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Ein kleines Haus auf grosser Fahrt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Hannes WÄhrer

Seit 99 Jahren stand der kleine Gemüsespeicher in dem kleinen Dorf Worben zwischen Lyss und Biel. In seiner ursprünglichen Funktion wurde es längst nicht mehr benötigt und sollte einem Futtersilo weichen.

Ein Haus zum Mitnehmen

Auf das Inserat des Besitzers vom Frühling 2007 in der «Tierwelt», «Haus zu verkaufen, ausbaubar für Party- oder Verkaufsraum», meldeten sich zahlreiche Personen, jedoch nur wenige, die bereit waren, das Haus auch abzutransportieren.

Aber Hans-Günter Versteeg war damit genau auf das Objekt gestossen, das er gerne auf dem freien Grundstück neben seinem Haus an der Wilergasse 7 in Kerzers platziert hätte. «Ich hatte schon immer die Idee, ein kleines Haus für die zweite Generation aufzustellen», sagte er. Allerdings wollte der im Symphonie-Orchester Bern als Kontrabassist tätige Musiker nichts Neues. Das «neue» Haus sollte ein altes sein und zu dem Bauernhaus aus dem Jahr 1823 passen, das Versteeg zurzeit bewohnt.

Nachdem er sich entschlossen hatte, den Speicher für 10 000 Franken zu erwerben, und die bürokratischen Hürden bewältigt waren, stellte sich die Frage: Wer ist überhaupt fähig ein Holzhaus von rund 6,5 Metern Höhe mit einem Grundriss von 7 mal 13 Metern zu demontieren und ohne Schaden wieder aufzubauen?

Bei der Stebler H. Holzbau AG in Kallnach wurde er schliesslich fündig. Nach eingehender Prüfung der Bausubstanz stellte sich heraus, dass sich der Bernbogen an der Frontseite des Hauses nicht zerlegen liess, ohne ihn zu zerstören.

In Einzelteilen angeliefert

Aber das Kunststück gelang und gestern am Morgen wurde der gesamte Schopf in Einzelteile zerlegt an der Wilergasse in Kerzers angeliefert. Am Nachmittag waren bereits die Seitenwände auf dem vorbereiteten Fundament aufgerichtet.

Noch viele Detailarbeiten notwendig

Bis aus dem Gemüsespeicher jedoch die geplante Zweizimmerwohnung geworden ist, müssen auch an der äusseren Hülle viele Detailarbeiten vorgenommen werden. Die Eingangstüre beispielsweise, «eine sensationelle Schreinerarbeit», wurde bis anhin mit einem 15 Zentimeter langen Schlüssel verriegelt und muss mit einem zeitgemässen Schloss versehen werden. Hinzu kommen die sehenswerten Malerarbeiten, die Fachgerecht ausgebessert werden sollen. Wenn das Häuschen im Herbst bezugsbereit sein wird, ist das Ortsbild von Kerzers auf jeden Fall um eine originelle Komponente reicher.

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