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Ein Hilfeschrei aus dem Sensebezirk

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Ein Hilfeschrei aus dem Sensebezirk

Fahrplanentwurf 2005 erregt die Gemüter

Der Fahrplan 2005 darf nicht so umgesetzt werden, wie er heute auf dem Reissbrett entworfen worden ist. Dafür setzen sich die Region Sense und zwei CSP-Grossräte ein. Sie hoffen auf noch mehr Proteste aus dem Sensebezirk.

Von ARTHUR ZURKINDEN

Tritt der Fahrplan ohne Änderungen in Kraft, so gäbe es zum Beispiel auf der Bahnlinie Freiburg-Bern während den Stosszeiten keinen Halbstundentakt mehr, wie dies heute der Fall ist. Zwar würden weiterhin zwei Regionalzüge innerhalb einer Stunde den Bahnhof Freiburg in Richtung Bern verlassen, doch dies innerhalb einer Viertelstunde. Der eine würde jeweils um .23 Uhr starten, der zweite 15 Minuten, später um .38 Uhr. «Dies würde bedeuten, dass Reisende bis zu drei Viertelstunden warten müssten, bis sie wieder einen Zug hätten», geben die Sensler Grossräte Hans-Rudolf Beyeler und Nicolas Bürgisser zu bedenken. Sie sind deshalb mit einer Anfrage an den Staatsrat gelangt.

Stundenpläne der OS-Zentren
beeinträchtigt

Die beiden erläutern auch am Beispiel der OS Plaffeien die Nachteile des Entwurfs. Vorgesehen sei, dass ein Bus mit 141 Schülern aus Tentlingen, Giffers, St. Silvester und Plasselb bereits um 7.06 Uhr in Plaffeien eintreffen würde. Heute kommen die Schüler um 7.30 Uhr an, die Schule beginne um 7.40 Uhr. «So müsste der Schulbetrieb bereits um 7.15 Uhr aufgenommen werden», halten die Grossräte gegenüber den FN fest und fragen sich, wann die Schüler aus St. Silvester am Morgen wohl ihren Wohnort verlassen müssten, um rechtzeitig auf dem Bus und in der Schule zu sein. Ähnliches gelte für Schüler, die mit dem Bus von Schwarzsee, Sangernboden oder Rechthalten nach Plaffeien fahren.

Die beiden Grossräte geben auch zu verstehen, dass die OS-Zentren gewillt seien, ihre Stundenpläne anzupassen, doch könne ein späterer Schulbeginn bedeuten, dass Schüler über den Mittag nicht mehr nach Hause fahren könnten. Sie weisen auch darauf hin, dass Kurse ersatzlos gestrichen worden seien, obwohl von Seiten des Kantons immer wieder betont worden sei, dass keine Reduktion des Angebots geplant sei. So seien zwischen Freiburg und Giffers noch zwölf Kurspaare anstelle der 19 geplant.

Längere Wartezeiten
auf Anschlüsse

Andererseits würden im Bahnhof Freiburg längere Übergangszeiten für Bus-Anschlüsse in den Sensebezirk entstehen. Pendler müssten bis zu 16 Minuten auf ihren Anschluss warten, während diese Zeit heute acht Minuten betrage. «Sie müssten in einem Jahr über 30 Stunden länger im Bahnhof Freiburg verbringen», rechnen die beiden vor.

Keine Bedienung der Haltestelle Frohmatt und jener bei der Post in Tentlingen, andere Linienführungen, welche z. B ein Aussteigen bei der Kathedrale in Freiburg nicht mehr möglich macht usw. sind weitere Mängel des gegenwärtigen Fahrplanentwurfs.

Wo bleibt die Mitsprache?

Ausgearbeitet wurde der Entwurf vom kantonalen Amt für Verkehr und Energie. Es hat ein Zürcher Planungsbüro als Berater beigezogen. «Diese Leute sind weit weg von der Realität», bemerken Bürgisser und Beyeler, die der Arbeitsgruppe Verkehr der Region Sense angehören. Die Gruppe wurde denn auch laufend über den Entwurf informiert. «Dreimal haben wir in Stellungnahmen auf die Nachteile hingewiesen. Geschehen ist jedoch nichts», kritisieren die beiden die Haltung des Amtsvorstehers. «Er hat unsere Bemerkungen und Anregungen einfach ignoriert.»

Sie befürchten, dass das Amt dann beim Fahrplanwechsel mitteilen könne, dass die Region Sense ja konsultiert worden sei. «Wir haben den Eindruck, dass unsere Mitarbeit nicht ernst genommen wird», halten sie fest. Mit einem Hilfeschrei gelangen sie nun an den Staatsrat und hoffen, dass auch die Sensler Gemeinden und andere Organisationen ihren Missmut über die Verschlechterung des Angebots im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens kund tun.

Sie wollen auch vermeiden, dass die Schülertransporte nicht mit Sonderbussen ausgeführt werden müssen. Diese sind nämlich nicht vom Bund subventioniert und würden voll zu Lasten des Kantons und der Gemeinden gehen. Sie sind aber überzeugt, dass dies mit etwas gutem Willen verhindert werden kann.

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