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Ein Lebenskünstler

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

In einer Scheune in Plaffeien sind die Schätze von Daniel Piller versteckt: Gut ein Dutzend Oldtimer von Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts stehen nebeneinander. Einige sind frisch lackiert, glänzen rot, weiss und türkis. Andere sehen aus, als würden sie nie mehr einen Meter fahren. Bei einem solchen öffnet Piller die Haube und beweist das Gegenteil: «Schau, den Motor haben wir bereits erneuert.» Dafür brauche es nicht nur handwerkliches Können und Wissen über die alten Materialien und Installationen. «Es ist vor allem schwierig, die Ersatzteile zu finden, das braucht viel Geduld.» Piller geht zum nächsten Buick, nennt Baujahr und – für den Laien nicht immer verständliche – technische Details. «Die Eigenheiten der einzelnen Autos faszinieren mich», sagt er.

Die Leidenschaft für alte Autos und Motorräder erfasste Piller schon in seinen Jugendjahren, das Flair für die handwerklichen Arbeiten hatte er von seinem Beruf als Spengler. Er begann mit einem Oldtimer, setzte ihn wieder instand, verkaufte ihn und hatte das Geld, einen nächsten zu kaufen. Eine Zeit lang chauffierte er Hochzeitspaare oder vermietete die Oldtimer. Heute sei dies versicherungstechnisch kompliziert, doch er möchte wieder Vermietungen anbieten, sagt er. Zusammen mit seiner Freundin und seinem Neffen hat er eine Firma gegründet, um das Importieren der Ersatzteile zu vereinfachen und das Geschäft auszubauen.

Liebe zum Alten

Vorerst bleiben die Autos jedoch ein Hobby. Seit bald 30  Jahren führt Piller in Plaffeien ein Dachdecker- und Spenglerei-Unternehmen mit heute 16 Angestellten. Bereits seine Spenglerlehre hat er im Sense-Oberland bei seinem Onkel absolviert, dann arbeitete er einige Jahre in Freiburg, bevor er nach dem Tod des Onkels ein eigenes Geschäft aufbaute.

Es sind Kunstwerke, die Daniel Piller mit seinem Team schafft oder renoviert. «Mir ist es lieber, Altes zu erhalten, auch wenn das manchmal mehr Zeit braucht.» Zur Veranschaulichung fährt er die Journalistin zu einem Haus in Plaffeien mit liebevoll verzierten Giebeln und Dachrinnen und anschliessend in den neu renovierten Gasthof Hirschen, bei dem er die Bar und die weitere Einrichtung in aufwendiger Handarbeit gestaltet hat.

Er sei konsequent und lehne auch mal einen Auftrag ab, wenn dieser nicht mit seiner Philosophie übereinstimme. «Unsere Arbeit gefällt nicht allen, aber es gibt einen Markt dafür», sagt er. So ist sein Geschäft bis Mitte Jahr bereits mit Aufträgen versorgt.

Engagement für die Sache

Daniel Piller ist ein umtriebiger Mensch, und wenn er erzählt, springt er von einem Thema zum nächsten: Neben seinem Geschäft und dem Renovieren alter Autos ist er ein leidenschaftlicher Pilzsammler und engagiert sich als Jagdgegner. Davon zeugen Aufkleber an seinem Geschäftsfahrzeug. «Das kommt nicht überall gut an, und es gibt Leute, die mir auf der Strasse den Vogel zeigen. Viele sind aber auch froh, dass sich jemand traut, etwas zu sagen.» Piller betont, dass er nicht gegen alle Jäger sei und auch nicht gegen die kontrollierte Jagd; für Tierquälerei und Schiesswut habe er jedoch kein Verständnis. Er mische sich gerne ein, doch ein Engagement in der Politik sei für ihn dennoch nie in Frage gekommen. «Ich würde mich viel zu fest aufregen», sagt er und lacht.

Sehnsucht nach Ruhe

Lange Jahre war die Musik ein grosses Hobby von Daniel Piller. Er spielte in Hardrock- und Heavy-Metal-Bands und legte als DJ auf. Im Macumba im Schönberg rief er legendäre Rockabende ins Leben. «Ich bin ein Reisser», sagt er. Heute habe er für die Musik keine Zeit mehr. Auch das Reisen hat der frühere Surfer mehrheitlich aufgegeben. Dafür zieht er sich an den Wochenenden regelmässig in eine Alphütte im Plasselbschlund zurück. «Ohne Natel-Empfang», sagt er. So könne er in Ruhe die Büroarbeiten für sein Geschäft erledigen. Die Ideen für neue Projekte gehen Daniel Piller hingegen nicht aus: 2015 hat er in Oberschrot das alte Schulhaus gekauft, das ihm nun als Werkstatt und Teilelager dient. Da dieses denkmalgeschützt ist, habe es niemand kaufen wollen. Für ihn macht aber gerade das den Reiz aus. «Irgendwann möchte ich es renovieren.»

FN-Serie

Eine Stafette mit Porträts

In einer losen Serie stellen die «Freiburger Nachrichten» verschiedenste Menschen aus ihrem Einzugsgebiet vor. Die Artikelserie funktioniert wie eine Stafette: Es ist der jeweils Porträtierte, der das nachfolgende Porträt bestimmt.

mir

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