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Ein Kanton in Zahlen

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Das statistische Jahrbuch des Kantons Freiburg für 2019, das die Volkswirtschaftsdirektion herausgab, stellt einen Fundus an vielseitigen, interessanten Daten zur Verfügung. «Eine Umfrage bestätigte die Beliebtheit unseres Jahrbuchs», schreibt Pierre Caille, Dienstchef des Amts für Statistik, in der Einleitung. 53 Prozent der Bevölkerung würden nach wie vor die Papierversion bevorzugen, so Caille. Am beliebtesten seien die Kapitel «Bevölkerung», «Öffentliche Verwaltung und Finanzen» sowie «Arbeit und Erwerb».

Mehr Männer als Frauen

Bei der Bevölkerungszahl ist der Stand vom 31. Dezember 2017 massgeblich für das aktuelle Jahrbuch. Demgemäss lebten damals im Kanton Freiburg 315 074 Personen. Dies sind 3,7 Prozent der Gesamtbevölkerung in der Schweiz, die sich auf rund 8,5 Millionen Menschen belief. Verglichen mit den anderen Kantonen belegte der Kanton Freiburg damit wie im Vorjahr den zehnten Platz.

Die Bevölkerungszahl des Kantons ist seit dem Jahr 2004 stetig gestiegen, in diesen 13 Jahren insgesamt um rund 25,8 Prozent. Ende 2017 betrug der Anteil der Männer an der Kantonsbevölkerung 50,1 Prozent, derjenige der Frauen 49,9 Prozent, derjenige der Schweizer 77,5 Prozent, derjenige der Ausländer 22,5 Prozent. Am höchsten war der Ausländeranteil erneut im Saanebezirk mit 28,1 Prozent und im Greyerzbezirk mit 26,3 Prozent. Der bevölkerungsreichste Bezirk war ebenfalls der Saanebezirk mit rund 106 000 Einwohnern, gefolgt vom Greyerzbezirk mit rund 54 000 Einwohnern und dem Sensebezirk mit rund 44 000 Einwohnern. In der Agglomeration Freiburg lebten Ende 2017 rund 83 000 Menschen.

Gleich viele Gemeinden

Die Zahl der Gemeinden betrug am 1. Januar 2018 im gesamten Kanton 136, diejenige der Bezirke 7. Das sind gleich viele wie im Vorjahr. Seit 2011 ist die Zahl der Gemeinden im Kanton aber um 31 beziehungsweise um 18,6 Prozent gesunken. Mehr Gemeinden als im Kanton Freiburg gab es zu Beginn des Jahres 2018 lediglich in den Kantonen Bern, Waadt, Aargau und Zürich.

Starke Landwirtschaft

Die Zahl der Erwerbstätigen im Kanton betrug im Jahr 2016 insgesamt 164 300, was 52,1 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Die Zahl der vollzeitlich Erwerbstätigen betrug 103 000, diejenige der teilzeitlich Erwerbstätigen 53 200, diejenige der Lehrlinge 8100 und diejenige der Erwerbslosen 9300. Selbstständig erwerbstätig waren rund 14 000 Personen.

Im primären Sektor (Landwirtschaft) waren 2016 insgesamt 8800 Personen beschäftigt, im sekundären Sektor (Industrie) 37 233 Personen und im tertiären Sektor (Dienstleistungen) 104 576 Personen. Der Anteil des primären Sektors beträgt somit im Kanton Freiburg rund 5,8 Prozent und liegt damit klar über dem Schweizerischen Durchschnitt von 3,2 Prozent.

Weniger hohes Wachstum

Das reale Bruttoinlandprodukt soll 2019 laut dem statistischen Jahrbuch in der ganzen Schweiz rund 706,2 Milliarden Franken betragen, im Kanton Freiburg rund 19,5 Milliarden Franken. Die Wirtschaftsleistung des Kantons Freiburg würde somit rund 2,8 Prozent des gesamten realen schweizerischen Bruttoinlandproduktes ausmachen. Die reale Wachstumsrate soll 2019 in der Schweiz 2,0 Prozent, im Kanton Freiburg 1,9 Prozent betragen. Damit wäre sie schweizweit 0,9 Prozent und im Kanton Freiburg 0,5 Prozent tiefer als im Vorjahr.

