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«Ein grosser Tag für die Sicherheit»

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Statt des Durchschneidens eines Bands hatten sich die Verantwortlichen gestern für die feierliche Eröffnung des Ausbildungszent­rums der Kantonalen Gebäudeversicherung (KGV) in Châtillon etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Ein überdimensioniertes Band im Innenhof des Zentrums wurde von einem künstlich entfachten Feuer buchstäblich abgebrannt.

Staatsratspräsident Maurice Ropraz (FDP) brauchte mit seiner Fernbedienung allerdings zwei Anläufe, bis er das Feuer zum Brennen brachte. Eine kleine technische Panne zum Schmunzeln, die allerdings auch die Entstehungsgeschichte dieses Baus – des modernsten seiner Art in der Schweiz – widerspiegelt. Denn auch bis zu dessen Einweihung brauchte es Geduld. 1999 wurde die Idee dazu erstmals ins Spiel gebracht, und nach dreijähriger Bauzeit war es nun gestern endlich so weit.

«Vertretbare» Mehrkosten

Unter den über 300 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Feuerwehr und Blaulichtorganisationen gaben sich unter anderem auch Markus Ith, Vizepräsident des Grossen Rats, Kantonsgerichtspräsident Johannes Frölicher sowie Urs Graf, Präsident der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen, die Ehre. Sie alle wurden von KGV-Direktor Jean-Claude Cornu begrüsst. «Dies ist ein grosser Moment für die Gebäudeversicherung, die Feuerwehrleute und die Sicherheit des Kantons», sagte Cornu.

Auch Baukommissionspräsident Jean Genoud sprach von einem langen Weg, der zu diesem Tag geführt habe. Für einige Feuerwehrvertreter sei dieser Weg wohl zu lange gewesen. «Doch ihre Geduld wird heute belohnt», so Genoud. Dieser Neubau ermögliche realitätsnahe Simulationen, was nicht nur den jüngsten Fortschritten bei den Interventionstechniken der Feuerwehren gerecht werde, sondern auch der zunehmenden Komplexität der Gefahren, denen sie bei ihrer Arbeit begegneten. Die Kostenüberschreitung von rund 900 000 Franken oder 4,4 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Budget von 20,5 Mio. Franken bezeichnete der Baukommissionspräsident als vertretbar. Die zusätzlichen Arbeiten, die das Budget während der Bauzeit erhöht hätten, seien allesamt im Sinne der Sicherheit und Effizienz erfolgt. Vor allem aber habe dieses Projekt die Freiburger Staatskasse nicht belastet, sondern sei ausschliesslich aus Reserven der KGV finanziert worden.

Hier ein paar Eindrücke des neuen Ausbildungszentrum im Video.

Technologie der US-Navy

Lobende Worte fand auch Staatsratspräsident Maurice Ropraz. «Ich bin sehr glücklich darüber, dass dieser wichtige Tag für die Sicherheit unseres Kantons endlich da ist», sagte er im Gespräch mit den FN. Die Ausbildung von Feuerwehr und Blaulichtorganisationen werde immer wichtiger, und hier werde eine absolut zeitgemässe, qualitativ hochstehende Infrastruktur für Übungsszenarien zur Verfügung gestellt. Von diesem Zentrum würden laut Ropraz nicht nur kantonale Partnerorganisationen der Feuerwehren wie Polizei, Ambulanzen oder der Zivilschutz profitieren. «Auch alle anderen interessierten Organisationen aus anderen Kantonen sind herzlich eingeladen, ihre Mitarbeiter hier auszubilden», so Ropraz. Im Übrigen freue er sich darüber, dass dieses Projekt ausschliesslich aus Eigenmitteln der KGV finanziert worden sei.

Simona Dematté, Stabsoffizierin der Gendarmerie bei der Kantonspolizei, freute sich darüber, dass man beim Bau dieses Zentrums aus den Erfahrungen anderer, ähnlicher Bauwerke habe profitieren können. «Es ist wirklich toll geworden», sagte sie. Vor allem könne man die Ausbildungsszenarien hier modular aus den verschiedensten Elementen zusammenfügen. Ausserdem könnten Feuerwehr, Polizei und Ambulanz hier das Verständnis ihrer jeweiligen Zusammenhänge vertiefen.

Kernstück der Anlage sind die zentral computergesteuerten und mit Fernbedienungen einfach handhabbaren, künstlichen Brandherde, die mit Naturgas oder Propan quasi nach Mass erzeugt werden können. «Diese Technologie wurde 1982 erstmals für die US-Navy eingesetzt», verriet der CEO der Erbauerfirma KFT aus Montvale im US-Bundesstaat New Jersey.

Zahlen und Fakten

Ein bis 800 Grad heisses Höllenfeuer

Das Areal des vom Architekten Jacques Ayer konzipierten KGV-Ausbildungszentrums ist insgesamt rund 13 000 Quadratmeter gross. Im ältesten Teil, einem umgebauten Bauernhaus, sind die Schulungsräume untergebracht. Ein Turm und zwei weitere Übungsgebäude aus Beton dienen der eigentlichen praktischen Ausbildung, mit über 20 künstlichen Brandherden, die 600 bis 800 Grad heisses Feuer erzeugen. Die Anlage steht nicht nur den 4200 Freiburger Feuerwehrleuten, sondern auch Kollegen aus anderen Kantonen, Polizei, Ambulanz und Zivilschutz zur

Verfügung. Heute Samstag, 3. Juni, ist die Bevölkerung von 10 bis 16 Uhr zu einem Tag der offenen Anlage eingeladen, mit Betriebsführungen und Demonstrationen.

jcg

 

 

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