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Ein Kaltstart zum Vergessen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Frank Stettler

Bange Momente erlebten die 6900 Zuschauer in der erneut ausverkauften Halle nach nur gut fünf Spielminuten. Gottéron-Verteidiger Lukas Gerber checkte Jan Cadieux zwar nicht böswillig, aber in Spielfeldrandnähe höchst dumm und gefährlich in den Rücken. Der Servettien prallte mit dem Kopf voran in die Bande und blieb Minuten lang regungslos liegen. Der Sohn des ehemaligen Gottéron-Trainers Paul-André Cadieux musste an Kopf und Nacken stabilisiert mit der Bahre vom Eis getragen werden. Noch während dem Spiel gab es ein Stück weit beruhigende Nachrichten aus dem Genfer Lager. Der kleingewachsene Stürmer konnte glücklicherweise Arme und Beine bewegen. Für Gerber indes war der Abend selbstredend gelaufen. Er kassierte zu Recht fünf Minuten und eine Matchstrafe. Zudem sind weitere Spielsperren des NL-Einzelrichters zu erwarten.

Dumme Strafen

Dass das Team von Trainer Chris McSorley das folgende fünfminütige Powerplay nicht nutzen konnte – davon gar zwei Minuten in doppelter Überzahl (Shawn Heins spedierte den Puck im eigenen Drittel ohne Not über die Abschrankung) -, lag sicher auch, aber nicht nur an den Gedanken, die möglicherweise noch bei ihrem verunglückten Teamkollegen waren. Vielmehr lieferten die Gäste ein beeindruckendes Müsterchen ihres miserablen Powerplays, dem mit Abstand schlechtesten der Liga, ab. Zumindest gestern waren sie in dieser Spezial-Disziplin jedoch nicht schlechter als die Freiburger, welche unmittelbar nach Spielbeginn ihrerseits eine 5-gegen-3-Situation nicht in Bares ummünzen konnten.

Null Elan

Die Hausherren, möglicherweise gehemmt nach Gerbers Aktion, liessen überhaupt so ziemlich jegliche Aggressivität vermissen. Stattdessen «glänzten» sie immer wieder mit unnötigen Fouls. Nachdem Pierrick Pivron seine Farben nach einem ärgerlichen Puckverlust von Marc Leuenberger in Führung geschossen hatte (14.), nutzte Topskorer Richard Park eine weitere Strafe von Heins zum 0:2 aus (17.). Die Reaktion der Equipe von Trainer Serge Pelletier fiel mässig aus. Zwingende Torchancen waren an einer Hand abzuzählen, die besten hatten noch Julien Sprunger (Pfostenschuss) und Mark Mowers. Es schien ganz so, als hätte die Länderspielpause den Saanestädtern den Elan der letzten Runden genommen.

Schwaches Powerplay

Nun, es blieben ja noch vierzig Minuten, und der erst dritte Rückstand der Saison nach einem Startdrittel war noch kein Beinbruch. Wer aber auf Besserung gehofft hatte, sah sich jäh enttäuscht. Im Gegenteil, kurz nach Wiederbeginn wurde die Rechnung noch gesalzener. Morris Trachsler erhöhte auf 0:3. Das wars dann schon.

Von einem Aufbäumen Gottérons keine Spur. Der Spielaufbau blieb pomadig. Das einst so überzeugende Powerplay war gar ein Totalausfall (1 von 9 verwertet). Entschlossenheit sieht anders aus. Das 0:4 kurz vor der zweiten Pause machte alles zu Gunsten der Gäste, die im dritten Spiel gegen den HCF erstmals als Sieger vom Eis gingen, klar. Will Freiburg sein Ziel, einen Platz in den Top 4, erreichen, muss es schleunigst wieder zu seinen Tugenden zurückfinden – angefangen bei der harten Arbeit auf dem Eis. Denn bis auf Goalie Cristobal Huet und Verteidiger Michael Ngoy enttäuschte die Mannschaft diesbezüglich auf der ganzen Linie.

«Mini-Meisterschaft»

Mit Gottéron und Servette trafen gestern übrigens zwei Teams aufeinander, deren Wege sich in den kommenden Tagen und Wochen noch des Öfteren kreuzen werden. In den nächsten sieben Runden treffen die Freiburger zuhause noch zweimal auf die Adler aus der Calvinstadt (das erste Mal bereits am kommenden Freitag). Sogar dreimal heisst der Gegner in dieser kurzen Zeitspanne EHC Biel, davon zweimal in Freiburg.

Der teils abenteuerliche Spielkalender der National League machts möglich. Man darf gespannt sein, ob Pelletier bis dann endlich seinen vierten Ausländer gefunden haben wird. In der Gerüchteküche brodelt ein neuer Name. Gottéron soll sich für Randy Robitaille (Ka), den bei Lugano ausgemusterten, ehemaligen Liga-Topskorer interessieren.

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