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Ein helles, farbenfrohes Gotteshaus

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Knapp zehn Monate lang war die Pfarrkirche Wünnewil geschlossen. Am Ostersonntag wird zum ersten Mal wieder eine Messe gefeiert (siehe Kasten). Und in der langen Zeit hat sich einiges getan: Die Wände haben einen farbigen Anstrich erhalten, der Hochaltar wurde restauriert, die Beleuchtung ausgewechselt, der dunkle Sisal-Teppich durch farbigen Linoleum ersetzt, die Bänke wurden erneuert, und und und. Die Verantwortlichen hatten dabei ein Hauptziel: zum Ursprung der Kirche zurückzukehren. Diese war 1932 erbaut worden, mit einem farbigen Innern, und hatte in den 80er-Jahren einen damals typischen grau-beigen Anstrich erhalten (siehe FN vom 12. Februar).

Herausforderung Farben

 Als Knackpunkt der Renovation sieht Pfarreipräsident Firmin Scherwey denn auch die Farbauswahl. «Es war nicht einfach, herauszufinden, welche Farben die ursprünglichen waren», erklärt er. «Wir wollten kein Knallgelb oder Bassinblau.» Der Restaurator Christoph Fasel, die Architektin Anne-Fanny Cotting und die Baukommission hätten viel Zeit damit verbracht, die richtige Auswahl zu treffen.

Als weiteren Knackpunkt bezeichnet Firmin Scherwey die Renovation der Decke. Diese besteht aus 365 Waben, die mit einer neuen Isolation versehen wurden. «Es hat Zeit gebraucht, das richtige Material zu finden.» Ausserdem habe das Kulturgüteramt bei der Decke einige Forderungen gestellt. «Das war nicht immer einfach umzusetzen, vor allem aus Kostengründen. Wir haben aber einen Konsens gefunden.» 

Die markanteste Veränderung im Innern der Kirche ist neben den Farben, dass alles viel heller ist. Dazu trägt insbesondere die neue Beleuchtung bei: Die drei grossen Kronleuchter wurden durch mehrere kleinere Leuchter ersetzt. «So kommen beispielsweise die Bilder des Kreuzweges viel besser zur Geltung», sagt Scherwey. Die Bilder wurden ausserdem neu–das heisst wie ursprünglich–angeordnet.

Besser zugänglich

Die Kirche hat auch technische Veränderungen erfahren. Firmin Scherwey hebt insbesondere die neue, sogenannte Induktionsschlaufe hervor, welche es schwerhörigen Menschen erlaubt, die Messe besser verfolgen zu können.

Die renovierte Kirche ist auch besser zugänglich für gehbehinderte Menschen. Beim Nordeingang auf der Seite der Strasse öffnet sich die Türe nun per Knopfdruck. Ausserdem wurden in beiden Bankreihen jeweils zwei Bänke gekürzt, so dass eine Nische für Rollstuhlfahrer entstanden ist. «Menschen im Rollstuhl sitzen nun auch inmitten der Gemeinschaft, das ist ein Vorteil.» Ebenfalls befindet sich der Kerzenständer der Marienkapelle neu etwas ausserhalb, denn die Schwelle in die Kapelle ist für gehbehinderte Menschen kaum zu überwinden. Der neue Kerzenständer hat eine weitere Besonderheit: Er ist elektrisch und absorbiert einen grossen Teil des Kerzenrusses automatisch. Dies soll der Verschmutzung der Wände vorbeugen. Auch in der Marienkapelle ist eine angenehmere Atmosphäre entstanden, denn sie ist nicht mehr mit Holztüren, sondern durch milchige Glasfenster mit dem Eingangsraum verbunden. 

Firmin Scherwey zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf der Renovation, die insgesamt rund zwei Jahre gedauert hat. Alles lief nach Zeitplan und die Kosten überschreiten den Kredit von 1,6 Millionen Franken voraussichtlich nicht. Was jetzt noch ansteht, ist die Renovation der Orgel: Diese wurde 1989 von einem Orgelbauer aus Willisau erbaut, der sie jetzt auch restauriert. Die Arbeiten werden rund acht Wochen dauern; da aber zuerst das zweite Manual und erst anschliessend das erste Manual erneuert wird, kann die Orgel trotzdem gespielt werden.

Einweihung: Umzug und spezieller Gesang

A n der Einweihung der renovierten Pfarrkirche Wünnewil beteiligen sich sämtliche Pfarrei-Vereine. Es gibt einen Festumzug vom Gemeindehaus zur Kirche, an dem die Vereine ihre Fahnen tragen. Bischofsvikar Nicolas Glasson und Pfarrer Paul Sturny zelebrieren den Festgottesdienst. Die Dirigenten der Pfarreimusik und des Cäcilienvereins haben die Einweihung zum Anlass genommen, gemeinsam eine Messe einzustudieren: die Missa brevis von Jacob de Haan. «Es ist zeitgenössische, süffige Musik», sagt Jörg Schwendimann, Dirigent des Cäcilienvereins und des Jakobschors Wünnewil. «Die Messe vereint verschiedenste Stile, zum Beispiel spätromantische und an Gospel angelehnte Elemente.» An der Ostermesse wird der Chor auf der Empore singen, begleitet von der Orgel und Instrumentalisten der Pfarreimusik Wünnewil-Flamatt. Am Nachmittag des Pfingstsonntags, 8. Juni, gibt es ein eigentliches Konzert: Chor und Pfarreimusik spielen das Stück gemeinsam im Chor der Kirche. mir

Einweihungsgottesdienst: Pfarrkirche Wünnewil, Ostersonntag, 20. April, 9.20 Uhr Festumzug, 9.30 Uhr Messe. Anschliessend Apéro vor der Kirche.

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