Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Ein Krematorium für ganz Freiburg

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Nicole Jegerlehner

Zwischen 70 und 80 Prozent aller Bestattungen im Kanton Freiburg sind Urnenbestattungen – doch auf dem ganzen Kantonsgebiet gibt es kein einziges Krematorium. Die Freiburger Toten werden in Neuenburg, Lausanne und Bern verbrannt. 450 Franken kostet der Transport.

Das soll ein Ende haben: Das Bestattungsunternehmen Murith AG will auf dem Gelände des Stadtfreiburger Friedhofs St. Leonhard ein Krematorium bauen, in dem jährlich 1200 Einäscherungen vorgenommen werden können. 2,5 Millionen Franken kostet das Bauvorhaben. Der Freiburger Gemeinderat hat der Murith AG bereits die Konzession für Feuerbestattungen erteilt und will dem Unternehmen nun für 7560 Franken im Jahr eine Parzelle auf dem Friedhof im Baurecht abtreten. «Das Krematorium kommt ausserhalb der Friedhofsmauern zu stehen», betonte Finanzdirektorin Madeleine Genoud-Page gestern vor den Medien. Auch entstehe ein eigener Zugang.

Monopol für den Ersten

Laut Fachleuten kann im Kanton Freiburg nur ein einziges Krematorium rentieren. Baut Murith als erstes Unternehmen einen Verbrennungsofen, hat das Unternehmen das Monopol in diesem Bereich inne. Der Gemeinderat macht Murith deshalb im Baurechtsvertrag etliche Auflagen: So soll die Einäscherung allen zugänglich sein, und Konkurrenzunternehmen müssen einen geregelten Zugang zum Krematorium haben.

Dies reicht den Sozialdemokraten und einer Mehrheit der Baukommission des Generalrats nicht. Sie werden am Montag, wenn das Geschäft im Generalrat behandelt wird, einen Rückweisungsantrag stellen. «Das Geschäft ist sehr schlecht vorbereitet», sagt Christoph Allenspach (SP). Das Krematorium sei völlig lieblos geplant, «ohne Abdankungsraum für Kirchenlose». Im Antrag des Gemeinderats sei völlig offen, wie viel Murith investieren und verdienen werde. «Es gibt keinen Grund, warum ein Privater ein so hässliches Gebäude auf den Friedhof stellen sollte», sagt Allenspach. Die SP verlangt vom Gemeinderat, einen Architekturwettbewerb als Bedingung für das Baurecht vorzuschreiben und einen Raum für Abdankungsfeiern einzuplanen. «Die Regierung soll das Geschäft neu prüfen und sich überlegen, das Krematorium selber zu bauen», sagt Allenspach. Die Stadt betreibe einen teuren Friedhof mit 35 Angestellten, «doch das Geschäft überlässt sie nun einem Privaten». Zudem komme Murith so in eine Monopolstellung; die Klauseln im Baurechtsvertrag gingen nicht weit genug, um Preistransparenz zu erreichen, sagt Allenspach.

Die CVP ihrerseits – vor der SP stärkste Fraktion im Generalrat – hat beschlossen, das Geschäft anzunehmen. «Wir haben das Projekt gründlich geprüft», sagt Fraktionspräsident Thierry Gachet. Die Ablehnungsgründe der Baukommission seien «nicht so wichtig». Und schliesslich sei es gut, wenn die Stadt eine Partnerschaft mit einem Privaten eingehen könne.

Baubewilligung steht aus

Nebst Konzession und Baurecht benötigt die Murith AG auch eine Baubewilligung. Gegen das Baugesuch haben zwei Konkurrenten der Murith AG Einsprache erhoben. Einer davon ist der Sargunternehmer Paolo Rossi aus Vuisternens-en-Ogoz, der selber ein sechs Millionen Franken teures Krematoriumsprojekt verfolgt. Der zweite Einsprecher ist «Pompes funèbres générales» in Freiburg: Das Bestattungsunternehmen will eine Monopolstellung der Murith AG verhindern. Oberamtmann Nicolas Deiss wird über das Gesuch nächstens entscheiden.

Mehr zum Thema