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Ein guter Schachspieler braucht Ehrgeiz

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Wer mit Achim Schneuwly über Schach spricht, versteht plötzlich, warum das Brettspiel mit den schwarzen und weissen Figuren als Sport gilt. Aufgewachsen in Düdingen, pflegt der 49-jährige Kundenberater der Raiffeisenbank Düdingen das Schachspiel von Kindesbeinen auf mit Hingabe. Und nicht nur Schach: «Wir haben schon im Elternhaus viel gejasst und Mühle gespielt.» So wurde er früh zum Spielertyp. Neben den verschiedenen Spielen habe er als Kind zwar auch noch verschiedene Sportarten–in erster Linie Fussball–betrieben und musiziert: «Als Jugendlicher habe ich dann aber ganz auf die Spiele gesetzt.» Dies zum Leidwesen seiner musikbegeisterten Familie.

Mehrere Stunden pro Tag

Schneuwly betreibt sein Hobby intensiv. «Zeitweise habe ich zwei bis drei Stunden Schach pro Tag gespielt.» Früher besuchte er auch Turniere in ganz Europa. Bis heute ist er Mitglied von nicht weniger als fünf Schachclubs, so auch in Düdingen, Freiburg und Payerne. Seine Erklärung: «Ich trainiere nicht sonderlich gerne. Darum kompensiere ich das fehlende Training über möglichst viele Partien.» Schach biete auch soziale Kontakte. «Früher sassen wir zum Beispiel zusammen, spielten einige Partien, assen gemeinsam und spielten nachher nochmals einige Partien.»

Seine Partnerin finde zwar manchmal schon, er investiere etwas gar viel ins Schach. Ihr zuliebe habe er das Hobby etwas zurückgestellt. «So verzichte ich heute weitgehend auf Turniere im Ausland.» Immerhin interessiere sich seine Partnerin auch für das Spiel und werde ihn ans Bundesturnier in Payerne begleiten.

Zweites Heimspiel

Das Bundesturnier findet über die Auffahrtstage in Payerne statt (siehe Kasten). Nach 2012 in Freiburg ist es für Schneuwly bereits das zweite Heimspiel in wenigen Jahren. Das verändere die Ausgangslage ein wenig: «Viele Zuschauer kennen mich und werden meine Partien beobachten.»

Achim Schneuwly kann sich nicht ganz wie gewünscht auf das Turnier vorbereiten. «Sinnvoll wäre ein freier Tag unmittelbar vor dem Turnier.» Dann könnte er sich entspannen und sich mental auf das Turnier einstellen. «Doch dafür habe ich im Moment zu viel zu tun.» Für die Vorbereitung sei nicht zuletzt genügend Schlaf sehr wichtig: «Vor allem bei mehrtägigen Turnieren, an denen ich auswärts übernachte.» Denn in der ersten Nacht schlafe er häufig nicht so gut.

 Mehrtägige Einzelturniere wie in Payerne geht Schneuwly zurückhaltender an als normale Meisterschaftspartien mit der Mannschaft. «Spiele ich mehrere Partien in wenigen Tagen, akzeptiere ich eher einmal ein Unentschieden, um damit Kräfte zu sparen.» Als Einzelsportler könne er das auch einfacher als mit der Mannschaft. Trotzdem seien Niederlagen frustrierend. «Dann gehe ich spazieren und kann mich so wieder auf die nächste Partie einstellen.» Frische Luft und viel trinken helfe der Konzentration, was für lange Schachpartien sehr wichtig sei. Sobald seine nächsten Gegner bekannt sind, wird Schneuwly diese studieren. «Im Internet ist die Spielweise der meisten dokumentiert. Das kann helfen.»

Die vorderen Plätze seien an dieser Schweizermeisterschaft unrealistisch, meint Schneuwly. «Ein Platz unter den ersten 20 wäre ein schöner Erfolg.»

Zum Anlass

300 Teilnehmer an der Schweizermeisterschaft

Das Bundesturnier des Schweizerischen Schachbundes findet vom 5. bis zum 8. Mai in Payerne statt. Wie die Organisatoren in einer Mitteilung schreiben, erwarten sie zwischen 300 und 400 Schachspieler aus der ganzen Schweiz sowie einige Spieler aus dem Ausland. Unter den Teilnehmern sind laut Organisatoren mehrere Grossmeister, wie der französische Grossmeister Christian Bauer. Das Turnier findet in mehreren Stärkeklassen und mit eigenen Kategorien für Kinder und Jugendliche statt. Im Turniersaal sei absolute Stille vorgeschrieben, so die Organisatoren. Zudem müssten die Mobiltelefone der Besucher und der Spieler während dem ganzen Turnier ausgeschaltet werden. Das Bundesturnier ist neben der schweizerischen Einzelmeisterschaft, die im Juli stattfindet, das grösste Einzelschachturnier der Schweiz und findet jedes Jahr statt. Häufig führt ein Schachclub das Turnier durch, der im selben Jahr sein Jubiläum feiert. So auch in diesem Jahr: Der Schachclub Payerne kann auf 75 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. 2012 war das Turnier in Freiburg zu Gast, weil der Schachclub Freiburg sein 100-jähriges Jubiläum feierte.sos

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