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Ein Grill für neunzig Personen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Beim Kochen auf offenem Feuer können wir nicht einfach einen Schalter betätigen, um die Temperatur zu regulieren», sagt Kai Schnell. Er ist einer von fünf Lagerköchen, die im Zeltlager der Jubla Tafers während der zweiten Lagerwoche dafür sorgten, dass die rund 90 Kinder und Leiter gebührend verpflegt wurden.

Altes Militärmaterial

In der ersten Woche kümmerte sich ein anderes Kochteam um das kulinarische Wohlergehen der Lagerteilnehmer. Die Kochteams der Jubla Tafers setzen sich jeweils aus ehemaligen Leitern zusammen, die nicht vom sommerlichen Lagerspass ablassen können. Auf einem riesigen Grillrost und mit altem Militärmaterial wie grossen Kochtöpfen oder Riesenbratpfannen ausgerüstet, bereiteten die Lagerköche Gerichte wie zum Beispiel Bami Goreng, Fischstäbchen oder Gulasch zu. Die dafür benutzte Grillvorrichtung der Jubla Tafers hat sich über Jahrzehnte hinweg bewährt und besteht aus aufgeschütteter Erde, die als Unterlage für das Feuer benutzt wird. Darüber wird dann der Grillrost angebracht.

Alles braucht mehr Zeit

Auf dem Feuer für 90 Personen zu kochen bedeutet in erster Linie, genug Zeit einzuplanen. «Hier dauert eben alles etwas länger als in einer ausgestatteten Küche», sagt Dominic Zbinden, einer der Lagerköche. «Bevor wir überhaupt etwas kochen können, müssen wir uns erst um das Feuer kümmern.» Wenn dann auch noch ständiger Regen oder gar Stürme dazukommen, haben es die Lagerköche besonders schwer, denn dann müssen sie sich neben dem Einfeuern, dem Rüsten und dem Kochen auch noch um die Stabilität ihres Küchenzeltes kümmern. In diesem Jahr mussten sich die Lagerköche an fast jedem Tag mit Regen und Gewittern herumschlagen. Von ihrem Enthusiasmus liessen sie sich jedoch nicht abbringen: «Bei uns steht am Ende immer etwas Tolles auf dem Tisch–komme, was wolle», so Zbinden.

Backofen und Fritteuse

«In diesem Jahr haben wir uns an besonders schwierige Gerichte gewagt», sagt Laurent Genilloud, ehemaliger Leiter und langjähriger Lagerkoch der Jubla Tafers. Die Lagerköche scheuten in diesem Jahr keinen Aufwand und probierten auch Neues aus. So bauten sie beispielsweise im Vorfeld einen Backofen aus einer alten Metalltonne, mit dem sie im Lager schliesslich eine Lasagne auf den Tisch zauberten. Während dem Lager improvisierten sie auch eine Fritteuse und bereiteten darin Chicken Nuggets, Pouletflügeli und Zwiebelringe zu. «Es macht uns Spass, jedes Jahr neue und für ein Lager untypische Gerichte auszuprobieren», sagt Kai Schnell.

Verbrennungen sind üblich

Die Arbeit als Koch im Jublalager fordert nicht nur viel Schweiss und Erfindungsreichtum. Auch kleinere Verletzungen müssen von den Köchen in Kauf genommen werden. Schliesslich arbeiten sie am Feuer. Da kommt über eine Woche hinweg schon die eine oder andere Verbrennung zustande. «Kleine Verletzungen gehören einfach zum Kochen im Lager dazu», sagt Laurent Genilloud.

Sommerzeit ist auch Grillzeit. Die FN sind Fragen rund um dasGrillierennachgegangen. Dieser Beitrag schliesst die Sommerserie ab.

Rezept

Gulasch für neunzig Lagerteilnehmer

Um ein Gulasch für 90 Personen auf offenem Feuer zuzubereiten, braucht es vor allem viel Zeit: Zu Beginn werden zehn Kilogramm Rindsragout zusammen mit 20 gehackten Zwiebeln und zwei in Stücke geschnittenen Knoblauchzwiebeln in Öl angebraten und mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver gewürzt. Wenn das Fleisch gut angebraten ist, wird es mit zwei Litern Rotwein abgelöscht. Das Ganze wird nun eine Weile eingekocht. Anschliessend werden acht Kilogramm Pelati und zwei grosse Tuben Tomatenpüree dazugegeben. Nun ist Warten angesagt: Das Gulasch muss jetzt gut drei Stunden einkochen, bevor 8 Kilogramm Kartoffeln, 5 Kilogramm Karotten und etwa 10 geschnittene Peperoni dazugegeben werden. Unter regelmässigem Rühren wird das Gulasch nun noch eine weitere Stunde eingekocht und schliesslich mit dick geschnittenen Brotscheiben serviert.lr

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