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Ein Hagelgewitter mit unglaublicher Kraft

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Autor: karin aebischer

Das Gewitter, das von Frankreich herkommend mit rabenschwarzen Wolken über die Westschweiz fegte, hat sich in Romont und Umgebung am heftigsten entladen. Wie Hans Maradan, Pressesprecher der Kantonspolizei, auf Anfrage erklärte, waren Feuerwehr und Polizei einzig in Romont über 40 Mal im Einsatz. «Meist handelte es sich um beschädigte Dachfenster oder Eternitdächer», so Maradan. Überflutete Keller seien auch gemeldet worden, jedoch nicht so zahlreich wie auch schon. Sogar der Turm des Schlosses sei stark beschädigt worden. «Die Altstadt von Romont ist für den Verkehr gesperrt», erklärte der Polizeisprecher am späteren Donnerstagabend.

Windschutzscheibe kaputt

Er habe es in den vergangenen 15 Jahren noch nie erlebt, dass ein Hagelzug derart grossen Schaden angerichtet hätte, sagte Feuerwehrkommandant Philippe Mauron, der in Romont im Einsatz stand, gegenüber der Zeitung «La Liberté». Die Eingangshalle der Coop-Filiale stand 20 Zentimeter unter Wasser. Durch die zerschlagenen Dachfenster seien gemäss «La Liberté» auch viele Schäden an Lebensmitteln entstanden. Auch die Windschutzscheiben zahlreicher Autos wurden durch die Hagelkörner zerschlagen.

Nebst Romont entlud sich das Hagelgewitter auch in Farvagny (29 Einsätze), Massonnens (18), Rossens-Corpataux (15), Billens (10), Vuisternens-en-Ogoz (9), Ependes (9), Le Glèbe (8), Freiburg (6), Arconciel (6) und Marly (5) sehr intensiv. In der Stadt Freiburg wurden vor allem rund um die Industriegasse im Perollesquartier Dachfenster beschädigt.

Bahn und Strom fielen aus

Zwischen Romont und Bulle legte ein Ast, der auf eine Fahrleitung stürzte, den Bahnverkehr zwischen 15 und 16 Uhr lahm. Die Autobahn zwischen Matran und Rossens war vollkommen bedeckt mit Blättern, musste jedoch nicht gesperrt werden. Acht Bäume mussten von den Kantonalstrassen entfernt werden. 60 Strassenarbeiter sind im Einsatz gestanden, um die Strassen von Blättern und Ästen zu befreien.

Weil die Äste auch vor den Stromleitungen der Groupe E nicht haltmachten, fielen in einigen Gemeinden des Glane- und des Greyerzbezirks für zehn Minuten bis zu maximal drei Stunden der Strom aus. Auch im Sensebezirk hat es gehagelt. Bilder mit Hagelkörnern so gross wie Pingpongbälle, welche FN-Leser aus Schmitten und Rechthalten den FN zugestellt haben, liefern den Beweis. Die Situation präsentierte sich im Sensebezirk jedoch weniger schlimm als im Gebiet um Romont. «Wasser hat es nicht viel gegeben. Auf dem Oberamt erkundigten sich Bürger nach dem Vorgehen bei Autoschäden, Schäden an Dächern oder an Dachfenstern», so Oberamtmann Nicolas Bürgisser.

«Eher zehn Millionen»

Die Schäden an den Gebäuden schätzt Pierre Ecoffey, Direktor der Kantonalen Gebäudeversicherung, auf mehrere Millionen Franken. «Es sind wohl eher zehn als fünf Millionen», sagte er gegenüber den FN. Insgesamt waren gestern 24 Feuerwehrkorps (423 Mann) im Einsatz. Gegen 22 Uhr waren 240 der 367 gemeldeten Interventionen bereits erledigt, wie Hans Maradan erklärte. In 127 Fällen war die Feuerwehr zu diesem Zeitpunkt noch am Werk. Personen wurden keine verletzt.

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