehen», sagte der Deutschfreiburger Bischofsvikar Nicolas Glasson einleitend. So sei der Besuch der Gemeinschaft der Geistlichen des Bistums für Deutschfreiburg eine Freude. Das Vikariat habe erkannt, dass die Deutschsprachigen sich weniger angesprochen fühlen, und beantragte, diesen besonderen Gottesdienst für einmal in Deutschfreiburg zu feiern. Auch Bischof Charles Morerod betonte die Bedeutung der Feier «extra muros» für die Einheit und den Frieden innerhalb seines zweisprachigen Bistums. Das kam zum Ausdruck in den in beiden Sprachen vorgetragenen Gebeten, Schriftlesungen und Liedern.

«Wer diese Messe nicht kennt, sah auf der Strasse nur Menschen in komischen Kleidern», sagte Morerod mit feiner Ironie über die morgendliche Prozession, «ich war einer von ihnen.» Doch an diesem Tag sei die Symbolik noch wichtiger als sonst, was sich gerade in der Segnung der Öle manifestiere (siehe Kasten). Diese tragen laut Morerod viel Symbolkraft. «Wir Christen sind Gesalbte, sowie Jünger und Diener des Gesalbten», erklärte Morerod mit Hinweis auf die genaue Übersetzung von Christus. Die Salbung mit Öl sei die Materialisierung des Glaubens, ein Zeichen für die Nähe zu Christus.

Die Messe findet traditionell im Vorfeld von Ostern statt. «Mit der Feier der Chrisam-Messe wird das Fest eröffnet, das im Kern des christlichen Glaubens steht: Leiden, Tod und Auferstehung Christi», erklärte Glasson weiter.

Das Öl wird in Gefässen feierlich durch die Kirche getragen und vom Bischof gesegnet. Danach wird es in der ganzen Diözese für die damit verbundenen Riten verteilt. Priester, Diakone und Laienseelsorger erneuern danach nacheinander vor dem Bischof und den Vertretern der Kirche ihre Bereitschaft zu ihrem Dienst an der Kirche.

Armenischer Ehrengast

An der Feier nahmen neben den Seelsorgerinnen und Seelsorgern aus dem Bistum auch Geistliche aus vielen Teilen der katholischen Weltkirche teil. Selbst ein hoher Würdenträger der armenisch-apostolischen Kirche wurde eingeladen. Laut Bischof Morerod geschah dies im Gedenken an den Beginn des Völkermordes an den osmanischen Armeniern im April vor 100 Jahren.

Definition

Olivenöl mit verschiedenen Einsatzmöglichkeiten

Die Chrisam-Messe ist das Symbol der Einheit einer Diözese. In der Messe werden die Öle geweiht, die überall im Bistum für Sakramente verwendet werden: das Krankenöl für die Krankensalbung, das Katechumenenöl für die Salbung eines Taufbewerbers oder eines Täuflings vor der Taufe sowie das namengebende Chrisam für die Taufe, die Firmung, die Priesterweihe, für die Weihe von Kirchen und Altären. Die Öle sind Olivenöle, und der Olivenbaum sowie seine Zweige sind theologisch ein Symbol für den Frieden, betonte Bischof Charles Morerod. Das Krankenöl dient wie eine medizinische Salbe dazu, Krankheiten aller Art zu heilen, das Katechumenenöl soll laut Morerod dazu helfen, die Freude der Taufe zu erfahren. Und das Chrisamöl befähige zur Annahme der Erlösung.fca

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