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«Ein klarer Indikator für Gleichberechtigung»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Regula Saner

Die Zertifizierung Equal-salary ist weltweit einmalig, was unterscheidet sie von anderen Kontrollsystemen?

Es ist die einzige Zertifizierung, die den Fokus auf die Lohngleichheit zwischen Frau und Mann legt. Das Unternehmen erhält ein Zertifikat, ähnlich der ISO-Zertifizierungen, und kann so den Beweis gegen aussen und gegen innen antreten, dass es keine geschlechtsabhängigen Lohnunterschiede gibt. Equal-salary ist ein wissenschaftlich anerkanntes Instrument, das auf Fakten beruht und einfach ist. Der Lohn ist ein klarer Indikator für Gleichberechtigung. Denn jeder weiss genau, dass ein Franken nicht 80 Rappen sind.

Welche Voraussetzungen muss ein Unternehmen erfüllen, um sich für das Equal-salary-Label bewerben zu können?

Das Unternehmen muss mindestens 50 Beschäftigte haben, darunter mindestens zehn Frauen. Die Firma muss die Lohndaten digital liefern können und eine festgeschriebene Lohnpolitik haben. Während des Audits muss die Direktion beweisen können, dass sie Lohngleichheit umsetzen will, und sie muss die Umsetzung dieser Strategie auf Stufe Prozesse und Human Resources belegen.

Wie kamen Sie auf die Idee, Equal-salary zu entwickeln?

Jedes Jahr beweisen die Zahlen des Bundesamtes für Statistik, dass die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau immer noch nicht erreicht ist. Gleichzeitig hört man von vielen Unternehmen, dass sie Lohngleichheit haben, ohne dies beweisen zu können. Das brachte mich auf die Idee eines Zertifikats. Wichtig war mir aber, dass die Unternehmen, die sich untersuchen lassen, nicht an den Pranger gestellt werden. Diskretion ist darum ein wichtiger Aspekt.

Welches Interesse hat die öffentliche Verwaltung, wie Freiburg, sich zertifizieren zu lassen, obwohl sie mit Lohnklassen arbeitet?

Das Bundesamt für Statistik hat festgestellt, dass der durchschnittliche Lohnunterschied zwischen Mann und Frau in der Verwaltung 13 Prozent beträgt. Davon ist nur ein Teil darauf zurückzuführen, dass Männer höhere Positionen einnehmen. Ein Teil geht klar auf Diskriminierung zurück. Die öffentliche Verwaltung kann mit dem Zertifikat beweisen, dass sie keine diskriminierende Lohnpolitik betreibt.

Welche Auswirkungen hat ein gerechter Lohn?

Es ist wichtig, dass sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geschätzt fühlen und entsprechend ihrem Wert bezahlt werden. Das motiviert sie und führt für das Unternehmen zu einem Wettbewerbsvorteil bei der Rekrutierung von Frauen.

Wie können Arbeitnehmende wissen, ob es in ihrem Unternehmen Lohngleichheit gibt?

Auf individueller Ebene ist das sehr schwierig. Natürlich ist es möglich, mit Kolleginnen und Kollegen Lohnvergleiche anzustellen. Aber oft ist das schwierig, weil viele Leute ihren Lohn nicht offenlegen wollen. Andererseits weiss man nie, ob man genau die gleiche Arbeit macht oder die gleichen Qualifikationen hat wie der Kollege. Die einfachste Lösung ist darum, ganz offen mit den Vorgesetzten zu sprechen oder mit der Personalabteilung. Danach hängt alles von der generellen Kultur des Unternehmens ab. Sicherheit gibt einzig das Equal-salary-Zertifikat.

Was raten Sie den Frauen?

Als Frau gibt es nur eins: Vortreten! Frauen sollen nicht darauf warten, dass der Chf ihnen punkto Lohn einen Vorschlag macht. Sie sollen sich vorher sorgfältig über die Löhne in der entsprechenden Branche informieren, mit Freundinnen und vor allem Freunden darüber sprechen und sich bei Stellenvermittlungsbüros über den Marktwert erkundigen. Und sie müssen lernen zu verhandeln. Der Anfangslohn ist entscheidend für die weitere Lohnentwicklung. Und einmal angestellt, sollten Frauen nicht darauf warten, dass ihnen eine Lohnerhöhung offeriert wird, wenn sie gut arbeiten. Wenn eine Frau überzeugt ist, dass sie eine Lohnerhöhung zu Gute hat, muss sie sich gut vorbereiten, Zahlen vorlegen und selber das Gespräch suchen.

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