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Ein letztes grosses Ziel: Die Playoffs

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Der Name Zwahlen hat das letzte Jahrzehnt der Düdingen Bulls entscheidend geprägt. Seit 2010 steht Thomas Zwahlen als Trainer an der Bande. Genauso lange ist sein Sohn Michel auf dem Eis sein verlängerter Arm, seit 2015 als Captain. Eine Konstellation, die nur noch wenige Wochen Bestand hat. Denn Michel Zwahlen wird seine Karriere am Ende der Saison beenden, wie der Club letzte Woche bekannt gab. «Es ist kein Entscheid, den ich von heute auf morgen gefällt habe. Vielmehr war es ein Prozess, der schon im Juli begonnen hat», sagt der 32-jährige Verteidiger im Gespräch mit den FN. «Ich habe bereits im Sommertraining gemerkt, dass man in dieser Liga immer mehr investieren muss, um mitzuhalten – und dass ich dazu nicht mehr uneingeschränkt bereit bin.»

«Hinterlässt grosse Lücke»

Wenn er etwas mache, dann zu 100 Prozent, deshalb sei jetzt der richtige Moment, um aufzuhören. «Ehrlich gesagt bin ich auch nicht jemand, der einfach spielt, um dabei zu sein. Ich habe den Anspruch, vorne mitzuspielen», so der ehemalige U20-Nationalspieler. Das sei mit den Bulls in der Swiss Regio League jedoch nicht möglich. «Die anderen Teams haben immer mehr Geld und verpflichten immer bessere Spieler direkt aus der NLB, Spieler, die sicher nicht nebenbei 100 Prozent arbeiten und somit auch besser trainieren können.»

Michel Zwahlen seinerseits arbeitet Vollzeit als IT-Support-Leiter. Und er ist Vater einer einjährigen Tochter, was bei seinem Entscheid ebenfalls eine wichtige Rolle gespielt hat. «Wenn wir Training haben, sehe ich sie 20 Minuten pro Tag. Und wenn wir am Mittwochabend ein Auswärtsspiel haben, weiss ich am Morgen, wenn ich aus dem Haus gehe, dass ich meine Tochter erst am nächsten Tag wieder sehe. Das ist nicht meine Vorstellung davon, ein guter Vater zu sein.»

Thomas Zwahlen hat Verständnis für den Entscheid seines Sohns. «Als Vater kann ich es natürlich nachvollziehen. Der Aufwand ist gross. Für Spieler, die normal arbeiten, ist es wirklich nicht leicht, vor allem wenn es nicht allzu erfolgreich läuft. Dann hast du Druck bei der Arbeit, Druck beim Sport und riskierst, dünnhäutig zu werden.»

Als Trainer finde er es aber natürlich schade und traurig, dass Michel aufhöre. «Seine Klasse wird dem Team fehlen. Und auch sonst wird er eine grosse Lücke hinterlassen. Er hat als Mensch in der Garderobe und auf der Bank Brücken geschlagen, beispielsweise die Jungen immer gut aufgenommen und ins Team integriert.»

Vater Thomas macht weiter

Michels Rücktritt bedeutet bei den Bulls allerdings nicht das Ende der Zwahlen-Dynastie. Thomas Zwahlen steht auch nächste Saison an der Bande. Der 60-Jährige hatte bereits im Herbst seinen Vertrag frühzeitig verlängert. An seiner Motivation ändere der Abgang seines Sohns nichts. «Ich verliere eine wichtige Bezugsperson, aber Trainer bin ich aus Freude am Eishockey – und das bleibt auch so.»

Michel Zwahlen will seinerseits die letzten Spiele seiner Karriere noch in vollen Zügen geniessen. «Ich versuche noch so viel wie möglich aufzusaugen, jeden Moment mit der Mannschaft bewusst zu erleben.»

Und dann haben die beiden Berner, die mit dem Amateur-Meistertitel 2013 und dem Aufstieg in die Swiss Regio League 2017 in Düdingen bereits zwei bemerkenswerte Erfolge feiern konnten, noch ein letztes grosses gemeinsames Ziel: sich im dritten Anlauf erstmals für die Playoffs der Swiss Regio League zu qualifizieren. Die Sensler belegen sechs Runden vor Schluss zwar nur den elften und damit vorletzten Rang. Der Rückstand auf das achtplatzierte Thun beträgt allerdings nur drei Punkte. Genau dieses Thun, das zuletzt viermal in Folge verloren hat, ist heute Abend (20 Uhr) im Berner Oberland Düdingens nächster Gegner. Michel Zwahlen: «Wir sind so nah dran, wir wollen diese Playoffs unbedingt. Nach Thun spielen wir am Samstag in Lyss erneut gegen einen direkten Konkurrenten. Eines ist klar: Diese Woche müssen sechs Punkte her.»

 

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