Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Ein Knieguss hilft beim Einschlafen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Pascale Hofmeier

Gegen die grosse Sommerhitze empfiehlt Ursula Ruch Wassertreten oder die Arme in einem Brunnen zu baden. «Abends hilft ein Knieguss mit kaltem Wasser beim Einschlafen.» Ruch ist Präsidentin des Kneipp-Vereins Freiburg und Umgebung und beschäftigt sich schon viele Jahre mit dem Thema Hydrotherapie. «Im Prinzip hat jeder die notwendigen Sachen dafür zu Hause.» Doch gebe es auch Dinge, die bei der Wassertherapie unbedingt zu beachten seien und man müsse auf den Körper hören: «Kaltes Wasser nur auf einen warmen Körper und nur kurze Reize. Danach ist es wichtig, sich wieder aufzuwärmen, sonst ist der Umgang mit kaltem Wasser ungesund.»

«Etablissement Kneipp»

Das Kneippen hat im Kanton Freiburg nur wenig Tradition. Zwar hat es beim Pflegeheim Düdingen einen Kneipp-Kräutergarten und eine Anlage beim Kollegium St. Michel in der Stadt Freiburg. Einen richtigen Kneipp-Kurort jedoch gibt es nicht mehr. In Murten existierte lange ein Bad, das aber wegen finanzieller Schwierigkeiten schliessen musste. In der Stadt Freiburg existierte offenbar das «Bad Boulevard.»

Ein weiteres «Etablissement Kneipp» gab es in Matran. Auf der Einladung zur Eröffnung am 26. Mai 1895 steht, dass es sich um eine Dependance von Bad Wörishofen (Deutschland) handelte, dem Kneipp-Zentrum, in dem der Begründer Sebastian Kneipp selber wirkte (siehe Kasten). «Kur und Küche ausschliesslich nach dem Kneippschen System», hiess es denn auch auf der Ankündigung. Unterzeichnet hat die «General-Direction der Propaganda-Gesellschaft von Wörishofen». Wie lange das Bad in Matran existierte, ist nicht genau bekannt. Den Unterlagen des Kneipp-Vereins, der die Geschichte der Anstalt recherchiert hat, ist lediglich zu entnehmen, dass das Bad in Matran nach kurzer Zeit wegen finanzieller Probleme wieder schliessen musste.

Keine kalten Duschen

«Kneippen ist eigentlich der Vorläufer von Wellness-Kuren», sagt Ursula Ruch. Und es gehe um viel mehr als ums Baden und um Güsse mit kaltem oder warmem Wasser. «Kneipp bietet ein umfassendes Konzept zur Gesundheitsprävention.» Der Begründer der Lehre propagierte fünf Säulen für ein gesundes Leben: Hydrotherapie, Ernährungstherapie mit vielseitiger Vollwertkost, Bewegungstherapie, Heilpflanzenanwendungen und die Ordnungstherapie, also eine bewusste Lebensführung.

Alle fünf Säulen seien heute noch genau so aktuell wie vor hundert Jahren, sagt Ruch. «Vieles kann man ohne grossen Aufwand in seinen Alltag einbauen. Probiert es einmal aus!», ermuntert sie. «Als Lohn winkt ein besseres Wohlbefinden.»

Verein wird kleiner

Doch trotz der Aktualität des Themas erleidet der Kneipp-Verein Freiburg und Umgebung ein ähnliches Schicksal wie viele andere Vereine: Der Nachwuchs fehlt. «Uns fehlt eine ähnlich gute Verpackung wie das Wort Wellness», sagt Ruch. Noch wolle der Verein, der noch etwa 100 Mitglieder hat, nicht aufgeben. «Wir hoffen, dass zum Beispiel in Schwarzsee eine Kneipp-Anlage verwirklicht werden könnte.» Ob diese wirklich entsteht, ist noch nicht klar. In der Zwischenzeit wird ein Ausflug in die Heidelbeeren beim Lotharsteg, ein Kurs zum Motto «Grippe – nein Danke» und ein Ferienpass-Nachmittag für Schulkinder für Arbeit sorgen.

Mehr zum Thema