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Ein Herz für die Wanderwege

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Ein Herz für die Wanderwege

Der Verein Freiburger Wanderwege strebt ein kantonales Mandat an

Wer ist zuständig für das Markieren und Instandhalten von Wanderwegen? Diese Frage wurde im Kanton Freiburg nie richtig geklärt. Der Verein Freiburger Wanderwege möchte die Aufgabe mittels eines kantonalen Mandats übernehmen.

Von CAROLE SCHNEUWLY

Einige Wanderwege im Freiburgerland sind vorbildlich instand gehalten und liebevoll gepflegt. Andere hingegen scheinen eher vernachlässigt, mit umgekippten oder völlig fehlenden Wegweisern, kaum passierbaren Abschnitten, heruntergekommenen Befestigungen. Solche Missstände haben weniger mit schlechtem Willen zu tun, als viel mehr damit, dass die diesbezüglichen Zuständigkeiten im Kanton Freiburg alles andere als klar geregelt sind.

Um dagegen etwas zu unternehmen, hat sich die Vereinigung Freiburger Wanderwege (FWW) nun an die kantonalen Behörden gewandt. Wie ihr Präsident Jean-Marc Schweizer gestern gegenüber den Medien erklärte, möchten sich die FWW offiziell um die Wanderwege kümmern dürfen. Um dieses Anliegen vorzubringen, fordern sie eine Zusammenkunft mit dem Staatsrat. Gleichzeitig haben sie bei der Staatskanzlei einen pfannenfertigen Gesetzesentwurf eingereicht.

Kompetenzen nie richtig geklärt

Bereits 1985 verlangte das Bundesgesetz über die Fuss- und Wanderwege von den Kantonen, ihre Fachstellen für diese Wege zu bezeichnen. Ein entsprechendes Ausführungsgesetz gibt es in Freiburg allerdings bis heute nicht. 1987 betraute der Staatsrat das Bau- und Raumplanungsamt mit der Aufgabe, in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Tourismusverband (FTV) und den Gemeinden.

Seit 1982 schon gibt es die FWW, die sich der Schaffung, Markierung und Instandhaltung von Wanderwegen verschrieben haben. Gegründet wurden sie von Gilbert Macherel, seines Zeichens sowohl der erste Präsident von FWW als auch stellvertretender Direktor des FTV. In dieser Doppelfunktion war er gewissermassen das Bindeglied, das die Verschachtelung der beiden Institutionen im Bereich der Wanderwege funktionstüchtig hielt. Erst als Macherel im Jahr 2000 als FWW-Präsident zurücktrat, wurde dem Verein bewusst, dass er gar nie ein offizielles Mandat für den Unterhalt der Wanderwege erhalten hatte.

Eine Klärung der Angelegenheit zu Gunsten der FWW haben die Grossräte Beat Vonlanthen (CVP Heitenried) und Louis-Marc Perroud (SP Villars-sur-Glâne) schon 2001 in zwei Motionen gefordert. Das Dokument, das der Verein nun der Staatskanzlei übergeben hat, soll ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer gütlichen Einigung sein.

Zusammenarbeit statt Konfrontation

«Wir suchen keine Konfrontation mit dem FTV, sondern wünschen uns eine konstruktive Zusammenarbeit», betonte die Marketing-Verantwortliche Edith Neuhaus im Namen des FWW-Vorstands. Es sei einfach so, dass die FWW mit ihren rund 500 Mitgliedern über kompetente und motivierte Leute verfügten, die den Unterhalt der Wanderwege garantieren könnten. Sie könnten die Anlaufstelle sein, die bis jetzt im Kanton fehle.

Präsident Jean-Marc Schweizer zählte auf, was sich alles verbessern würde, wenn sein Verein das angestrebte Mandat erhielte. Unter anderem wollen sich die FWW dafür einsetzen, dass der Anteil betonierter Wege deutlich gesenkt wird: Heute sind rund 40 Prozent der 1720 Kilometer, die das freiburgische Wanderwegnetz umfasst, betoniert – doppelt so viel wie im schweizerischen Durchschnitt. Auch sollen die Sicherheits- und die Umweltmassnahmen verbessert sowie die Werbung für die Wanderungen intensiviert werden.

Eine Klärung der Kompetenzen würde den FWW ausserdem gegenüber den Gemeinden eine gewisse Autorität verleihen, so Schweizer weiter. Und nicht zuletzt würde der Kanton in den Genuss eidgenössischer Subventionen kommen, die über den Verband der Schweizer Wanderwege an dessen Mitglieder (zu denen die FWW gehören) ausgezahlt werden.

Die FWW sind optimistisch

Das Projekt würde gemäss einer provisorischen Berechnung der FWW etwa 150 000 Franken kosten. Von Seiten des Kantons spüre man im Moment noch wenig Unterstützung, räumte Jean-Marc Schweizer ein. Aber: «Wir sind trotzdem optimistisch, denn wir haben ein gutes Projekt ausgearbeitet.»

Sollte der Verein das Mandat trotz aller Bemühungen nicht erhalten, sieht der Vorstand seine Existenz gefährdet. «Dann könnten wir bestenfalls noch einen Wanderclub aufmachen», so Edith Neuhaus.

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