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Ein Gründerzentrum für Deutschfreiburg

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Autor: Arthur Zurkinden

Alain Lunghi ist im Rahmen des Projekts InnoReg von den Regionalverbänden angestellt worden und kann sozusagen als «Monsieur Neue Regionalpolitik» bezeichnet werden. «Ja, ich suche immer Projekte», umschreibt er seine Haupttätigkeit. Er sammelt Ideen, aus denen ein NRP-Projekt entstehen könnte. «Ich kläre ab, wo im Kanton Freiburg ein Potenzial vorhanden ist», erklärt er gegenüber den FN. Er wirft aber auch einen Blick über die Kantonsgrenzen hinaus und schaut, was in andern Kantonen in der Neuen Regionalpolitik läuft oder was im Ausland an genialen Ideen vorhanden ist, die ebenfalls Anstoss für ein NRP-Projekt geben könnten. Dabei steht er ständig in engem Kontakt mit der kantonalen Wirtschaftsförderung und mit allen möglichen Akteuren im Bereich Wirtschaft, Tourismus und Politik.

Zusammenarbeit ist gefragt

Alain Lunghi beobachtet aber auch, was im Kanton Freiburg schon an Ideen vorhanden sind, die weitergesponnen und zu einem NRP-Projekt entwickelt werden könnten. Dies trifft vor allem dann zu, wenn Projekte in Zusammenarbeit realisiert werden können. So denkt er an Ideen im Tourismusbereich, zum Beispiel an das konkrete Projekt, den Glane- und Vivisbachbezirk als Ferienland für Leute mit Behinderung zu fördern, an die Zusammenarbeit der Freiburger Bergbahnen oder an die Erweiterung des Projektes Berra Bike Park in der Region Berra.

Verkaufspunkt Regionalprodukte

«In Zusammenarbeit mit den Gemeinden, den Tourismusverbänden, Bergbahnen und anderen sind wir zum Beispiel auch daran zu schauen, wie dem Lädelisterben in Schwarzsee begegnet werden könnte», sagt er. So kann er sich einen Verkaufspunkt für Regionalprodukte in Schwarzsee vorstellen. Eine Analyse für ein Regionalhaus in Murten sei ebenfalls im Gang. Überhaupt sieht er in der Vermarktung von einheimischen Produkten noch Potenzial, insbesondere im Online-Verkauf. «Ein Projekt wird im März der Wirtschaftsförderung unterbreitet», fügt er bei.

So weist er auch auf die sehr gute Zusammenarbeit mit den Regionalverbänden und der Wirtschaftsförderung hin. «Sie geben mir Impulse. Gute Dinge entstehen immer, wenn man zusammensitzt und Ideen austauscht», betont er weiter.

Projektträger gesucht

«Wir nehmen Ideen entgegen und arbeiten selber ein Projekt aus, wenn wir die Idee gut finden. Es wird sehr geschätzt, dass wir die Leute mit ihren Ideen nicht einfach an diese oder jene Stelle verweisen», umschreibt Alain Lunghi seine Tätigkeit weiter. «Meine schwierigste Aufgabe besteht aber darin, nach der Ausreifung einer Idee einen Projektträger zu finden. InnoReg kann nicht selber Projektträger sein», gibt er zu verstehen. Als Träger kommen Vereinigungen, Tourismusverband, Unternehmen und ähnliche Institutionen in Frage. «Ist ein Projektträger gefunden, beginnt die grosse Arbeit. Das Projekt muss gut durchdacht und mit einem Business-Plan versehen sein, um es der Wirtschaftsförderung zu unterbreiten. Für ein Projekt unter 300 000 Franken kann die zuständige kantonale Kommission das Okay geben, darüber entscheidet der Staatsrat», erklärt er weiter.

Genügend Start-ups für ein Gründerzentrum

Als Bindeglied der Regionalverbände ist es Alain Lunghi ein grosses Anliegen, dass auch in Deutschfreiburg ein Gründerzentrum für Jungunternehmer entsteht, wie es solche in der Stadt Freiburg und neu auch im Süden des Kantons, nämlich in Vaulruz, gibt. Bei Gründerzentren geht es darum, jungen Unternehmen in den ersten Jahren zur Seite zu stehen. Diese Start-ups nisten sich im Zentrum ein, werden in den ersten zwei Jahren von Fri Up kostenlos gecoacht und profitieren von gemeinsamen Infrastrukturen, bevor sie nach ein paar Jahren ausziehen und ihr Unternehmen weiterentwickeln. «95 Prozent der von Fri Up beratenen Neuunternehmen sind erfolgreich. Ohne Unterstützung können sich gemäss Statistiken 80 Prozent der Start-ups nicht halten», gibt Lunghi zu bedenken.

«Ich will noch in diesem Jahr ein Projekt für ein Gründerzentrum in Deutschfreiburg präsentieren können», verrät er sein ehrgeiziges Ziel. «Das Problem ist, die geeigneten Lokalitäten zu finden und diese zu finanzieren. Start-ups selber gibt es in Deutschfreiburg genügend. Wir haben ein Potenzial von zehn Jungunternehmen pro Jahr ermittelt», sagt Lunghi, und er würde auch solche aus der bernischen Nachbarschaft willkommen heissen. Er weist zudem darauf hin, dass die Regionalverbände bereit sind, sich an der Finanzierung der Lokalitäten zu beteiligen.

Suche in Murten

Nach seinen Worten wird gegenwärtig in Murten nach Lokalitäten Umschau gehalten. «Aber auch Düdingen oder Flamatt wären mögliche Standorte. Wir sind offen», ergänzt Lunghi, der in Düdingen im Rahmen der Arbeitszone Birch auch gerne ein Projekt im Bereich der industriellen Ökologie verwirklichen möchte. Er denkt da an eine sinnvolle Verwertung der Abfälle der Unternehmen.

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