Der Anteil des primären Sektors am realen Bruttoinlandprodukt des Kantons Freiburg betrug 2017 rund 1,5 Prozent, derjenige des sekundären Sektors rund 28,0 Prozent, derjenige des tertiären Sektors rund 68,0 Prozent und derjenige der sogenannten Anpassungen – das heisst: Steuern minus Subventionen – rund 2,5 Prozent.

Weniger Bauernbetriebe

Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe betrug 2017 im Kanton Freiburg 2840. Das sind 26 weniger als im Vorjahr. Insgesamt ist diese Zahl seit 2008 um rund 14,3 Prozent gesunken. Dies ist umso bemerkenswerter, wenn man sich vor Augen hält, dass die landwirtschaftliche Nutzfläche in der gleichen Zeit nahezu konstant geblieben ist und nur um rund 1,0 Prozent auf 75 516 Hektaren zurückgegangen ist.

Der Anteil der biologischen Betriebe, gemessen an sämtlichen Landwirtschaftsbetrieben, betrug 2017 im Kanton Freiburg 6,4 Prozent. Das sind 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Am höchsten war ihr Anteil im Vivisbachbezirk mit 11,9 Prozent und im Seebezirk mit 10,5 Prozent, am tiefsten im Glanebezirk mit 2,1 Prozent.

Günstige Mieten

Beim durchschnittlichen Mietpreis lag der Kanton Freiburg 2016 erneut unter dem landesweiten Durchschnitt: Der durchschnittliche Mietpreis betrug 1200 Franken. Das sind 92,3 Prozent des schweizerischen Mittels von 1300 Franken. Allerdings ist dieser Durchschnittspreis im Kanton Freiburg seit 1996 um 300 Franken beziehungsweise um einen Drittel gestiegen.

Im Schnitt bezahlte man im Kanton Freiburg 700 Franken für eine 1-Zimmer-Wohnung, 900 Franken für eine 2-Zimmer-, 1200 Franken für eine 3-Zimmer-, 1400 Franken für eine 4-Zimmer-, 1700 Franken für eine 5-Zimmer-Wohnung und 1700 Franken für eine Wohnung mit sechs oder mehr Zimmern.

Die Bauinvestitionen betrugen im Kanton Freiburg im Jahr 2016 insgesamt rund 2,1 Milliarden Franken. Davon entfielen rund 1,7 Milliarden Franken auf den privaten Sektor und rund 407 Millionen Franken auf den öffentlichen Sektor.

Starke Exporte

Eindrücklich sind die Zahlen beim internationalen Handel. Die Einfuhren beliefen sich 2017 auf rund 1,15 Millionen Tonnen und rund 5,1 Milliarden Franken, die Ausfuhren auf rund 280 000 Tonnen und rund 9,0 Milliarden Franken. Die Einfuhren sind somit seit 1998 gewichtsmässig um 159,2 Prozent und frankenmässig um 140,5 Prozent gestiegen, die Ausfuhren gewichtsmässig um 41,8 Prozent und frankenmässig um 168,4 Prozent.

Auch die Zahlen bezüglich der Erzeugung elektrischer Energie, die 2017 in das Netz eingespeist wurde, sprechen eine deutliche Sprache. Es handelte sich um rund 648,5 Millionen Kilowattstunden. Die erneuerbare Energie machte davon rund 95,0 Prozent aus, die nicht erneuerbare Energie 5,0 Prozent. Von dieser Energieproduktion entfielen auf Groupe E rund 96,2 Prozent, auf die Gruyère Energie AG rund 3,3 Prozent, auf die EW Jaun Energie AG 0,3 Prozent und auf die Industriellen Betriebe Murten 0,2 Prozent.

«Eine Umfrage bestätigte die Beliebtheit unseres Jahrbuchs.»

Pierre Caille

Dienstchef des Amts für Statistik

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