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Ein hochrangiges Teilnehmerfeld

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Am Samstag wird an der Corrida in Bulle wieder um die besten Startplätze gekämpft.Bild Vincent Murith/a

Ein hochrangiges Teilnehmerfeld

Autor: Michel Spicher

Was vor 35 Jahren als einfache Sportveranstaltung begann, hat sich inzwischen zu einem der wichtigsten Laufanlässe der Schweiz entwickelt: die Corrida in Bulle. Auch diesen Samstag gehen in Bulle über 4000 Läuferinnen und Läufer an den Start und ziehen zum 36. Mal ihre Runden im Zentrum des Greyerzer Bezirkshauptortes. Und wie in den Jahren zuvor werden sie wohl wieder von knapp 10000 Zuschauern angefeuert.

Afrikanische Favoriten

Wie meistens, wenn afrikanische Athleten in der Schweiz an den Start gehen, zählen sie auch an der Corrida zu den Favoriten. Allen voran der Vorjahreszweite Simon Tesfay (Eritrea) und sein Landsmann Tolossa Chengere, der bei der Corrida schon viermal auf dem Podest stand. Aber auch die beiden Eritreer Abraham Tadese (3. Platz 2009) und Tesfay Felfele (3. Platz Murtenlauf 2011) sowie der taubstumme Kenianer Daniel Kiptum (2. Platz Murtenlauf 2011) besitzen durchaus Chancen auf den Tagessieg. Der Australier Clint Perret, Fünfter des Vorjahres, wird sich aufmachen, um die afrikanische Dominanz zu durchbrechen.

Das Teilnehmerfeld der Corrida präsentiert sich auch heuer hochkarätig. So machen sieben der acht Bestklassierten des Murtenlaufs 2011 in Bulle ihre Aufwartung. Einzig Stéphane Joly, der diesjährige Murtenlauf-Sieger, steckt mitten in der Vorbereitung für den Marathon von Marokko und muss passen.

Fehlen wird voraussichtlich auch Vorjahressieger Frederik Musyoki Ndunge. Zumindest hat sich der Kenianer bis gestern noch nicht zur Titelverteidigung angemeldet.

So oder so mit Viktor Röthlin

Die Hoffnungen der Schweizer ruhen an der Corrida auf Viktor Röthlin. Der Marathon-Europameister 2010 hat seine Präsenz in Bulle bestätigt. Ob er allerdings selber die Laufschuhe schnüren oder wie in den vergangenen Jahren das Rennen nur mit dem Startschuss eröffnen wird, entscheidet der Obwaldner erst kurz vor dem Wettkampf. Der Start Röthlins hängt davon ab, ob sich der beste Schweizer Langstreckenläufer bis am Samstag genügend vom New-York-Marathon erholt hat, den er vor zwei Wochen als Elfter in 2:12:26 beendete.

Im Kampf um den offiziellen Titel des besten Schweizers hat auch Philipp Bandi gute Erfolgschancen. Der Berner war schon in den Jahren 2008 (6.), 2009 (6.) und 2010 (7.) schnellster Eidgenosse. «Da ich erst seit fünf Wochen wieder im Wintertraining bin, fehlen mir noch einige intensive Trainingseinheiten», so Bandi.

Wird ein Freiburger bester Schweizer?

Konkurrenz bekommt Bandi aus Freiburg. Rolf Rüfenacht, Schweizer Meister über 5000 m und 10000 m, geht heuer wieder an den Start, nachdem er im Vorjahr verletzungsbedingt fehlte. Der Läufer des TSV Düdingen darf im Greyerzerland durchaus Richtung Podest schielen, hat er seine blendende Form doch kürzlich mit dem achten Rang am Murtenlauf unter Beweis gestellt. «Seit dem Murtenlauf habe ich aber keinen Ernstkampf mehr absolviert, deshalb weiss ich nicht so genau, wo ich momentan stehe», sagt Rüfenacht. Hinzu kommt, dass der 27-Jährige seinen Fokus auf die Cross-Country-EM vom 11. Dezember in Velenje (Slo) legt und die Corrida quasi «nur» ein Teil seiner Trainingsvorbereitung ist. «Ich probiere mit den besten Schweizern mitzuhalten und wenn möglich ein paar ausländische Athleten hinter mir zu lassen. Eine konkrete Platzierung setze ich mir aber nicht zum Ziel.»

Mit Michel Brügger, Adrian Jenny, Erich Huber, Andreas Kempf und Thomas Meszaros (Gewinner Freiburger Cup 2011) haben sich fünf weitere Freiburger Spezialisten für die 8 km von Bulle angemeldet.

Duell Muia – Worku

Bei der Elite der Frauen zeichnet sich ein Duell zwischen den zweimaligen Corrida-Siegerinnen Tsinge Worku und Jana Muia ab. Die Eritreerin Worku lief in den Jahren 2007 und 2008 als Erste über die Ziellinie, die Kenianerin Muia – Gewinnerin des diesjährigen Murtenlaufs – triumphierte 2009 und 2010.

Die beiden Afrikanerinnen werden sich allerdings in Acht nehmen müssen vor Marathonspezialistin Patricia Bieri-Morceli. Die Athletin des TV Cham beendete die Corrida 2010 als hervorragende Zweite. Auch der Bernerin Martina Strähl ist der Sprung aufs Podest zuzutrauen, obwohl die aktuelle Berglauf-Europameisterin coupiertere Strecken als jene in Bulle bevorzugt. Im Kampf um den Titel der besten Schweizerin dürfte ebenfalls Maja Neuenschwander (ST Bern) ein Wörtchen mitreden. Die Schweizer Cross-Meisterin lief im Vorjahr auf Platz 4.

Valérie Lehmann (TV Bösingen) und Monika Fürholz (CA Marly) werden sich bei der Corrida 2011 wohl ein Duell um den (inoffiziellen) Titel der besten Freiburgerin liefern.

Wissenswertes

36. Corrida in Bulle

Startzeiten

10.40 Uhr: Schüler & Junioren

15.00 Uhr: Männer M20.

15.50 Uhr: Männer M40/50/60

16.45 Uhr: Volksläufer

17.28 Uhr: Frauen F20–F60

18.20 Uhr: Elite Frauen

18.50 Uhr: Elite Männer

Die letzten Sieger

2011: Jane Muia (Ken) Frederick Ndunge (Ken)

2010: Jane Muia (Ken)

John Mwangangi (Ken)

2009: Tsige Worku (Er)

Abraham Tadese (Er)

Tradition

Der Sieger der Elite Männer gewinnt bei der Corrida traditionellerweise einen Stier, die Schnellste der Elite Frauen verlässt Bulle mit einer Kuh.

Fernsehreportage

Das Schweizer Sportfernsehen wird am Mittwoch, 22. November, eine Reportage der Corrida in Bulle ausstrahlen (21 Uhr).

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