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Ein Konzept für die Parkplätze

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wer tagsüber in Flamatt einen Parkplatz sucht, hat Mühe, einen zu finden. Seit die meisten Parkplätze in der Gemeinde Düdingen etwas kosten, stationieren noch mehr Leute ihre Autos in Flamatt und nehmen dort den Zug. Doch auch die Plätze in Flamatt werden nicht mehr lange gratis bleiben. So sieht es das kantonale Raumplanungs- und Baugesetz vor: Alle Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern müssen ihre Parkplätze bewirtschaften (siehe Kasten).

Am Mittwochabend stimmt der Generalrat nun über einen Kredit von 50 000 Franken ab. Wird dieser bewilligt, wird der Gemeinderat ein auf die Parkplatzbewirtschaftung spezialisiertes Planungsbüro beauftragen, ein Konzept zu erstellen: Die Parkplätze werden erhoben, und es wird festgelegt, in welcher Form die Bewirtschaftung erfolgt. Über das definitive Konzept entscheidet der Generalrat später nochmals.

 Das Reglement zur Parkplatzbewirtschaftung ist bereits seit 2009 in Kraft; bis 2015 müssen die Gemeinden ein Konzept erstellt haben. Die Freiburger Sektion des Verkehrsclubs der Schweiz VCS hat mehrmals gefordert, dass Wünnewil-Flamatt vorwärts macht (die FN berichteten). «Wir wollten beobachten, welche Erfahrungen Düdingen und Schwarzsee machen», sagt Gemeindepräsidentin Doris Bucheli auf Anfrage. In Düdingen sind die Parkplätze seit knapp zwei Jahren kostenpflichtig, in Schwarzsee seit November 2008. «Wir haben diese Konzepte angeschaut, und jetzt wollen wir es bei uns anpacken», sagt Doris Bucheli.

Nicht gleich in den Dörfern

In Flamatt sind die Parkplätze oft vollständig besetzt, in Wünnewil hingegen nicht. «Ich denke, dass das Reglement diesem Umstand Rechnung tragen wird», sagt Marius Cotting, Bauverwalter der Gemeinde.

Gemäss Corinne Rebetez, Sprecherin der kantonalen Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion, wird das möglich sein. Das Gemeindereglement könne an die «effektiven Bedingungen» angepasst werden. So sei es möglich, verschiedene Parkzonen–blau, weiss–einzurichten. Völlig frei ist die Gemeinde aber dabei nicht; das Mobilitätsamt überwacht, ob das Reglement den Zielen der Gemeinde und dem kantonalen Gesetz entspricht.

Wieder freie Plätze

Bauverwalter Cotting kann sich vorstellen, dass das Konzept ein Park and Ride am Bahnhof in Wünnewil vorsehen wird. «Das wäre sinnvoll, es ist aber klar, weshalb dort bisher kein grosser Parkplatz gebaut wurde.» Der Bahnhof befindet sich am Hang, und der Bau eines Parkings wäre teuer.

 Doris Bucheli hofft, dass der Generalrat den Kredit für das Konzept bewilligt. «So wird es in Flamatt eher wieder freie Parkplätze geben.»

Kanton: 20 Gemeinden brauchen Konzept

D as kantonale Raumplanungs- und Baugesetz von 2008 und das Ausführungsreglement von 2009 schreiben vor, dass Gemeinden über 5000 Einwohner ein Parkplatzkonzept benötigen. Für Gemeinden innerhalb eines Aggloperimeters oder in Tourismuszentren ist ein Konzept ebenfalls Pflicht. Von der Regelung betroffen sind gemäss Corinne Rebetez, Sprecherin der Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion, rund 20 Gemeinden. Ein Drittel davon hätte mittlerweile ein Konzept eingeführt. Die Frage, mit welchen Konsequenzen eine Gemeinde rechnen müsse, wenn sie das Konzept bis 2015 nicht eingeführt hat, beantwortet Rebetez mit: «Die Gemeinden haben die Pflicht, die gesetzlichen Fristen einzuhalten.» mir

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